Kruse, lass dir Zeit

Axel Kruse ist einer meiner ältesten Autoren – also einer der Autoren, die am längsten in meinem Verlag veröffentlichen – und er scheint mit meiner Arbeit zufrieden. Ich bin es mit seiner auch, da gibt es nichts zu meckern. Seine Geschichten würde ich als »klassische SF« einstufen; es findet sich ein bisschen Space Opera, ein wenig Hard-SF, und im aktuellen Band »Seitwärts in die Zeit« (AndroSF 37) halt Zeit(reise)geschichten, Geschichten, die sich um freiwillige und unfreiwillige Zeitreisen drehen, um Paradoxa und das bei solchen Dingen übliche Gedöns. Aber er hat durchaus Neues zu bieten, keinen kalten Kaffee, keinen alten Tee, seine Geschichten bieten durchaus neue Variationen einer in der SF alten und gutsituierten Thematik. Mir hat vor allem die Titelgeschichte gefallen, ein »very, very, very extended Rerereremix« der Geschichte, mit der unsere »Beziehung Autor <> Verleger« angefangen hat, wenn ich mich recht entsinne. Langer Rede kurzer Sinn:

Details wie immer beim Verlag auf der Buchseite. Das Titelbild hier:

Achja, falls sich jemand über den Titel dieses Beitrags wundert: Es ist vielleicht ein wenig indiskret – andererseits macht Axel selbst auch kein Geheimnis daraus –, aber Axel hat in diesem Jahr zwei Herzproblemsituationen gehabt und ist dem Schnitter letztlich einmal mindestens im letzten Moment von der Schippe gesprungen. Es gibt keinen besonderen Grund, außer vielleicht, dass wir eine Autor-Verleger-»Beziehung« haben, aber ich mache mir um die Autoren aus meinem Programm, von denen ich weiß, dass es ihnen nicht so gut geht (oder auch nur besser gehen könnte), schon so meine Gedanken. Sorgen eigentlich. – In diesem Fall verbinde ich sein neues Buch, das ich verlegen durfte, mit dem Wunsch und der Bitte: »Lass dir Zeit …« Denn auch du, mein lieber Autor, bist mir wichtig.