Ich schaue ganztags TV, darunter viele Privatsender, also auch viel Werbung. Aldi, Netto, Penny und die ganzen Billigheimer machen keine Werbung für Silvestersprengstoffe. Lidl macht solche Werbung. Ich denke, ich werde morgen bei Lidl einkaufen und dem Geschäftsführer der Lidl-Filiale in Husum-Dreimühlen eine ordentliche Packung in den Arsch schieben. Oder an der Kasse anzünden. Lidl ist – wie die andren Billigheimer auch – bekannt dafür, die Zeichen der Zeit nicht zu erkennen. Das sollte bestraft gehören. Durch Einkaufsboykott erreicht man nichts; es gibt genug Menschen, die wider alle Vernunft den Dreck kaufen und abfackeln (scheiß auf das Klima! Ich kann ja ab 02.01. wieder meckern!). Mit kommt da gerade noch eine Idee …
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Hamburg prüft die Abschaffung der Rasseliste
Heute morgen auf NDRinfo: In Hamburg wird ein neues Hundegesetz diskutiert, wobei der Tenor in Richtung eines Hunde-Führerscheins für die Halter geht (wie schon in Niedersachsen praktiziert). Mit einem solchen Hunde-Führerschein würde die Last von der Hunderasse an sich auf den Halter gehen — eine sehr weise Entscheidung und gute Entwicklung. Denn Hunde wegen ihrer Rasse partout als gefährlich einzustufen, das ist längst bewiesener Unsinn. Das Problem ist immer am anderen Ende der Leine.
Vorbildlich ist hier unter anderem Schleswig-Holstein, wo es keine Rasseliste mehr gibt, sondern Hunde nur dann als gefährlich eingestuft und besonderen Bedingungen unterworfen werden (Stichwort: Maulkorb, Leinenpflicht), wenn sie sich auffällig benommen haben.
Nebenbei wird in dem Beitrag auch erwähnt, dass die zuletzt festgestellten meisten Beißvorfälle von Dackeln und Labradoren ausgingen. (Was beim Labrador auch an seiner unbändigen Fresslust liegen könnte :).
Den Wortbeitrag kann man hier nachhören: https://www.ndr.de/903/CDU-fordert-neues-Hundegesetz-fuer-Hamburg,audio1532592.html
Ohne Schwanz
Man macht sich keine Vorstellung, wie es sich anfühlt, wenn man moderne Kommunikationsmöglichkeiten – sprich: DSL, Internet, Telefon – verliert. Ich weiß es jetzt: Es fühlt sich an, als ob einem jemand den Pimmel abgeschnitten hätte und man nicht mehr pieseln kann. Oder so ähnlich.
Am Donnerstag, den 07.12., hat es gegen 14.30 Uhr einer der in Winnert marodierenden, Glasfaser verlegenden und Leitungen kappenden Bautrupps geschafft, die Telefonleitung, an der ich hänge, zu kappen. Weg war’s.
Anruf bei Vodafone (mit dem Handy), Störung gemeldet. Die waren recht schnell, informierten die Telekom. Am nächsten Tag würde ein Techniker kommen, wir sollten den Zugang zu den Einrichtungen im Haus ermöglichen.
Der Techniker war superpünktlich, hatte aber keine guten Nachrichten. Es war Freitagnachmittag, die nötigen Reparaturarbeiten würden zwei bis drei Werktage dauern. Werktage. Also bis Mittwoch.
Derweil hätte ich gerne einen Mobilfunkstick für die Fritz!box gehabt. Hatte niemand in Husum. Der Vodafone-Shop dort ist eh ein Witz – die haben ein paar Handys und Vertragsunterlagen, sonst nichts. Die Telekom nebenan hatte immerhin Mobilfunkkarten. Ich kaufte eine, weil ich daheim noch einen LTE-Router hatte (aus der Anfangszeit hier in Winnert, bevor der Vodafone-Anschluss gelegt wurde).
Der Router erwies sich auch als zickig. Bzw. die ganze Hardware. Am PC wollte er nicht laufen. Also ans Notebook. Ging. Problem: Die ganzen Outlookdaten waren auf dem PC. Also rüberkopieren. 9 GB gehen ja ganz fix … halbe Stunde auf den USB-Stick und aufs Notebook. Alles cool. Aber praktikabel war das nicht.
Am Samstag erwarb ich zwei RJ45-Kupplungen, falls ich das Netzwerkkabel von der Fritz!box zum LTE-Router verlängern müsste. Und ich besorgte einen USB-RJ45-Netzwerkstöpsel.
Nach Stunden schweißtreibender Fummelei hatte ich eine funktionable Lösung gefunden – für meinen Arbeitsplatz; Frau Haitel schaute in die Röhre, weil das WLAN-Modul des LTE-Routers sichtbar, aber nicht ansprechbar war. Meine Lösung war: Mail auf dem PC = okay; Internet mit Websites usw. nicht. Internet ging aber auf dem Notebook. Das habe ich schließlich mit dem Remotedesktopdienst ferngesteuert.
Bemerkenswert war das Verhalten mancher Anwendungen. Alle Office-Programme brauchten ewig zum Start, weil die Authentifizierung auf dem PC natürlich nicht funktionierte. DVDfab erledigte seine Arbeit nur, wenn es den LTE-Router-Zugang exklusiv hatte; also Notebook abstöpseln bzw. ausschalten. Und auf den Tablets ging natürlich auch nichts. Vom Telefon – das hier über die DSL-Leitung läuft – ganz zu schweigen.
Heute Mittag waren sie dann da, die Leute von der Firma Pohl, die hier im Landkreis die Telekom-Installationen durchführt. Nach einer SMS der Telekom hieß es zuvor, es gäbe Verzögerungen bis 25.12. … na toll. War aber nicht der Fall; die »zwei bis drei Werktage« des Technikers vom Freitag waren richtig. Und die Jungs waren gut und schnell – um 12.30 Uhr oder so lief DSL wieder, alles war gut … für fünf Minuten. Dann gab es noch einmal einen Abbruch – ab 13.40 Uhr läuft es aber wieder stabil.
Abschließend hoffe ich, dass die Glasfaserinstallationen fehlerfrei(er) laufen. Immerhin habe ich auch einen Zugang gebucht (und das Kabel liegt auch schon direkt am Haus). Wenn ich mir allerdings vergegenwärtige, was die Polen hier in Winnert angerichtet haben – kaputte Gehwege, ebenso kaputte Grünstreifen, Dreck überall, dazu die grundsätzlich möglichst dämlich geparkten Fahrzeugen, deren Motoren auch dann laufen mussten, wenn mit einer Nutzung überhaupt nicht zu rechnen war –, ja, dann habe ich so meine Zweifel. Aber gut, man wird sehen. Zur Not habe ich ja noch mein Mobilfunkequipment, von dem ich jetzt weiß, wie ich es zusammenschalten muss, dass was geht.
Kranke Hunde
Am Freitag, den 08.12., war es mal wieder so weit. Frauchen meinte, Naomi und Susi sollten mal wieder ein wenig miteinander spielen … und weg waren sie. Das war im Grunde schon wieder auf dem Heimweg.
Am unteren Beginn der roten Linie begann auch die Live-Aufzeichnung der Tracker, hier zunächst der von Naomi. Sie liefen dann – immer hübsch gemeinsam – nach Norden, blieben auch immer zusammen, allerdings in einem Waldgebiet, in das man mit dem Auto nicht hineinkam, weil noch tiefer Schnee lag.
Susi dürfte wohl wieder der Auslöser gewesen sein. Die Ähnlichkeit der Routen zeigt, dass sie immer zusammen geblieben sind.
Und auf den Detailabbildungen sieht man, wie sie im Wald herumgelaufen sind – und einmal sogar über die Landstraße zwischen Winnert und Ostenfeld.
Schluss war dann am Punkt mit der 1. Laut Frauchen konnten beide nicht mehr. Was daran lag, dass Susi sich verletzt hatte. Weshalb wir gleich danach zum Tierarzt (= Punkt 2) gefahren sind.
Knapp zwei Stunden hat das gekostet. Das besondere Problem war, dass ich zunächst nicht von daheim aus prüfen konnte, wo die Hunde sich aufhielten (zur gekappten DSL-Leitung gibt es einen eigenen Beitrag hier). Also mit dem Handy ins Auto und los. Und weil die beiden Mädels ziemlich erratisch in der Gegend herumrannten, war einerseits mit dem Auto nicht heranzukommen – Schnee lag noch (und nicht zu wenig), wie erwähnt –, und auch zu Fuß gab es keine Chance, denn sie waren viel zu schnell.
Gleichzeitig zeigte sich einmal mehr, dass die Tractive-App (Tractive ist der Trackerhersteller) zwar nett gemeint, auf dem Handy aber totaler Mist ist. Smartphones sind hier sowieso grenzwertig – ständig drängelt sich irgendeine dämliche App in den Vordergrund, ebenso dämliche Werbung ist immer wichtiger als die eigentliche Anzeige. Und dann machte auch mein Akku schlapp – und fertig.
Frauchen hat sie dann gefunden und dank einer völlig ungeeigneten Beschreibung durfte ich dann noch sinnlos in der Gegend herumgurken, um mit dem letzten Prozent Akkuladung (an der Autostromversorgung) doch noch herauszufinden, wo der letzte Standort war.
Susi bekam dann zwei Tage lang die Vorderpfoten verbunden. Entsprechend angepisst war sie dann, mochte damit nicht laufen, nahm ihre Leckerlis nicht mehr wie sonst, verhielt sich insgesamt alles andere als normal. Gleichermaßen Naomi, obwohl die nur ein wenig humpelte – wenn ihr der Sinn danach stand.
Inzwischen sind die beiden Mädels wieder fit. Und verhalten sich normal.
Tyson war schuld
Tyson ist ein Boxer. Aus der Nachbarschaft. Reinrassig. Er ist wohl noch nicht sehr alt, ich weiß es nicht. Aber er ist das, was man gerne als Rüpel bezeichnet. Er ist stürmisch, seine Bremsen sind auch im Umgang mit Artgenossen nicht immer sehr gut. Er ist nicht böse, ganz im Gegenteil. Aber er ist halt stürmisch. Naomi mag das nicht. Susi hat mit ihm wohl weniger Probleme. Und gerade Susi lässt sich ja ungern eine Gelegenheit entgehen. Zum Beispiel, wenn Frauchen sie — wegen Tyson — von der Leine lässt, damit sie mit ihm … ähm, damit sie abhaut …
Nächster Tag, gleiches Spiel. Susi wieder voraus …
… und Naomi hinterher. Eigentlich langweilig.
Und wie gehabt stammt die rote Spur vom Live-Tracker.
Strawanzen
Nein, es ist kein Viech, keine Strawanze. Strawanzen ist ein süddeutscher Ausdruck für … hm … Rumtreiben, Stromern, Herumlaufen, Ausbüxen … Strawanzen halt. Und unsere beiden kleinen Weltmeisterinnen im Strawanzen waren wieder unterwegs. Mit Frauchen. Erst fast eingeschlafen, wie sie meinte, waren sie auf einmal unterwegs. (Die rot unterlegten Spuren zeigen an, welche Strecke sie mit „live“ geschaltetem Tracker zurückgelegt haben. Und am Beginn der geraden diagonalen Linie waren sie dann in meinem Wagen …)
Bemerkenswert ist immerhin, dass die beiden zusammen laufen — und das haben sie bislang immer gemacht. Susi vorneweg, Naomi hinterher. Klare Aufteilung der Zuständigkeiten :)
Sechspacktag
Ein Denglinist (das sind die Germanisten, die kein Deutsch mehr können) würde das vermutlich »Sixpackday« oder richtiger »Sixpack Day« nennen. Der war heute, ist es vielleicht noch. Bis zuletzt. Denn:
Beim Einkauf in Husum heute morgen. Vor mir ein Kerl. Sechs Mariacron. Sechs Chantré. Sechs Kisten Veltins (mit Blei; gibt’s Veltins überhaupt ohne?). Hinter mir ein Paar mit sechs Kartons Underberg.
Und ich hatte nur sechs Bananen.
So sieht das aus
So sah es Mitte Juni auf einem Weg Richtung Wildes Moor aus, den ich oft mit Naomi und Susi beim Gassigang frequentiere. Die Strecke ist gut zu gehen, und Mitte Juni zeigten die Wegesränder noch, wozu die Natur fähig ist, wenn man sie lässt. Hochgewachsenes Gras, verschiedene Pflanzen, ein buntes Durcheinander, wenn auch inzwischen nicht mehr mit blühenden Blumen, die Insekten anziehen würden. Es sind in erster Linie Gräser. Aber es ist Natur und es ist ein schöner Anblick.


Gut zweieinhalb Wochen ist der Bewuchs verschwunden. Niedergemäht.


Ich verstehe den Sinn dieses Unsinns nicht. Ginge es um die Erzeugung und Ernte von Heu, könnte man sich immerhin noch fragen, ob es nicht ertragreichere Flächen gäbe. Aber die niedergemähten Pflanzen bleiben einfach liegen und hinterlassen optisch einen beinahe verwahrlosten Eindruck. Und es hat einfach keinen Sinn. Der Weg kann bestenfalls als landschaftlicher Fahrweg eingestuft werden; allenfalls Autofahrer ohne Navi oder voll Ignoranz fahren hier entlang, denn irgendwann landen sie im Wilden Moor, und das war’s dann. Die Traktoren, die hier meist fahren, stören sich am Bewuchs am Wegesrand so oder so nicht — sie mangeln notfalls einfach alles platt, wie sie das immer tun — und auch für Fußgänger ist das kein Hindernis — ich kann das als Gassigänger ja beurteilen. Was neben dem unschönen Anblick bleibt, ist die Gewissheit, dass hier wieder irgendjemand ein stinkendes, lärmendes und an diesem Ort völlig überflüssiges Gefährt ausführen durfte, um Sinnloses zu tun.
Heckmeck: Wenn Arschgeigen ein Werkzeug benutzen
Die Hecken waren in einwandfreiem Zustand. Grün, dicht, ohne gelbe Blätter oder irgendwelche Lücken. Ein schöner Anblick. Aber Schönheit ist bekanntlich im Auge des Betrachters. Und Arschgeigen, die aus einer grünen, dichten, schönen Hecke so was machen, sind blind:

Und blöd.
Dummerweise macht die Natur keinen Unterschied. Sonst würde ich mir vielleicht mit Erfolg wünschen, dass solche Unholde zuerst am Sauerstoffmangel verrecken, wenn die letzten Grünpflanzen vernichtet worden sind.
(Man beachte übrigens auch den schön gelb zurechtgemähten Rasen — bzw. das, was davon übrig ist. Dergleichen Rasenflächen kann man hier zuhauf finden. Aber über die Mähdioten zu schreiben, ist Gegenstand eines anderen Beitrags.)
[Susi] Runde für Runde
Wenn Naomi ihren Schwimmtag hat, mache ich mit Susi Runden, die so groß wie möglich sind – damit sie Auslauf bekommt und ich auch mehr machen kann, als gemächlich spazierenzustehen, während die beiden Moize gemeinsam die Gegend zerschnüffeln.
Am 21.06. haben wir uns den Lehmsieker Wald vorgeknöpft, einmal mehr. Die Runde hat den Vorteil, auch an sonnigen Tagen sehr schattenreich zu sein. Am 21.06. war das Wetter gut, nicht zu warm, nicht zu windig. Und Susi war gut drauf. Sie rannte förmlich, und die Strecke – hier im Uhrzeigersinn gegangen –, für die ich mal leicht anderthalb Stunden veranschlagt hatte, schafften wir in einer Stunde und zehn Minuten.

Eine Woche später war Susi nicht so gut drauf, hatte ich jedenfalls den Eindruck: Sie war langsamer, schnüffelte häufiger als sonst. Und so kürzte ich die Strecke am westlichsten Punkt ab, indem wir nicht – wie eigentlich geplant – geradeaus weiter gingen – dann hätte die Strecke Ähnlichkeit mit der vom 21.06. gehabt –, sondern der zum Glück wenig befahrenen Asphaltstraße folgten und dann in den Wald zurückkehrten.

Aber auch diese Runde hatte ihren Charme und ihren Vorteil. Wir bekamen beide unsere Bewegung, und es war immer noch mehr, als wären Naomi und Susi gemeinsam unterwegs gewesen wären. Ich weiß die Gelegenheiten jedenfalls zu schätzen und zu genießen.