Ich war in der Sonne

Nach den letzten nebligen Tagen hier im Murnauer Moos, während denen der Wetterbericht immer nur schlaue, aber unwahre Sprüche darüber hören ließ, dass die Sonne irgendwann heraus käme, aber nie dazu sagte, wo das der Fall sein sollte – außer natürlich auf den Bergen –, entschied ich, heute mittag mit den beiden Mausekäfern irgendwo nach oben zu fahren, irgendwohin, wo es eine Chance auf einen Sonnenstrahl gab. Hier im Murnauer Moos ist das das Hörnle.

Ich fuhr nach Sonnen, einem Ortsteil von Bad Kohlgrub, erfreute mich an der dortigen Parksituation und ging dann mit den beiden Mausekäfern los – Richtung Berg, immer nach oben. Es war teilweise sehr steil, und nach einer guten halben Stunde teilte mir meine Kondition mit: »Ich bin dann mal weg, schau zu, wie du weiterkommst.«

Aber es hat sich dennoch gelohnt: Es gab Sonne. Es war über dem Nebel deutlich wärmer. Es war einfach schön:


Die Hubertuskapelle


Eine Insel im Nebelmeer …

Warum man nicht immer auf seine Frau hören sollte

Unsere Hunde sind nicht ganz gesund. Kim hat eine offensichtlich chronische Entzündung der Vagina. Ist in Behandlung. Nach ein büschen Antibiotika nun homöopathisch. Sieht auch eigentlich ganz gut aus. Naomi hat Giardien. Und Kim vermutlich auch. Seit gestern gibt es dagegen Medizin. Laut Anweisung der holden Gattin:

Nach dem Essen zwei Tabletten (länglich; es ist schon nicht klar, was mit »zwei Tabletten« gemeint ist, weil eine Tablette keine Tablette ist, sondern ein zweigeteiltes Dragee), zerstoßen, dazu ein wenig Pulver von irgendwelchen Dummstippenmuscheln (oder Dünnlippenschnuffeln, ich habe keine Ahnung, steht nicht auf dem Gefäß; aber die Hunde rasten bei dem stinkenden Zeug völlig aus), und oben drauf Leinöl, das Ganze ein büschen mischen und dann aufschlabbern lassen.

Bei Naomi – null problemo. Kim sitzt daneben und sabbert sich einen (ihren Gesichtsausdruck kann man nicht beschreiben). Ich hab Kim dann einfach die beiden Tabletten gegeben, ohne Gedöns. Chrapp, chrapp, weg waren sie. (Sie hat Leinöl und Muschelmuschel separat hintendrauf bekommen.)

Wenn im menschlichen Leben nur alles so einfach wäre. Grins.

Danke, Freund

Heute vor einem Monat hatte ich Geburtstag. Den 55sten. Nein, nein, das ist keine Suchanzeige nach Nachträglichglückwünschen. Aber ich habe lange, und wenn man es genau nimmt, eigentlich noch nie eine Geburtstagskarte bekommen, die mich so ergriffen hat:

Und dann der Satz innen drin, handgeschrieben: »Altes Haus. Wenn es dich nicht gäbe, dann wäre mein Leben ärmer.« – Danke, Freund.

Hundegeheimnisse

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Ich bin Hundefan. Liebhaber. Leidenschaftler. Ich mag die Viecher. Alle. Auch die, die ich vielleicht nicht gleich mögen sollte. Weil sie doofe Herrschaften haben. Schlecht erzogen sind. Weil sie vielleicht einem kruden Schönheitsideal entsprechen. Egal. Sie sind alle Hunde. Sie sind alle knuffig. Liebenswert. Wundervolle Geschöpfe. Wie die hier:

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Wortgewalt, möglicherweise cholerisch

Jochen Malmsheimer. Dass er am 05.02. im Murnauer Kultur- und Tagungszentrum (kurz KTM) spielen würde, bekam ich nur durch Zufall mit, weil ich ausnahmsweise mal das Murnauer Regierungsorgan … äh, Gemeindekäseblatt durchblätterte. Die Entscheidung war schnell gefallen. Ich kannte Malmsheimer vor allem aus der Priolschen Reihe »Neues aus der Anstalt«, wo er die Figur des Hausmeisters ausfüllte. Und ich mochte ihn vom ersten Halbsatz an, den ich vernahm.


(Fotoquelle: www.jochenmalmsheimer.de/fuer-der-presse.html, Motiv: Malmsheimer schaut aus Hemd; ein Copyright ist nicht angegeben)

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Tarkovskij im Kopf

In der Nähe von Ohlstadt, da, wo die Bundesstraße 2 die Autobahn 95 kreuzt, gibt es einen Parkplatz und direkt daneben eine Abzweigung. Die Straße führt an einem Wohnhaus vorbei, zu einem Bauernhof mit Pferden und Kühen, und dann über eine Brücke über die A95. Fährt man trotz des Durchfahrtverbotes – außer für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr – noch ein Stück, kommt man zum Flugplatz, einer einfachen Betonpiste für Segelflieger und vielleicht auch Motorflieger.
Der Asphalt führt weiter ins Murnauer Moos hinein, immer weiter, meist asphaltiert, manchmal auch nur geschottert, aber bis auf eine kleine schmale Brücke zwischendrin immer in Fahrzeugbreite.
Dort gehe ich gerne mit unserem Hund, wenn das Wetter eher herbstlich ist.

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Überraschende Einladung

Dieses Jahr wurde mir ein Wunsch erfüllt: Ich durfte mit auf das »Galaktische Forum« des Pabel-Moewig Verlags in Frankfurt, traditionall am Freitagabend der Buchmesse veranstaltet. Der Auslöser war nicht so erfreulich: jemand war krank geworden (und die ganze Geschichte dazu behalte ich für mich). Gefreut habe ich mich trotzdem. Es gab eine bestens aufgelegte … oder besser aufgedrehte Uschi Z., einen lange nicht gesehenen Udo K., einen erstmals kennengelernten Stefan P., und Autoren wie Thomas F., Marc A. H. u.v.a.m. Und für mich das Gefühl, zwar ein Verleger zu sein, aber halt doch nur eine kleine Nummer.

Die Handschrift auf dem Namensschild stammt von Klaus Bollhöfener.

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