Vom 01.07. bis 07.07. gibt es Dieter Bohns »Der Zef’ihl, der vom Himmel fiel« als E-Book bei allen einschlägigen E-Book-Anbietern (nicht nur bei Amazon!) zum Preis von 0,00 EUR. Leseproben gibt es nicht nur bei Amazon, sondern auch bei Hugendubel.

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2022 war ein nettes Jahr für meinen Verlag, was den Kurd-Laßwitz-Preis angeht. Reichlich Nominierungen, gute Platzierungen – wenn auch kein Gewinn. Beim Deutschen Science-Fiction-Preis 2022 ist die p.machinery nicht mal erwähnt worden – gut, man kann nicht immer alles haben.
Für nächstes Jahr habe ich mal vorgesorgt. Denke ich. Hoffe ich. Aiki Mira ist nach den Ergebnissen der beiden wichtigsten deutschen SF-Preise 2022 eine gute Adresse, und ihr Buch, das dieser Tag in meinem Verlag erscheinen wird, hat das Zeug zu einem Sieger. Klar, wird nun jeder denken, ein Verleger muss davon überzeugt sein. Aber auch der Lektor Kai Beisswenger, der gemeinsam mit Aiki aus einem Rohdiamanten ein echtes Schmuckstück gemacht hat, war und ist dieser Ansicht.
2022 ist natürlich noch lange nicht zu Ende. Wer weiß, wer noch alles auf der Szene erscheint. Aber ich bleibe zuversichtlich, dass Aikis »Titans Kinder« mindestens mal auf einer Nominierungsliste genannt werden wird.

Die Gewinner sind längst bekannt, ich möchte sie hier noch kurz präsentieren. Gewonnen hat meine p.machinery bzw. ihre Autoren diesmal nicht, aber immerhin haben wir zwei zweite Plätze gemacht.
Besonders überrascht hat mich der zweite Platz für Hans Jürgen Kuglers »Von Zeit zu Zeit« (AndroSF 115), bei dem ich mit so einem durchschlagenden Ergebnis nicht gerechnet hätte. Der Roman ist natürlich durchaus preiswürdig, aber Zeitreisegeschichten und allgemein Geschichten, in denen es zum Zeitphänomene geht, sind in der deutschen SF gerne besonders kritisch gesehen. Hans Jürgens zweiter Platz beim besten deutschsprachigen SF-Roman 2021 ist aus meiner Sicht deshalb eine besondere Auszeichnung.
Auch der zweite Platz bei der besten Graphik (altertümlich mit ph :) und der dritte Platz beim Sonderpreis für einmalige herausragende Leistungen, den Michael Tinnefeld und Uli Bendick für »Diagnose F« (AndroSF 138) bekommen haben, sind eine besondere Auszeichnung in meinen Augen. Vor allem hat mir dabei gefallen, dass beim Sonderpreis hervorgehoben wurde, dass Michael und Uli sich mit der Anthologie eines Tabuthemas — psychische Erkrankungen — angenommen haben.
Man kann nicht jedes Jahr gewinnen, aber ich finde es schon sehr schön, in der beigefügten Tabelle aller Preisträger und Platzierten immerhin fünf Mal genannt worden zu sein.
Über Willi van Hengels Roman »Dieudedet oder Sowas wie eine Schneeflocke« will ich nicht viel mehr schreiben, als der aussagekräftige Klappentext hergibt; siehe
van Hengel, Willi, DIEUDEDET oder Sowas wie eine Schneeflocke
Am Rande gibt es technische Details, die von Interesse sein mögen. Jedenfalls für mich. Möglicherweise auch für Käufer:

Focke & Frambach … oder Frambach & Focke … Fast könnte man es sich als Markennamen registrieren lassen. Das schreibfleißige Pärchen mit intensiver Verbindung zur Phantastischen Bibliothek Wetzlar hat erneut vorgelegt – einen neuerlichen Anschlag auf die Lesewut deutschsprachiger Fans kurzer Geschichten. Und diesmal basiert das Gemeinschaftsprojekt auf einer Idee, die Sabine Frambach schon unter dem Titel »Türen« als Band 41 der Phantastischen Miniaturen der Bibliothek veröffentlicht hat, in diesem Buch erweitert um thematisch gleich gelagerte Storys ihres Schreibpartners Kai Focke. Herausgekommen ist eine Sammlung von – sic! – Türen, Toren und Portalen in mannigfaltiger Ausprägung. Kleine, knackige Geschichten, nicht immer ganz so winzig wie die Kürzestgeschichten in den Miniaturen – es finden sich doch glatt ein paar Geschichten, die mehr als zwei Seiten lang sind –, aber immer mit mehr oder minder heftigem Augenzwinkern geschrieben und formuliert.
Auch das die Verkündigung des Verlags. Was dort nicht verraten wird, ist der eigentliche Witz dieser und anderer Sammlung solcher Kurz- und Kürzestgeschichten: die Phantastischen Miniaturen der Bibliothek bekommt man nur dort: in der Bibliothek. Keine ISBN, kein Buchhandel, kein Amazon, Thalia, Hugendubel, Weltbild & Co., keine E-Books, nichts dergleichen. Einfacher zu bekommen sind die Sammlungen meiner p.machinery – überall, wo es Bücher gibt (und inklusive meines eigenen Buchladens). Die Abneigung Thomas Le Blancs gegen eine ordentliche Vermarktung seiner Bibliotheksschriften – es gibt ja noch mehr als die Miniaturen – ist letztlich unverständlich. Aber nicht mein Problem.

Ein sehr gutes Jahr hat es gedauert, bis die neue Ausgabe der GEGEN-UNENDLICH-Anthologie erschienen ist. Inzwischen ist als Herausgeber nur Andreas Fieberg übrig geblieben, und der hat die Zeit genutzt, um sehr gute Storys zu finden und zusammenzustellen. Die kleine, aber feine Sammlung kann nicht nur mit noch recht unbekannten Namen aufwarten, sondern präsentiert auch die Großen, die in der Szene sittsam bekannt sind. Mit ihren Storys sind Gabriele Behrend, Julian Bodenstein, Maike Braun, Andreas Fieberg, Mario Keszner, Alexander Krist, Karsten Lorenz, Holger Neuhaus, Annika Mirjam Pas, Uwe Post, Scipio Rodenbücher, Kornelia Schmid, Marcel Schmutzler, J. H. Schneider, Johann Seidl, Achim Stößer und Liliana Wilding vertreten, und Miguel Melro krönt das Ganze mit einem zauberhaften Titelbild.
So wird es auf der Verlagsseite verkündet, und es ist nicht übertrieben, die Sammlung und die Geschichten als »sehr gut« zu bezeichnen. Andreas Fieberg ist hier einmal mehr eine »phantastische« Zusammenstellung gelungen. Leider vermute ich, dass diese kleine Sammlung einmal mehr schlicht untergehen wird. Das ist wohl heute einfach so. Und nach wie vor kein Grund für mich, keine solchen Anthologien zu veröffentlichen.

Samstag, 11. Juni – ab 20 Uhr!
Gabriele wird live, online und virtuell im Bühnenbild von Barlok Barbosa ihren Roman »Das Dorf am Grunde des Sees« vorstellen. Eine fabelhafte Gelegenheit, das wunderbare Buch einer großartigen Schriftstellerin kennenzulernen, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

Die Hintergrundgeschichte ist nicht schön, gehört im Detail aber nicht hierher. Die|QR|Edition ist seit Anfang Januar 2022 Geschichte. Heute morgen wurden sämtliche Weisser-Titel im Programm der p.machinery, die über Booklooker auf dem Markt verfügbar gemacht wurden, ausgelistet. Das bedeutet, dass sie in Kürze als Neuwaren über Anbieter wie Amazon & Co. nicht mehr verfügbar sein werden. Die noch existierenden Restbestände:

sind – solange der Vorrat reicht – beim Verlag oder bei Booklooker zu bekommen: hier.
Wer direkt beim Verlag oder über Booklooker bestellt, bekommt ab sofort – bis 30.06.2022 – 20 % Rabatt auf die unter »Angebot« in obiger Liste genannten Preise. Wer alle Titel bestellt, wird mit 40 % honoriert. (Bei eventuellen PayPal-Zahlungen wird die Differenz zu den Buchladenpreisen auf gleichem Wege zurückerstattet.)
»DAEDALOS« ist wieder da (siehe auch hier). Und im Großen und Ganzen zeigt sich die erste neue Ausgabe, die Nummer 13, als würdiger Nachfolger des Originals. Und dennoch gibt es einige Unterschiede:
Inhaltlich indes orientiert sich DAEDALOS 13 – wie laut Plan auch seine Nachfolger – ganz am Original: fantastische Storys von bekannten und weniger bekannten Autoren, dazu ein Klassiker, gekrönt von einschlägig klassischen Grafiken. Und wir hoffen, dass das heute wie damals ankommt.

Michael Siefener, Ellen Norten & Andreas Fieberg (Hrsg.), DAEDALOS 13