Gemächlich, der Tag

Am Morgen scannte ich die am Vortag sortierten privaten Dokumente. Dabei fiel mir eine Lebensversicherung in die Finger, an die ich nicht mehr gedacht habe.

Ich testete eine im Juni gekaufte Dokumentenkamera vom Typ Optoma DC554. Zum wiederholten Male. Und zum wiederholten Male funktionierte sie nicht. Ich schrieb eine Reklamation:

  1. Die Fernbedienung funktioniert nicht. Trotz Wechsel auf definitiv nagelneue Batterien reagiert das Gerät nur dann auf die Fernbedienung, wenn man sie direkt und nicht weiter als 3 cm entfernt vor den Sensor hält, der sinnigerweise auf der Rückseite des Geräts direkt neben dem Stecker für das Netzgerät angebracht ist.
  2. Die Tasten »Playback« und »Menü« auf dem Gerät haben keinen erkennbaren Effekt; das Menü ist nicht erreichbar, Einstellungen können dort nicht vorgenommen werden.
  3. Das Bild lässt sich nicht vernünftig auf Standardformate einrichten, z. B. auf DIN A4. Das Objektiv ist beim Format A4 unter anderem so weit von der Vorlage entfernt, dass Probleme gem. Punkt 4. entstehen:
  4. Aufnahmen aller Vorlagen, vor allem aber von DIN-A4-Seiten sind grundsätzlich verzerrt, d. h., gewölbt. Das führt zu Unschärfen an den Außenrändern der Vorlage (jeweils ein Drittel links und rechts, die Mitte ist auch nur leidlich scharf). Das Problem lässt sich nicht beheben.

Fazit: Bedauerlicherweise ist die Kamera nicht geeignet, Dokumente in einwandfreier und langfristig nutzbarer Qualität zu fotografieren, vor allem auch nicht in größeren Stückzahlen. Das Filmen von Videos ist nicht beabsichtigt.

Und verpackte das Stück versandfertig. Benutzen kann ich sie ja sowieso nicht.

Dann musste ich eine Software reklamieren, die ich erstanden hatte. Ein Paket Adobe CS6. Ältere Version, klar, aber die enthaltene InDesign-Version hätte für meine Zwecke gereicht. Die Seriennummern erwiesen sich allesamt als ungültig, und auch in einer virtuellen Maschine ohne jede Verbindung zur Außenwelt (virtuelle Netzwerkkarte deaktiviert) stellte die Software nach 7 Tagen den Dienst ein.

Die Lebensversicherung wurde einer Prüfung unterzogen und zum Verkauf freigegeben. Angebote wurden angefragt, es wird sich zeigen, ob sie sich verkaufen lässt. Es ist eine ehemalige Direktversicherung, eine berufliche Altersversorgung, längst beitragsfrei, aber manche Anbieter wollen sie partout nicht haben, andere äußern sich diffus und ungenau. Kündigen kann ich sie am Ende immer noch. Es macht einen Unterschied, jetzt eine fünfstellige Summe zur Verfügung zu haben oder ab 2024 monatlich knapp 90 Euro.

Der mittägliche Gassigang war herrlich. Länger als ursprünglich geplant – einfach anders abgebogen – und praktisch ohne Autoverkehr. Doch – ein Traktor, ein Pkw, beide Raser, wie üblich. Aber sonst war es sonntäglich still. Und sonnig, wenn auch kühl.

Mein Autohaus bekam eine E-Mail. Der Passat und der Skoda Roomster brauchen Service für Kleinigkeiten. Winterreifen aufziehen bzw. kaufen, eine Inspektion für den Roomster. Ich schreibe gerne auf, was ich will und lasse mich dann von einem schreibfaulen Servicemitarbeiter anrufen. Spart Zeit und Mühen, spart auch Korrekturen von Fehlern, weil man nicht an alles gedacht hat.

Ich habe eine Leviadecke bestellt. Irgendwo gab’s einen Gutschein. 12 % auf den Kaufpreis. 175 statt 199 Euro. Die Leviadecke wiegt 9 kg, hat eine Glaskugelfüllung und soll die Schlafqualität verbessern. Nachdem ich mit meiner 0815-Normaldecke unzufrieden bin, will ich das mal ausprobieren. Es gibt auch 3-von-5-Sterne-Bewertungen, lustigerweise einige mit dem Tenor »zu warm« und andere mit dem Tenor »zu kalt«. Ich bin gespannt. (Wer schauen will: www.leviadecke.de.)

Zum Abschluss des Tages konnte ich die Fahnenkorrektur für »Das Alien tanzt Walzer«, die von Ellen Norten herausgegebene Anthologie, beenden. Morgen komme ich vielleicht dazu, den Rest zu erledigen. Mal sehen.

Gemächlich war der Tag, wenn auch nicht langweilig. Ich bin zufrieden mit dem Geleisteten, und das macht den Tag besonders. Schön.

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