Und noch ein Erler

Vor einigen Tagen hätte Rainer Erler seinen 92. Geburtstag gefeiert. Wir wissen, woran es gescheitert ist. Aber das bedeutet nicht, dass unsere Veröffentlichung einiger weiterer Romane aus seiner Feder nicht mehr erfolgen sollte. Ganz im Gegenteil. Und dieser Tage ist es so weit:

Rainer Erler
DIE KALTENBACH-PAPIERE
AndroSF 194
p.machinery, Winnert, September 2025, 316 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 466 3 – EUR 23,90 (DE)

Dem BKA wird ein Hinweis in die Hand gespielt: Drei Plutonium-Sprengköpfe werden bald, so vermutet man, auf dem Schwarzmarkt auftauchen. Um zu verhindern, dass diese todbringenden Waffen in falsche Hände geraten, soll der ehemalige Waffenhändler Istvan Kaltenbach engagiert werden.

Doch der verfolgt ganz andere Pläne. Kaltenbach hat sich nach einem missglückten Attentat auf seine Familie an die portugiesische Atlantikküste zurückgezogen. Dort will er nur noch eines: ein friedliches Leben führen und die gemeinsame Zeit mit seiner Tochter Shannon genießen.

Mit einem Schlag holt ihn jedoch seine kriminelle Vergangenheit ein. Kaltenbach soll die Namen der Hintermänner liefern. Auch der Journalist Tom Severin ist an den Aktivitäten des Waffenhändlers interessiert und gewinnt das Vertrauen der Tochter. Für die Zwanzigjährige bricht eine Welt zusammen, als sie von den skrupellosen Geschäften ihres Vaters erfährt. Um jeden Preis will sie nun seine Pläne durchkreuzen.

#BKA #Bundeskriminalamt #Plutonium #Sprengköpfe #Schwarzmarkt #Waffen #Waffenhandel #Attentat #Hintermänner

Erler, Rainer, DIE KALTENBACH-PAPIERE

 

[DSFP 2025] Abgeräumt!

Meine p.machinery hat in diesem Jahr den Deutschen Science-Fiction-Preis (DSFP) regelrecht abgeräumt.

Einmal mehr hat Ralph Alexander Neumüller, der mit seinem Roman »Das Stoffuniversum« schon den DSFP 2024 für den besten SF-Roman eingeheimst hat, den besten Roman abgeliefert: Sein »Das zweigeteilte All« wurde als bester SF-Roman 2025 festgestellt und ausgezeichnet.

Bei den Kurzgeschichten ging es noch wilder zu. Nicht nur, dass Gabriele Behrend mit ihrer Story »Davy ’n‘ Jean« (aus »Rock Planet«, hrsg. von Marianne Labisch) die beste SF-Kurzgeschichte geliefert hat; unter den nachfolgenden weiteren neun Geschichten stammten weitere vier Storys aus p.machinery-Veröffentlichungen:

  1. Platz: »Ascheweg« von Robert Corvus, erschienen in »C.R.E.D.O.« hrsg. von Karl-Ulrich Burgdorf und Rainer Schorm;
  2. Platz: »Die Tür in den Sommer« von Ulf Fildebrandt, erschienen in »NOVA 34«;
  3. Platz: »Ich bin die Auferstehung und das Leben« von Heidrun Jänchen, erschienen in »NOVA 35«;
  4. Platz: »Gaia, allein« von Maximilian Wust, erschienen in »Science Fiction goes Punk«, hrsg. von Tessa Maelle, Mario Franke und Uli Bendick.

Es versteht sich von selber, dass auch alle anderen Platzierten ihre Platzierungen mit Fug und Recht verdient haben. Aber ebenso von selbst versteht sich, dass ich auf meine Autoren besonders stolz bin – und hier allen voran auf Gabriele Behrend, deren Schrifttum schon immer etwas Besonderes in meinen Augen war (und bislang möglicherweise noch viel zu wenig Beachtung fand), und natürlich Ralph Alexander Neumüller, bei dem sich meine seinerzeitige Entscheidung, sein »Stoffuniversum« zu veröffentlichen, mehr als Glücks-, nein, Volltreffer erwiesen hat.

Und ich gebe zu: Als ich die Mails von Franz Hardt mit den Ergebnissen bekam, habe ich ein paar Tränen der Freude zerdrückt.

[Zu den Buchdaten und ausführlichen Beschreibungen gelangt man, indem man auf die Coverabbildungen klickt.]

 

Wenn Wolkenkratzer laufen lernen

Ellen Norten
DER LANGE MARSCH DER WOLKENKRATZER
Science-Fiction- und fantastische Geschichten
AndroSF 224
p.machinery, Winnert, August 2025, 232 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 458 8 – EUR 19,90 (DE)
E-Book: ISBN 978 3 95765 689 6 – EUR 6,99 (DE)

In der Nacht der Wolkenkratzer beschließen die Hochhäuser Chicagos eine Wanderung nach New York. Dort wollen sie mit den angestammten Berühmtheiten, wie dem Empire State Building in Konkurrenz treten. Doch die Halbinsel Manhattan ist zu klein und die Gebäude nehmen sich gegenseitig die Optik, drohen umzustürzen … »Der lange Marsch der Wolkenkratzer« ist die titelgebende Geschichte dieses Sammelbandes mit fantastischen Geschichten und Science-Fiction, die die Leser aus ihrem sicheren Alltag auf unsicheres Eis führen, bis die Realität hinter ihnen bleibt.

Eine seltsame Vogelinvasion bedroht einen kleinen Ort an der Ostsee.
»Hinter den Fensterscheiben flogen ununterbrochen Störche hin und her und einige landeten auf den Fensterbänken des Rathauses. Dann löste sich ein Tier aus der Masse und schoss pfeilspitz auf den Kommissar zu. Ein scharfer Schmerz drang in seine Brust. ›Storchenmord‹ war das letzte, was ihm durch den Kopf ging« (aus »Storchenfest«).

Ellen Norten, geboren 1957 in Gelsenkirchen, ist promovierte Biologin. Als freie Wissenschaftsjournalistin arbeitete sie zunächst bei verschiedenen Hörfunksendern, danach folgte eine mehrjährige Tätigkeit bei der Fernsehsendung »Hobbythek«, auch vor der Kamera. In dieser Zeit entstanden ein Dutzend Sachbücher und Ratgeber. Seit 2010 tourt sie zusammen mit ihrem Mann mit dem Wohnmobil durch die Welt und beschreibt ihre Reiseerlebnisse in dem ungewöhnlichen Reisebuch »Conni Mainzelmann – wie ich die Welt sehe«. Sie rezensiert und schreibt Kurzgeschichten und Gedichte, die in diversen Anthologien und Zeitschriften veröffentlich werden. Außerdem beteiligt sie sich an Science-Slams. Passend dazu zeichnete und textete sie ihr Buch »Mein süßer Parasit«. 2023 kam ihr Debütroman »Jamila tanzt« heraus, in dem der Orient aus 1001 Nacht mit fantastischen Abenteuern spannend und geheimnisvoll verbunden ist. Als Witwe von Hubert Katzmarz, der ebenfalls aus Gelsenkirchen stammt, betreut sie dessen literarischen Nachlass, der 2022 von ihr als Gesamtwerk veröffentlicht wurde. Sie fühlt sich der Fantastik, dem Horror und der Science-Fiction besonders verbunden. Seit 2022 ist sie mit Michael Siefener und Andreas Fieberg Mitherausgeberin des fantastischen Storyreaders »daedalos«. 2024 trat sie erstmals mit Grafiken, Malerei und Objekten in ihrer Ausstellung »Grenzenlos« in Schköna an die Öffentlichkeit.

#ScienceFiction #Fantastik #Clowns #Zeitenwende #Klimagott #Blutrausch #Wolkenkratzer #Gipskopf #Paestum #Storchenfest #Fischrestaurant #Horrorthek #Azathoth

Norten, Ellen, Der lange Marsch der Wolkenkratzer

 

Das Vermächtnis des Thomas Ziegler

Thomas Ziegler
DIE SENSITIVEN JAHRE
Ausgewählte Erzählungen 1978–1990
Herausgegeben von Michael K. Iwoleit
Mit einem Nachwort von Ronald M. Hahn
Cutting Edge 5
p.machinery, Winnert, Juli 2025, 376 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 463 2 – EUR 27,90 (DE)
E-Book: ISBN 978 3 95765 685 8 – EUR 8,99 (DE)

Thomas Ziegler (bürgerlich Rainer Zubeil, 1956–2004) gilt allgemein als eines der größten Talente der deutschsprachigen Science-Fiction. Mit seinen Erzählungen, die ab Ende der Siebzigerjahre in Zeitschriften und Anthologien erschienen, gab er die Initialzündung zur Entwicklung einer neuen deutschen Science-Fiction, die sich durch aktuelle Themen, Lokalkolorit, regionale Schauplätze und politisch-soziale Brisanz auszeichnet. Auch als Chefautor der Perry-Rhodan-Serie, Übersetzer, Kritiker und Herausgeber sowie Krimi- und Fernsehautor hervorgetreten, verhinderte sein früher Tod ein Comeback in der Science-Fiction-Szene.

Die vorliegende Sammlung enthält eine sorgfältige Auswahl seiner besten Erzählungen, die seinen Werdegang von frühen vielversprechenden Magazinveröffentlichungen bis hin zu den Höhepunkten seines Schaffens an der Wende in die Neunzigerjahre dokumentiert. Erstmals nachgedruckt findet sich hier unter anderem die Urfassung seines preisgekrönten, von der Kritik hochgelobten Romans Die Stimmen der Nacht, einem der Hauptwerke der deutschsprachigen Fantastik. Alle Texte wurden für die Neuausgabe gründlich überarbeitet.

Titelbild von Tom Turtschi.

#Science-Fiction #Zeiten #Video #Welten #Sensitive_Jahre #Artefakt #Marathon #Delirion #Stimmen_der_Nacht #Methusalem #Lichtjahreweit #Reinkarnauten

Ziegler, Thomas, Die sensitiven Jahre

 

War alt, ist neu

Fabylon hat den Roman aus eher fadenscheinigen Gründen aus dem Programm geworfen.
Michael Iwoleit hat den Roman überarbeitet und erweitert.
Die p.machinery veröffentlicht die überarbeitete und erweiterte Neuausgabe.
Et voilà:

Michael K. Iwoleit
DER MOLOCH
Überarbeitete und erweiterte Neuausgabe
AndroSF 217
p.machinery, Winnert, August 2025, 348 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 442 7 – EUR 26,90 (DE)
E-Book: ISBN 978 3 95765 703 9 – EUR 8,99 (DE)

Mitte des 21. Jahrhunderts: Die Region Rhein-Ruhr ist zu einer riesigen Megapolis verschmolzen. Aus den USA wurde ein neues Prinzip gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Organisation importiert. Die Stadt ist in unzählige Franchise-Viertel unterteilt, wo mächtige Konzerne und Betreiber-Konsortien die Lebensbedingungen bestimmen. Aus aller Welt strömen Klimaflüchtlinge in die Stadt, die sich auf den wenigen Flecken unbeanspruchten Landes zusammendrängen.

Sina Anders, Veteranin einer Ärzteorganisation, steht mit dem Rücken zur Wand. Bei einem Krisenreferendum in Köln zerschlägt sich ihre Hoffnung, Sanierungsmaßnahmen für die Rheinuferslums durchzusetzen. Aus Verzweiflung läßt sich auf einen Deal mit ihrem zwielichtigen Ex-Mann ein, um wenigstens ihr sekundäres Ziel zu erreichen: die Finanzierung einer Expedition in eine Subville in Bochum, einer früheren Kohlezeche, wo die Ärmsten der Armen unter menschenunwürdigen Bedingungen ausgebeutet werden. Nachdem sie wochenlang verschwunden ist, macht sich ihr Lebensgefährte auf die Suche und kommt auf die Spur einer Verschwörung von ungeheurem Ausmaß.

Titelbild von Mario Franke

#Science-Fiction #Moloch #RheinRuhr #Rheinland #Ruhrgebiet #Megapolis #Franchising #Konzerne #Klimaflüchtlinge #Rheinuferslum #Expedition #Subville #Kohlezeche #Verschwörung

Iwoleit, Michael K., DER MOLOCH

REISSWOLF 51

REISSWOLF 51
Das fantastische Rezensionsmagazin
48 Seiten, DIN A5, Broschur mit Rückenstichheftung
ISSN 2942-1837
ISBN 978 3 95765 472 4 – EUR 4,95

Der »REISSWOLF« 51 enthält auf 48 Seiten Rezensionen zu Büchern von Kurt Vonnegut, Tessa Maelle, Mario Franke, Uli Bendick, Tricia Levenseller, T. Kingfisher, Reinhard Klein-Arendt, Michael Schmidt, Everina Maxwell, Tom Turtschi, Victor Boden, Kir Bulytschow, Achim Stößer, Cecy Robson, Gabriele Behrend.

Das gedruckte Exemplar gibt es beim Verlag und in seinem Buchladen zum Preis von EUR 4,95.

Download unter: https://www.reisswolf-magazin.de/edits/RW51komplett.pdf

#Science-Fiction #Fantastik #Fantasy #Horror #Rezensionen #Vonnegut #Malle #Franke #Bendick #Levenseller #Kingfisher #Klein-Arendt #Schmidt #Maxwell #Turtschi #Boden #Bulytschow #Stößer #Robson #Behrend

REISSWOLF 50

REISSWOLF 50
Das fantastische Rezensionsmagazin
44 Seiten, DIN A5, Broschur mit Rückenstichheftung
ISSN 2942-1837
ISBN 978 3 95765 471 7 – EUR 4,95

Der »REISSWOLF« 50 enthält als Jubiläumsnummer auf 44 Seiten keine Besprechungen zu Büchern, sondern Interviews mit Ellen Norten, Gernot Schatzdorfer, Kai Focke, Monika Niehaus, Thomas Harbach, Thorsten Küper, Ralph Alexander Neumüller, Detlef Klewer und Valentina Pfau.

Das gedruckte Exemplar gibt es beim Verlag und in seinem Buchladen zum Preis von EUR 4,95.

Download unter: https://www.reisswolf-magazin.de/edits/RW50komplett.pdf

#Science-Fiction #Fantastik #Fantasy #Horror #Rezensionen #EllenNorten #GernotSchatzdorfer #KaiFocke #MonikaNiehaus #ThomasHarbach #ThorstenKüper #RalphNeumüller #RalphAlexanderNeumüller #DetlefKlewer #Valentina Pfau

Konzeptänderung beim REISSWOLF

Die letzte Entscheidung, den REISSWOLF nur noch online anzubieten, hat sich nicht bewährt. Nicht, weil Interessenten weggeblieben wären, nicht, weil niemand mehr den REISSWOLF haben wollte — nein, weil es mir nicht gefallen hat. Demzufolge habe ich nun entschieden, dass der REISSWOLF wieder gedruckt wird — neben der üblichen Onlinepräsentation natürlich –, und die letzten Ausgaben werden nun auch noch gedruckt und quasi nachgeliefert. Das sind:

REISSWOLF 46 https://reisswolf-magazin.de/archive/172
REISSWOLF 47 https://reisswolf-magazin.de/archive/177
REISSWOLF 48 https://reisswolf-magazin.de/archive/181
REISSWOLF 49 https://reisswolf-magazin.de/archive/184

Die Ausgaben liegen bei bisherigem Umfang von 40 bis 44 Seiten und Kosten von EUR 4,95 für die gedruckten Versionen. Bis die Drucke fertig sind, werden ein paar Tage ins Land ziehen.

Zukünftig könnte es sein, dass die REISSWOLF-Ausgaben umfangreicher werden; angedacht sind Umfänge zwischen 80 und 100 Seiten. Das wird sich zeigen. Die Ausgaben sind dann entsprechend teurer; ich denke an EUR 7,95 für 80 Seiten und EUR 8,95 für 100 Seiten. Man wird sehen.

Es wäre schön, wenn sich weitere Abonnenten fänden, damit sich der ganze Aufwand auch lohnt. Wer abonnieren möchte, sende einfach eine Mail an michael@haitel.de. Ein solches Abo kann jederzeit auch mit einer einfachen Mail wieder gekündigt werden.

Sven Haupt zu den roten Schuhen

Sven Haupt, in der SF-Szene bekannter Autor und Preisträger, hat sich auf seinem Blog des Romans »Die Frau mit den roten Schuhen« von Gabriele Behrend angenommen. Und das ist bemerkens- und lesenswert:

Gabriele Behrend – Die Frau mit den roten Schuhen – Elektrischer Engel

Behrend, Gabriele, DIE FRAU MIT DEN ROTEN SCHUHEN