So viel Neues ist natürlich nicht nur aufregend, die Aufregung ist auch anstrengend. Und so findet Susi auf dem Sofa die erste Gelegenheit, sich zu entspannen. Der erste Abend im neuen Heim. (Sie schläft gut durch. Und macht morgens keine Hektik. Nach wie vor ist es Kim, die zuerst wach wird.)
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Neue Heimat?
So kommt man auf den Hund
Tja. Wir haben uns eigentlich einen anderen Hund angeschaut. Toby. Rüde. Anderthalb Jahre alt. Leider ein recht schreckhafter Schisser, wie es aussah, als wir ihn gestern trafen. Und so gar nicht passend zu unserer Naomi, die selbst nicht ganz ohne Schreckhaftigkeit ist. — Und wie das so ist, in dem Rudel, das wir trafen, war auch sie. Su heißt sie, oder Sue — wir werden sie wohl Susi rufen. Wir wissen noch nicht viel von ihr, außer, dass sie keine Angst vor Männern zu haben scheint und sich ohne großen Aufwand anfassen ließ. Susi also. Unsere Nummer 3.
Am Donnerstag wird sie uns besuchen und dann sehen wir weiter. Wenn es ihr bei uns gefällt, wird sie gleich bleiben.
Heute ist ihr Tag
Heute ist Welthundetag. »Hunde begleiten den Menschen schon seit vielen Generationen. … Hunde helfen Blinden, suchen nach Sprengstoff oder Drogen, finden verschüttete Personen und können sogar Menschen therapieren. Für all die Hilfe und Freude, die uns die Vierbeiner spenden, ehren wir sie mit dem internationalen Welthundetag«, kann man im Internet lesen, wenn man nach dem Stichwort »Welthundetag« googelt.
Aber nicht allen Hunden geht es so gut wie meinen beiden. Das Hundeelend weltweit ist so groß wie das Tierelend insgesamt. Auch daran sollte an einem solchen Tag gedacht werden.
Ruheplatz
Sonnenplatz
Unsere Hunde haben ihre Plätze. Viele Plätze. Sie dürfen überall hin. Menschen, die ihre Hunde aus bestimmten Bereichen aussperren, sollten sich vielleicht keinen Hund anschaffen. Aber das ist nicht mein Thema. Unsere Hunde dürfen. Und Naomi mag die Sonne. Ich erwähnte es schon. Sie ist halt Griechin und kennt sich mit Sonne aus.
Nachtrag: Das Faszinierende an ihr ist dabei, dass sie auch über ein griechisches Temperaturempfinden zu verfügen scheint. Während Kim, ebenfalls schwarz, sehr schnell in der Sonne hechelt, weil ihr — natürlich — warm wird, legt sich Naomi auch mal bei 35 Grad im Schatten in die pralle Sonne. Und nicht nur für fünf Minuten. Und dabei hechelt sie nicht einmal. Vielmehr liegt sie dann in der prallen Sonne und der Hitze und genießt ganz offensichtlich die Wärme. Eine Griechin, voll und ganz, durch und durch.
Lieblingsplatz
Kim und ihr Ikea-Sessel. Seit der bei mir im Arbeitszimmer steht, ist sie sehr oft in meiner Nähe. Und seit sie ihre Rampe hat (eine von dreien, wie schon erwähnt), ist es viel leichter für sie geworden, den Sessel zu erklimmen. Vorher stand sie immer davor und sah mich an, damit ich hier hinaufhelfen konnte. Sollte. Tat.
Id-duet
Ne Rampe
Alt werden ist nicht schön. Nicht immer. Nicht in jeder Beziehung. Das gilt nicht nur für Menschen. Das gilt auch für Hunde. Aber wenn der Hund einen guten Menschen hat, hat er es ein wenig einfacher, als wenn er allein wäre.
Von diesen Rampen — eine echte Sonderfertigung, kein Produkt aus einem Maschinenpark, sondern von einem Holzverarbeiter traditionellen Handwerks — haben wir derzeit zwei in Verwendung; eine dritte ist bestellt. Sie sind für Kim gedacht, die in ihrem Alter — am 11. November wird sie 12 Jahre alt — und bei ihrem körperlichen Zustand — sie ist halt alt — nicht mehr so einfach auf ein Sofa oder zu uns ins Bett hupft, wie sie das früher konnte. Die Rampe hilft: 40 cm hoch und etwa 90 cm lang, belegt mit einer rauen Oberfläche, erleichtert ihr das Erklimmen ihrer Lieblingsplätze ungemein. — Billig sind die Dinger indes nicht. Aber wer sparen will, sollte sich keinen Hund anschaffen.
Wer hat Angst vorm bösen Blick?
Wer das für einen bösen Blick hält, kennt freilich meine Naomi nicht:
Denn in der Tat ist das der Ausdruck des Genusses. Naomi, Griechin bis auf die Knochen, liebt es, auch bei hohen Temperaturen in der Sonne zu liegen. Und hier ist es ein nie wirklich als solcher zum Einsatz gekommener Couchtisch im Schlafzimmer, auf dem an einem sonnigen Nachmittag die Sonne steht. Und eine der einfachsten Übungen, Naomi im Haus zu finden, ist es, zu schauen, wo die Sonne hereinscheint. Die Wahrscheinlichkeit, die kleine Griechin dort zu finden, ist ausgesprochen hoch.


