Franke covert Franke

Thomas Frankes (Buchgestalter) Holzstichcollagen für die Gestaltung der Science-Fiction-Werkausgabe des Herbert W. Franke (Schriftsteller)

Herbert W. Franke (1927–2022) war einer der bedeutendsten Science-Fiction-Autoren deutscher Sprache und einer der verkanntesten. Seine Beschäftigung mit Computergrafik und Computerkunst schon in den frühen 70er-Jahren, als an die heutige Verbreitung der kleinen Maschinen noch nicht zu denken war, verhalf ihm sein Sinn für das Unerwartete, Erstaunliche und Wunderbare dazu, die Möglichkeiten technischer Entwicklungen auszuloten und in realutopische Geschichten zu übersetzen.
»Die Räume des Handelns und Erlebens, die mit moderner Technik auf der Basis der Naturwissenschaft erschlossen werden, sind weitaus fantastischer als alle Hexen, Monster und Zauberer aus der Märchen- und Sagenwelt.«
Der Verlag p.machinery gibt seit ein paar Jahren die Gesamtausgabe der Werke Herbert W. Frankes heraus.
Thomas Franke, weder verwandt noch verschwägert, hat die Buchcover entworfen. Mit seinen unverwechselbaren Holzstichen präsentiert er seine Interpretation der Geschichten seines Namensvetters.

Die Ausstellung ist seit 20. April 2023 in unserer Buchhandlung zu sehen. Sie endet am 23. August 2023 mit einer Werkpräsentation Herbert W. Franke.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch
Das Team der Altstadtbuchhandlung
Hartmut Löschcke
—
Altstadtbuchhandlung Büchergilde
Inh.: Hartmut Löschcke
Breite Str. 47
53111 Bonn
0228-63 67 50

Blickpunkt Frankreich

Die vierte Online-Ausgabe des Kurzgeschichtenmagazins für internationale Storys widmet sich französischen Science-Fiction-Geschichten und ihren Autoren:

Michael K. Iwoleit (Ed.)
VERNE’S HEIRS
Snapshots of French Science Fiction
InterNova Vol. 4 • 2023
p.machinery, Winnert, June 2023, 121 pages, PDF + eBooks
ISBN PDF: 978 3 95765 763 3
ISBN ePub 978 3 95765 764 0

Under the motto „Verne’s Heirs: Snapshots of French Science Fiction“ it includes the following stories:

Michael Shreve: Editorial
Claude Ecken: Paralysis
Claude Ecken: Team Spirit
Pierre Pelot: First Death
Jean-Louis Trudel: The Way to Compostela
Jean-Claude Dunyach: Paranamanco
Jacques Barbéri: The Soul of Scanners
José Moselli: The City in the Abyss
Maurice Renard: Them!
Jean-Claude Dunyach: The Hitch-Hiker’s Guide To French Science Fiction

InterNova #4 has just been uploaded. This time it’s a theme issue about French science fiction, compiled in collaboration with translator Michael Shreve and French sf veteran Jean-Claude Dunyach.

It includes stories by Claude Ecken, Pierre Pelot, Jean-Louis Trudel, Jean-Claude Dunyach and Jacques Barbéri, two rediscovered classics by Maurice Renard and José Moselli with introductions by Michael Shreve and an exclusive update of Jean-Claude Dunyach’s „Hitch Hiker’s Guide to French Science Fiction“.

Available online at https://internova.worldculturehub.net/2023/05/19/may-2023 or for download (PDF, ePub, mobi, azw3) at https://www.pmachinery.de/internova/online/in04.zip.

#Science-Fiction #Internationale_Kurzgeschichten #International_Short_Stories #Frankreich #France

Erwähnt, erfreulich

Dieter Rieken hat geschrieben:

Auf TOR online (S. Fischer Verlag) hat Judith Madera einen lesenswerten Artikel veröffentlicht. Es geht um Ideen in der Science Fiction, »wie das Leben im Deutschland der Zukunft aussehen könnte«. Die möglichen Szenarien stellt sie anhand von 16 ausgewählten Büchern vor. Eins davon ist »Land unter« (von Dieter Rieken). Aber guck selbst: eine durchweg tolle Auswahl an aktuellen Titeln, unter anderem von Kris Brynn, Theresa Hannig, Aiki Mira und Uwe Post.

https://www.tor-online.de/magazin/science-fiction/deutschlands-zukunft-der-science-fiction

Dieter Rieken hat gelesen

Er schreibt:

Der Leseabend bei Thorsten Küpers „Brennenden Buchstaben“ hat Spaß gemacht. Die Aufzeichnung ist jetzt bei YouTube zu hören und zu sehen. Wer Thorsten Küper und Dieter Rieken beim Plauschen (und ihm beim Lesen) zuhören will, kann das ab 1:31:00 tun (40 Min.). Dieter Rieken liest aus seiner Novelle „Jonas und der Held Terranovas“, die in NOVA 33 erscheinen wird. Passend dazu entführt das Bühnenbild von Barlok Barbosa die Zuschauer und Zuhörer direkt in den Magen-Darmschlauch eines Walwurms …

Space, Crime and Monsters

Gabriele Behrend liest

Und zwar heute, am 03.06., ab 20 Uhr im Second-Life-Kreativdorf. Sie liest aus ihrem aktuellen Roman »Die vom Glück Verdorbenen« in einem Bühnenbild von Barlok Barbosa. — Nach Gabriele ist dann Ju Honisch dran.

Die Links:
* Ton über den Discord-Server der Brennenden Buchstaben: https://discord.gg/P3x79Xw
* Live-Video-Übertragung auf Youtube unter https://www.youtube.de/brennendebuchstaben
* SLURL: https://maps.secondlife.com/secondlife/Port%20Genieva/51/108/22?fbclid=IwAR2Xc954GDJZGpN-Je55-t1dNynkBPU4S0MpBX7t4y5VMECmcLFZkpzVbBU

Wat mutt, dat mutt

Es war klar, dass mit dem »Zef’ihl, der vom Himmel fiel« noch nicht Schluss sein konnte. Dafür war die Geschichte um Adriaan Deneersen, der auf der Flucht auf einem Planeten landete, auf dem menschenähnliche Wesen in einer mittelalterlichen Kultur leben, landete und sich etablieren konnte, zu offensichtlich auf eine Fortsetzung ausgelegt. Nachdem er seine Rolle und seinen Platz gefunden hatte, zog der Alltag ein. Zwei Jahre lang …

Die Fortsetzung ist quasi ein Klassiker. Im ersten Buch ging es darum, die Figur in seinen neuen Kulturkreis zu integrieren, aber schon damals war klar, dass seine Häscher nicht aufgaben (so sagte es schon der Klappentext). Dass ihm dann ganz jemand anderes auf die Spur kommt, ist das etwas Unerwartete an der zweiten Geschichte, in der der »Zef’ihl in den Himmel stieg«, nicht ganz freiwillig selbstverständlich. Und wie es sich gehört, nähert sich diese Geschichte ganz im Sinne eines klassischen Plots mit einigen ordentlichen Winkelzügen – vulgo: Wendungen – dem Ende, das der eine Leser erwarten kann, der andere möglicherweise überraschend findet.

Und irgendwo versteckt sich da doch noch ein Cliffhanger, oder? Auf jeden Fall bin ich nicht nur als Verleger, sondern auch als Leser der Ansicht, dass Adriaans Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist.

Bohn, Dieter, DER ZEF’IHL, DER IN DEN HIMMEL STIEG

Keine Wut

Ich kenne Frank Gerigk nicht persönlich, aber unser Kontakt per Mail währt schon lange (und ich bin mir nicht sicher, ob wir in der Vor-Mail-Ära nicht schon brieflichen Kontakt miteinander hatten … das ist soo lange her …). Aber wenn ich ihm Attribute zuschreiben müsste, dann gehörte Geduld dazu. Vor vielen Jahren schon – ich traue den Angaben meines Dateisystems nicht, das Daten aus 2007 und 2008 liefert; damals hatte ich die Reihe »AndroSF« noch gar nicht auf dem Schirm. Andererseits habe ich da ZIP-Dateien aus 2017 liegen … immerhin … Und dann gibt es da noch die »Vereinbarung« vom Januar 2008, ein Vorläufer zu meinen heutigen Autorenverträgen … Also doch so lange her …

Wie auch immer, vor vielen Jahren schon hatten wir gemeinsam die Absicht, Storys aus Franks Feder zu veröffentlichen. Projektiert waren sogar zwei Bände – ich habe die Daten noch auf dem Server liegen –, aber sie kamen nie zustande. Die Jahre vergingen – wie Jahre eben so vergehen –, und irgendwann verschob ich die beiden Projektverzeichnisse in das »Papierkorb« benannte Verzeichnis, irgendwo sicher, dass daraus nichts mehr werden würde …

Aber ich hatte mich getäuscht – und die Geduld des Frank G. Gerigk verkannt. Im Dezember 2021 schlossen wir einen (neuen) Vertrag (diesmal meinen richtigen Autorenvertrag) über ein (!) Buch mit seinen Kurzgeschichten, keine Komplettsammlung – wie ursprünglich einmal geplant –, sondern eine Art »Best-of«. Und im Gegensatz zum ersten Projekt (2008 ff.) gingen die Arbeiten an dem Buch diesmal regelrecht fix vonstatten.

Lektorat – geringfügig –, Korrektorat – in nicht unüblichem Umfang –, Vorbereitungen zum Layout. Die Frage nach dem Titelbild beantwortete Frank mit Hinweisen, die Klaus Brandt umsetzte. Damals war Frank noch nicht selbst auf dem Grafiksektor aktiv. Und in den letzten Wochen dann hatte ich eine Art Produktionsrausch – der auch noch anhält, aber das ist eine andere Geschichte –, der dann auch endlich Franks Sammlung »GESETZTHEITEN« mit seinen »neunzehn Gadgets« regelrecht zum Opfer fiel.

P.S.: Und mit »Silberhand« und »Sternschnuppe« sind im Buch auch zwei Erstveröffentlichungen enthalten.

Gerigk, Frank G., GESETZTHEITEN

Hinterm Mond 2023

Hinterm Mond 2023
4. Tag der Science-Fiction-Literatur in Ostfriesland
im Kulturspeicher in Leer
Sonnabend, 7. Oktober 2023, 15 Uhr
mit Thorsten Küper, Aiki Mira, Jol Rosenberg und Gerhard Wiechmann.

Zum vierten Mal wird der Kulturspeicher in Leer/Ostfriesland bei »Hinterm Mond 2023« zum Treffpunkt von Science-Fiction-Fans aus ganz Deutschland. Den 4. Tag der SF-Literatur am Sonnabend, 7. Oktober, gestalten Thorsten Küper (Herne), Aiki Mira (Hamburg) und Jol Rosenberg (Berlin), die aus ihren Werken lesen werden, sowie Gerhard Wiechmann (Oldenburg), der einen Vortrag über Reichsflugscheiben und Nazi-Ufos halten wird.
Veranstalter von »Hinterm Mond« ist der Journalist Norbert Fiks. Er hat seine zahlreichen Kontakte ins deutsche Science-Fiction-Fandom genutzt, um ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen. Dieses Mal wird aktuelle SF deutscher Autorinnen und Autoren mit einem historischen Thema in Kontrast gesetzt.
»Hinterm Mond 2023« im Kulturspeicher in Leer beginnt  am Sonnabend, 7. Oktober, um 15 Uhr. Karten zum Preis von 15 Euro können online unter blog.fiks.de/hinterm-mond bestellt werden.

Thorsten Küper, Jahrgang 1969 und im Hauptberuf Lehrer in Herne, schreibt seit Anfang des Jahrtausends Kurzgeschichten für Anthologien und Magazine wie Nova, Exodus, c’t und Spektrum der Wissenschaft. Mehr als 20 Mal wurde er für den Kurd-Laßwitz-Preis und den Deutschen Science-Fiction-Preis nominiert. 2019 gewann er die beiden begehrten Preise mit seiner Kurzgeschichte »Confinement«. Thorsten organisiert seit 2010 mit seiner Frau Kirsten Riehl virtuelle Lesungen in Second Life, bei denen bisher rund 250 Schriftsteller, Verleger, Herausgeber, Künstler und Musiker aufgetreten sind. Gemeinsam mit Frederic Brake moderiert er die Fantastiktalkshow »Talkien«, zu sehen unter www.youtube.de/BrennendeBuchstaben.

Aiki Mira lebt in Hamburg und – nach eigenen Angaben – in der Science-Fiction. Gleich drei Storys von Aiki wurden 2022 für den Deutschen Science-Fiction-Preis und für den Kurd-Laßwitz-Preis nominiert. Das hat vorher niemand geschafft. Mit der Story »Utopie27« gewann Aiki beide Preise. Zusammen mit den beiden Künstlern Uli Bendick und Mario Franke gab Aiki die Anthologie »Am Anfang war das Bild« heraus, die 2022 ebenfalls für den Kurd-Laßwitz-Preis nominiert war und den zweiten Platz erreichte. Im zu Ende gehenden Jahr 2022 erschienen zudem zwei SF-Romane von Aiki: »Titans Kinder. Eine Space-Utopie« sowie »Neongrau. Game Over im Neurosubstrat«. Im Web: www.aikimira.webnode.page

Jol Rosenberg landete 1976 auf der Erde und lebt in Berlin. Jol bloggt auf www.jol-rosenberg.de mit dem Schwerpunkt deutsche Science-Fiction und schreibt vorwiegend in diesem Genre. Kurzgeschichten erschienen in Anthologien und Zeitschriften, unter anderem in Queer*Welten, c’t und der Anthologie Future Work. Jols Romandebüt »Das Geflecht. An der Grenze« erschien im Herbst 2022 im Verlag ohneohren, darauf folgt im Herbst 2023 – und hoffentlich rechtzeitig zu »Hinterm Mond 2023« – ein Roman-Zweiteiler, ein Hope-Punk-Werk, beim Verlag Plan9. Jols Markenzeichen: der Hut.

Gerhard Wiechmann, Lehrbeauftragter an der Carl-von-Ossietzky-Universität, ist Experte für Militär-, Marine- und Filmgeschichte mit einem Faible für die Science-Fiction und speziell der SF-Filme der DDR. »Perry Rhodan« war die Einstiegsliteratur, mit Claus Ritters »Kampf um Utopolis« von 1989 begann sein historisches Interesse an SF. 2022 wurde Gerd nicht nur über Konzepte deutscher »asymmetrischer« Kriegführung im 19./20. Jahrhundert habilitiert, sondern es wurde auch sein Buch »Von der deutschen Flugscheibe zum Nazi-UFO« veröffentlicht, das sich mit den »Metamorphosen eines medialen Phantoms« befasst. Möglicherweise wird das Thema ausgebaut unter dem Aspekt einer Geschichte der Military-SF.


Gerhard Wiechmann – Foto: Foto Ventura Oldenburg

»Hinterm Mond 2023 – 4. Tag der Science-Fiction-Literatur in Ostfriesland« wird veranstaltet von Norbert Fiks, Wagnerstraße 25, 26789 Leer.