Fischmarkt mit ohne viel Fisch, Husum, 15.06.

Nach der Monstertour am Vortag hatte die Gattin für den Sonntag ein Kleinzeugprogramm zusammengestellt. Termin Nummer 1 war der Fischmarkt in Husum. Der fand wie vermutet am Hafen statt – der diesmal auch Wasser enthielt – und war ein wenig anders, als ich ihn mir vorstellte. Der größere Teil der Stände bot nämlich alles Mögliche feil, nur keinen Fisch oder anderes Meeresgetier. Und die Gattin nervte mit der Feststellung, sie wolle sich ein Fischbrötchen gönnen, ob ich auch eines wolle, wohl wissend, dass ich ein solches mit meiner derzeitigen Esszimmergarnitur gar nicht essen könnte, sowie einhergehend mit dem Vorschlag, sie könne ja das Brötchen und ich nur den Inhalt …


Husum mit Hafenwasser, …

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Da nich für, Neustadt in Holstein, 14.06.

Dank dieses Umwegs – eher zeitlich als entfernungsmäßig – wurden es am Ende drei Stunden, bis wir Neustadt in Holstein erreichten.
Über die Beschilderung muss ich wohl inzwischen nichts mehr sagen – sie ist in Schleswig-Holstein im Großen und Ganzen flächendeckend miserabel, mit wenigen Ausschlägen in die eine oder andere Richtung. Die Touristeninformation, die laut Website in Neustadt in Holstein liegen sollte, lag in Pelzerhaken – außerhalb von Neustadt. Und in Neustadt war sie zwar ausgeschildert, aber insofern ein wenig unglücklich, als dass der Weg durch 30er Zonen führte.


Das Kremper Tor, heute ein Museum

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Nur durchgefahren, Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Haffkrug, Sierksdorf, 14.06.

Der Navi meinte, die entfernungsmäßig längste sei die zeitlich schnellste Strecke und veranschlagte für die rund hundertneunzig Kilometer zwei Stunden und fünfzehn Minuten. Dass es mehr wurden, lag daran, dass die Gattin durch die oben genannten Orte fahren wollte, um sie in Augenschein zu nehmen. Flüchtig, zugegeben. Nur für einen Grundeindruck. Und eigentlich hat es nicht mal für den gereicht.
Jedenfalls nicht in Timmendorfer Strand. Und eigentlich auch nicht in Scharbeutz. In Haffkrug fuhren wir auf der Straße direkt am Wasser hinter einem Wohnmobil her. Aufregend war die Straße nicht. Sie war eigentlich eine reine Wohngegend, ab und zu mal mit einem Laden dazwischen, und auf der Wasserseite stand ab und zu irgendwas, was Ähnlichkeiten mit einem öffentlichen WC oder einer Bude oder sonst was hatte. Und in Sierksdorf setzte sich das praktisch nahtlos fort, wobei die einzige Unterbrechung nicht das Ortsschild schien, sondern ein Schild »Hunde unerwünscht« (auf dem Weg am Wasser). Pack!, sage ich dazu, mehr nicht.

N. i. H., Schülp, 13.06.

In Vorbereitung der morgigen Monstertour nach Neustadt in Holstein habe ich ein wenig gesurft. Die Fahrstrecke liegt zwischen 155 und 188 Kilometern, wobei die längste Strecke interessanterweise die schnellste sein soll – vermutlich wegen einiger Autobahnabschnitte zwischen drin. Der Haken an der schnellen Strecke – wir kommen nicht durch Plön und Eutin, welche die Gattin noch in Augenschein nehmen möchte. Also wird es wohl darauf hinauslaufen, für die Hinfahrt die schnelle Strecke zu wählen, für die Rückfahrt die kurze, langsamere.
Neustadt selbst hat im Internet keinen Stadtplan eingestellt; selbst Schleswig hatte einen.
Die Adresse der Touristeninformation herauszufinden war kein Problem. Hochinteressant sind die Öffnungszeiten – da müssen die armen Angestellten der 2013 gegründeten Tourismusagentur schon mal zwei bis vier Stunden am Stück ran.
Ich bin gespannt. Ich habe meiner Gattin schon angedroht, dass ich sie persönlich verantwortlich machen werde, wenn mir Neustadt i. H. nicht gefallen sollte.

Nervig inkonsequent, Heide, 13.06.

Die Idee war, in der Rosengasse zu Heide noch etwas zu trinken. Die Fahrt dorthin dauerte länger, als mir lieb war – beinahe eine Stunde. Der Verkehr auf der B 5 war dicht, die Autofahrer stellenweise einfach zu blöde, um einen langsam fahrenden Traktor oder Lkw zu überholen. Überholvorgänge sind hierzulande sowieso ein seltenes Hobby, wie mir aufgefallen ist. (Wenn die einheimischen Beifahrer[innen] allerdings so sind wie meine Gattin, wundert mich das nicht. Ich würde auch häufiger überholen, müsste ich nicht jedes Mal mit dem hysterischen Griff zum Handgriff über dem Beifahrerfenster rechnen.)
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Wind satt, Nordstrand, 13.06.

Nordstrand ist nebst Pellworm und einigen Halligen Überbleibsel einer verheerenden Sturmflut, irgendwann im 17. Jahrhundert, glaube ich. Die Insel ist keine solche, sondern »nur« eine Halbinsel, noch dazu erreichbar über einen Damm, der auf einer Karte recht schmal aussieht, durch Landgewinnungsmaßnahmen links und rechts aber deutlich breiter ausfällt.
Es war windig, stark bewölkt, nur wenige Sonnenlücken – eigentlich sogar gar keine, wenn man es genau nimmt. Der Wind war auflandig, am Vortag war Stärke 5 und »später leicht zunehmend« gemeldet worden.
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