Nicht nur aufgrund des Ausbildungsstands meiner holden Gattin war der Besuch des Steinzeitparks Albersdorf keine schlechte Idee. (Ich bitte um Verständnis, dass ich dem geneigten Leser hier nicht darlege, was der Ausbildungsstand meiner holden Gattin mit Steinzeit zu tun hat; er hat, das ist sicher; ich verstehe es nicht [oder merke es mir auch einfach nicht], das ist auch sicher.)
Archiv der Kategorie: Reisen & unterwegs sein
Recht haben und nicht recht haben, Friedrichstadt, 16.06.
Friedrichstadt lag in der Nähe und es war längst Essenszeit. Wir parkten wieder auf dem Altstadtparkplatz. Die Gattin wollte einen Weg wählen, zu dem ich eine fehlende Brücke am Ende zu beanstanden hatte. Auf einer Karte am Wegesanfang war nichts eingezeichnet, nicht mal die »Blaue Brüch«. Aber wozu diskutieren, wenn man eh immer unrecht hat?
Gespeist wurde dann in der »La Trattoria« – es gibt sie überall! – am Marktplatz, nachdem das übliche Spiel gespielt wurde, das schwierige Spiel der Entscheidungsfindung, das sich eigentlich nur um Entscheidungsvermeidung dreht. Das Wetter wurde ein wenig besser, und ich hatte einmal mehr unrecht: Die Bedienung im Außenbereich funktionierte.
Mein Mahl bestand aus »Lingua di Mare«, Seezungenfilets mit Nudeln in Gorgonzolasoße, dazu ein Salat und ein dunkles Erdinger Weißbier. Die Gattin erlaubte sich eine Verletzung ihres Vegetarismus und aß auch einen Fisch. Tsts.
Sehr aufgähnend, die Treene bei Fresendelf, 16.06.
In Bergenhusen blieben die Hunde im Auto; das ständige Rein und Raus tut Naomi am Ende auch nicht gut. (Ihre Abneigung gegen das Auto nimmt immer mehr zu; neuerdings legt sie sich in größerer Entfernung hin und lässt sich mit Worten nicht überzeugen, weiter zu kommen. Das macht mir Sorgen.) Deshalb war als Punkt 2 auf der Tagesordnung ein wenig Wanderung angesagt. Da wir eh schon in der Nähe waren, wurde die Treene – neben Eider und Sorge einer der wesentlichen Flüsse Schleswig-Holsteins – ausgewählt. Einen Abschnitt zu finden, an dem man auch entlangwandern konnte, war allerdings nicht ganz einfach.
Über allen Dächern, Bergenhusen, 16.06.
Bergenhusen heißt Bergenhusen, weil es tatsächlich auf einer Anhöhe liegt. So richtig mit Steigung. Igitt. Und Bergenhusen ist ein Storchenzentrum in Schleswig-Holstein. Über den Ort verteilt finden sich siebzehn Storchennester, nicht nur auf Hausdächern, sondern auch auf offensichtlich eigens aufgestellten Pfählen. Ich habe nicht alle Nester fotografiert, zumal auch nicht alle Nester besetzt waren. Aber wenn sie dann alle besetzt wären, wären das immerhin vierunddreißig Störche – plus die Jungen.
Langer Wege kurzes Ziel, Lunden, 15.06.
Der Weg zur letzten Station des Tages hätte gleichermaßen einfacher sein können. Andererseits kann es nicht schaden, im Leben auch einmal Alternativen auszuprobieren, selbst dann, wenn man weiß, dass sie in Sackgassen enden (und für Lkws über 5,5 Tonnen sowieso gesperrt sind).
Eiderdotter, Eidersperrwerk, 15.06.
Das Eidersperrwerk ist eine technische Errungenschaft, das kann man durchaus sagen. Das Sperrwerk kann die Eider gegenüber der Nordsee abriegeln, wenn es nötig ist. In normalen Zeiten kann der Wasseraustausch zwischen Nordsee und Eider reguliert werden. Vor allem aber bei Sturmfluten schützt das Sperrwerk das Hinterland vor schädlichen Wirkungen, weil es den Fluten nicht gelingen kann, über die Eider in das flache Hinterland einzudringen. Irgendwo habe ich die Zahlen gelesen, habe sie aber nicht mehr genau im Kopf, aber wenn ich mich recht entsinne, dann hat die Errichtung dieses Sperrwerks die Schaffung von mehr als vierzig Kilometern weiterer Deichanlagen eingespart.
Ohne Rentner, Oldenswort, 15.06.
Die Sankt Pankratius gewidmete Kirche in Oldenswort war eigentlich gar nicht eingeplant, aber sie lag so hübsch offensichtlich am Weg, dass wir sie noch mitnahmen.
Oldenswort gilt als das größte Dorf (!) Eiderstedts, und insofern ist die Kirche im Ort durchaus angemessen ausgefallen. Bemerkenswert war aber auch hier, was der Anblick des Inneren zu bieten hatte: Das konnte sich mehr als sehen lassen.
Ich hatte knapp fünfunddreißig Fotos gemacht. Meine Gattin meinte, sie hätte in der Zeit leicht zweihundert Fotos machen können.
Fein. Ich habe die Kritik verstanden. Und ich weiß, dass ich mir beim nächsten Urlaub nicht einreden lasse, sie müsse ihre eigene Kamera nicht mitnehmen, ich hätte ja meine dabei.
Ohne Scherz, Witzwort, 15.06.
Auf dem weiteren Weg, der uns zum Eidersperrwerk führen sollte, lag noch Witzwort. Möglicherweise werde ich noch recherchieren, wie dieser lustig wirkende Name zustande gekommen ist, aber mit »witzigen Worten« hat er sicherlich nichts zu tun.
Lies weiter … →
Auch mal was für Hunde, Roter Haubarg, 15.06.
Nun ja, eigentlich ist der Rote Haubarg nicht direkt etwas für Hunde. Und eigentlich doch wieder.
Lies weiter … →
Quo vadis, Lundenbergsand (Simonsberg), 15.06.
Das Thema mit den exakten und korrekten Angaben für einen Autofahrer hatten wir schon in diesem Urlaub. Siehe irgendwo vorher.
Das nächste Ziel war eine Schleuse mit einem Hotel, einem Parkplatz und der Möglichkeit, ein wenig mit dem Hund zu wandern. Das nächste Ziel auch zu erreichen, das war beschwerlich.
Lies weiter … →