Keine Etikettenfrage

Es stand außer Zweifel, dass ich dieses Buch veröffentlichen würde. Nicht nur, weil es von Gabriele Behrend verfasst wurde. Aber auch deshalb, natürlich. Nein, der Hauptgrund war die Geschichte, eine sehr außergewöhnliche Geschichte, die viel mit Menschen und ihrer vielfältigen Psyche zu tun hat, die auch ein eindeutiges Science-Fiction-Element nicht nur enthält, sondern quasi als Treibmittel verwendet: die Technik, die unterschiedlichen charakterlichen Aspekte eines Menschen eindeutig zu definieren und zu unterschiedlichen Gruppen zusammenzufassen, um dem Menschen an sich die Möglichkeit zu geben, sich und sein Verhalten in den unterschiedlichsten Lebenssituationen optimal zu kontrollieren und zu gestalten. Diese Technik ist Science-Fiction, ganz eindeutig, und sie ist sogar mindestens zwei oder drei einschlägigen SF-Filmen angelehnt – nein, nicht geklaut, nicht abkopiert, aber es gibt Ähnlichkeiten, die unübersehbar sind. Das Produkt, das diese Technik erzeugt, ist jedoch neu. Gabriele Behrends Geschichte ist SF.

Das Problem für mich war das Label. Was heute auf dem SF-Rezensionssektor abgeht, verträgt eine Kuh nicht mal mehr als simples Leder. Bücher werden nicht mehr als Werk an sich gesehen, sondern zerlegt und dann häppchenweise durch den Schredder gedrückt, bis am Ende nur noch ein Matschfazit übrig bleibt. »Salzgras & Lavendel« war mir zu schade, um als Opfer von klischeeorientierten SF-Pseudofachleuten zu enden, und so war für mich früh klar, dass das Label nur meine Reihe »Außer der Reihe« sein konnte. Hier bekommt ein SF-Buch die Chance, auch von Leuten gelesen zu werden, die sich dank der Politik großer Verlage und der Kritik kleiner Geister vom Begriff »Science-Fiction« eher abgestoßen fühlen, weil sie inzwischen schon gar nicht mehr wissen, dass SF auch anderes umfasst, als Schlachten, Raumschiffe, Aliens, Thrill und Action. Wer freilich meint, dass Letzteres SF ausmacht, der sollte von diesem Buch die Finger lassen; es bestünde die Gefahr, neue Erkenntnisse über SF und Vorurteile zu gewinnen.

Kontroversi

Bislang hatte p.machinery nur einen Skandaltitel vorzuweisen. Nein, eigentlich zwei, wenn man das Titelbild von NOVA 29 mitrechnet (siehe hier und ab hier). Mit dem Skandaltitel ist »Inzucht und die denkbare Gesellschaft«, der als STORY CENTER 2010 im November 2010 erschienen ist – dank der Unterstützung von Armin Würfl und seiner Passauer Druckerei. Denn obwohl ich damals eigentlich Kunde und Partner von Books on Demand, Norderstedt, war, musste ich das Buch anderweitig drucken lassen, weil BoD die Produktion mit Hinweis auf den Inhalt des Buches ablehnte; wohlwissend, alleine nach dem Titel geurteilt zu haben, denn hätte man sich den Inhalt wirklich angesehen, hätte man festgestellt, dass die Storys allesamt frei von jeglicher Beanstandung – sieht man vielleicht von eventuellen qualitativen Gesichtspunkten ab – waren.

Nun hat p.machinery nachgelegt und den ersten Titel einer geplanten Reihe (Band 3 ist im Lektorat und Band 4 in Arbeit beim Schriftsteller, wie man hört) veröffentlicht, die es sprichwörtlich in sich hat. Entsprechend kontrovers sind auch erste Rezensionen ausgefallen, z. B. die von Judith Madera auf Literatopia. (Und auf die »Kritiken« im DSFP-Komitee gehe ich hier mal nicht ein, die sind ja nicht öffentlich.)
Auf die Literatopia-Kritik reagierte der Autor cool: »Natürlich wimmelt es in meiner Geschichte von Widersprüchlichkeiten – das fängt ja schon auf der Erzählebene an, wenn Adrian sich ständig selbst widerspricht. Natürlich sieht er zunächst überall nur Klischees, die aber sogleich wieder gebrochen werden. Menschen und Gesellschaften sind in sich widersprüchlich – genau das möchte ich mit diesem Buch bloßstellen. Welcher Standpunkt richtig oder falsch ist – oder ob die ›Wahrheit‹ eine ganz andere ist –, möge sich jeder selbst überlegen.«
Immerhin gibt es auch andere Reaktionen auf das Buch, das trotz seines Inhalts wohl keine Altersfreigabe nach FSK benötigt oder gar Gefahr läuft, auf dem Index zu landen (da finden sich heute an jedem Kiosk und für alle Altersgruppen zugänglich »schärfere« Objekte). Carsten Kuhr zum Beispiel hat sich auf Phantastik News deutlich positiver geäußert.

Ärgerlich für mich ist, dass hier nach »Land unter« von Dieter Rieken einmal mehr ein Titel auseinandergenommen wird, statt als Werk betrachtet zu werden. Natürlich gibt es in jedem Buch Aspekte, die man negativ kritisieren kann, aber im Fazit sollte auch aufscheinen, dass man das Gesamtkunstwerk als solches wenigstens erkannt hat.
Andererseits kann es mir auch gleichgültig sein. Ich habe ein Buch verlegt, das mir angeboten wurde und das mir gefallen hat. Natürlich könnte man argumentieren, dass ein mangelhafter Bucherfolg ein Problem – mein Problem – ist (und natürlich das des Autors). Andererseits sehe ich das Problem eher bei den Lesern, die keine sind und keine werden, weil sie sich von einer Kritik beeindrucken lassen, die um der Kritik willen verfasst wurde. Wie so oft in diesen Tagen. Vielleicht ist ausgerechnet Dieter Riekens »Land unter« schon vom Titel her bezeichnend für das, was in der deutschen SF-Leser-Szene heutzutage vor sich geht. Oder auch nicht geht.

Genug gemeckert. Lest das Buch und macht euch selbst ein Bild. Oder lasst es bleiben.

P.S.: Für die Freunde züchtigerer Abbildungen auf einem Buchtitel sowie für die Sittenwächter bei Facebook gibt es auch noch eine … nein, sogar zwei »heruntergefahrene« Versionen:

Durcheinander?

  • Gestern erfuhr ich durch Zufall, dass ich heute Vormittag einen Termin habe. Kimmischwimmi. Das sind Kims physiotherapeutische Schwimmrunden. Frau muss arbeiten, ich darf den Termin wahrnehmen. Zum Glück – oder auch nicht – gibt es keinen Gummianzug in meiner Größe (vor allem nicht mit meiner Schuhgröße 49), sodass die Physiotherapeutin das Schwimmen übernimmt. Und sehr gut macht. Kim ist beschäftigt, sie muss richtig arbeiten und ist hinterher fein ausgeruht. Feucht. Und fit. Aber ich glaube, sowas berichtete ich schon.
  • Vorher konnte ich ein Lektorat beenden. Erste Runde, Military SF. Von einer sittsam bekannten Autorin, die in Sachen Genre aber ziemlich flexibel ist. Nein, ich sag den Namen nicht. Sie hat über sechzig Bücher verfasst. Vielleicht kommt ihr von selbst drauf. – Das Lektorat ist noch nicht zu Ende. Und wird lustig. Oder auch nicht. Die Entscheidung, Gendern zu akzeptieren oder nicht, überlasse ich dem Verlag. Ich finde es in einem belletristischen Werk nicht richtig, aber im Zweifelsfall kann ich mehr als Kritik nicht anbringen. Ich bin nur der Lektor, nicht der Autor.
  • Mittagsgassi fiel wegen Kimmischwimmi aus. Auch für Naomi. Ohne Kim mit Naomi Gassi zu gehen, ist aussichtslos. Selbstquälerisch. Sie hat keinen Spaß dran. Ich auch nicht. Also fiel es aus.
  • Nach der Mail an die Autorin fiel ich irgendwie in ein Loch. Ich wusste nicht, womit ich weitermachen sollte.
  • Also sortierte ich Unterlagen. Zettelkram. Sachen, die noch zu erledigen waren. Der elende Papierhaufen, den ich letztens vom Schreibtisch in ein Regal verbannt habe. Wodurch er nicht kleiner wurde.
  • Dann versuchte ich, das Lexware-Formular für meine global:epropaganda auf die neue Version, die ich letztens erstellte, umzubauen. Erfolglos. Der Formularbereich, auf den die Makros zugreifen, lässt sich jedenfalls mal nicht einfach kopieren. (Hinterher wurde mir klar, dass das schon okay war; nur die Makros hätte ich auch kopieren müssen.)
  • Gassigang, große Runde. Ich war lange nicht mehr hinten über die Äcker gelaufen. Hinten heißt: Richtung Norden. Das ist Frauchens Territorium, wo sie jeden Morgen Freilauf zelebriert. Jeden Morgen die gleiche Strecke. Mich würde das irgendwann irremachen. Aber heute war das gut. Allerdings ohne Freilauf, weil mir Kims Gehopse den Rest gegeben hätte (längere Story, muss ich andermal erzählen). Die Sonne schien, es war recht warm, schön einfach.
  • Wieder daheim wurden die Hunde umgerüstet. Ein anderes Halsband für Kim. Dazu der Maulkorb, noch in meiner Hand. Und ab zum Tierarzt. Für Kim standen Routineimpfungen an. – Wir mussten eine Stunde warten, trotz Termin. Unsere Tierärztin kann sich über Kundschaft nicht beklagen. Kim schlug sich tapfer, wenn auch wie üblich: Maulkorb an, mit Widerstand rauf auf den Tisch, Kim festhalten, damit sie nicht abhaut. Die Azubine hörte nicht richtig zu und entkam Kims Zugriff gerade eben. (Wenn der Maulkorb »dicht« ist, ist er immer noch hart; und Kim ist nicht zimperlich, wenn sie sich wehrt.) Interessante Erkenntnis: Obwohl sie sich aufführt, als ginge es ihr ans Leben, ist ihr Herzschlag völlig normal. Typischer Fall von Rumzicken. »Bockig«, meinte die Tierärztin und entschuldigte sich unnötigerweise.
  • Daheim nervte Kim, indem sie ständig hinter mir herrannte. Erst als ich sie anschnauzte, gab sie Ruhe. (Und jetzt, da ich dies schreibe, liegt sie irgendwo und schläft.)
  • Am Ende gelang es mir doch noch, das global:epropaganda-Formular für die Lexware herzurichten. Wer das Layout sehen möchte, kann sich ja ein Angebot von mir machen lassen. Gehe dazu auf www.globalepropaganda.de und schau dir an, was ich so anbiete.

Kindergefängnis

Der Buchblock des zweiten Bandes zu den verlassenen Orten ist fertig. Nach »DIE ZUKUNFT und andere verlassene Orte« heißt er »KINDERGEFÄNGNIS und andere verlassene Orte«, ist wiederum herausgegeben von Corinna Griesbach und enthält neben vierunddreißig Storys mit häufig eindeutig fantastischem Einschlag achtzehn der sensationellen Fotografien des Sebastian Schwarz. Details zum Preis stehen noch nicht fest, und auch das Titelbild ist noch nicht fertig. Aber eines der Fotos kann ich hier zeigen. Als Teaser.

Ein einfacher Tag  

Letztens monierte ich die Fragmentierung eines Tages. Heute war die Struktur simpel:

    • 1 Lektorat
    • 2 Gassigänge
    • 1 Layout

Das Lektorat betraf ein neues Manuskript, das mich auch noch zwei, drei Tage – oder länger, das weiß man ja nie – beschäftigen wird. Ich bin mir noch nicht schlüssig, wie ich vorgehe. Zunächst habe ich mich zu einem nicht zu brutalen Lektorat entschieden, aber im Hinterkopf habe ich den Gedanken, da noch ein zweites, härteres Lektorat anzusetzen, weil der Text immer wieder sehr aufgeblasen wirkt, sehr redundant, erfüllt von für die Handlung nicht wichtigen Phrasen. Nicht immer, aber doch immer wieder. Ich werde mich nach dem ersten Lektorat und einer Rücksprache mit dem Autor entscheiden.

Die Gassigänge waren feucht und kühl. Der erste Gang im Ruheforst bei Ostenfeld war anstrengend und dauerte länger als erwartet. Aber den Hunden tut das genauso gut wie meinem Blutzuckerspiegel. Letzterer war leider nicht ganz so gut wie erhofft. Der zweite Gang ging hier in Winnert durch die sogenannte Siedlung, ein recht junger Ortsteil. Schmerzen im rechten Knie führten zu langsamem Schlendern, was Naomi zu schamlosem Dauerschnüffeln an wirklich jedem Büschelchen ausnutzte. Aber gut. Das ist ihre Leidenschaft. Ich gönne mir ja auch die meine, selbst dann, wenn Naomi das nicht mag. (Wobei ihr meine Leidenschaften de facto wurscht sind, sieht man von Gassigängen mit Schnüffelchancen ab.)

Das Layout war die Fortsetzung der Arbeiten an »KINDERGEFÄNGNIS und andere verlassene Orte«. Es geht voran. Es fehlen noch circa 30 Seiten für die erste Runde. Danach gibt’s die Fahnenkorrektur inklusive Behebung von Layoutfehlerchen.

Heute ist Montag. Das Fernsehprogramm steht also fest: »Inspector Barnaby«. Wir haben wohl alle Folgen inzwischen drei, vier, sechs Mal oder häufiger gesehen. Wir haben irgendwann aufgehört zu zählen. Aber montags muss das sein.

Frankmentur

Der Tag war fragmentiert.

Eigentlich war ein weiterer ScanDay geplant. Schon vom Vortag verschoben. Und morgens endgültig gestrichen. Der Ersatz war wieder lauter Kleinkram. Druckaufträge für drei Hornsignale-Ausgaben. Und dann immerhin die restlichen Korrekturarbeiten am Franke-Buch »Das Gutenberg-Konzil«. Fertig fürs Layout.
Einkäufe. Futterhaus. Famila.

Termin mit den Hundemädels beim Tierarzt.
Kim sollte angeschaut werden, wie es ihr geht, wie sie läuft. Blutabnahme, um die Nierenwerte noch einmal zu testen; zuletzt waren die Harnsäurewerte zu hoch. Ansonsten geht es ihr gut. Und sie hat sich supertapfer geschlagen. Das ehemals superängstliche Mädchen schlägt sich immer besser.
Naomi wurde geimpft, bekam die Krallen gekürzt. Bei ihr nutzen sie sich nicht schnell genug ab, da muss immer wieder nachgeholfen werden. Und so ganz geheuer war ihr nicht, was vielleicht daran lag, dass sie so lange hat warten müssen – ohne Kim, die sie schon vermisst, wenn sie drei Meter entfernt hinter einer Behandlungszimmertür verschwunden ist. Arme Maus. Wenn Kim einmal über die Regenbogenbrücke geht, wird das ein Fiasko; aber wir bereiten uns vor.

Später wurde ich dann doch noch produktiv. Vorbereitungsarbeiten laut Checkliste für drei Bücher aus der »SF-Werkausgabe Herbert W. Franke« ­– neben dem »Gutenberg-Konzil« stehen auch die Bände 14, »Paradies 3000«, eine Kurzgeschichtensammlung, und 15, »Tod eines Unsterblichen«, ein Roman, zur Veröffentlichung an. Ich plane, alle drei Titel auf einen Rutsch herauszubringen. Mir geht das alles viel zu langsam.

Später begann ich dann mit dem Layout am zweiten Band zu den »verlassenen Orten«, wieder mit Fotos von Sebastian Schwarz und diesmal »KINDERGEFÄNGNIS und andere verlassene Orte« betitelt. Wie Band 1 – »DIE ZUKUNFT und andere verlassene Orte« – sind es 292 Seiten, und wieder wird es nur ein Hardcover im Querformat.

Ein fragmentierter Tag. Frankmentiert. Und doch erfolgserlebt.

Franke und Gutenberg

Herbert W. Franke und Johannes Gutenberg kennen sich nicht. Andererseits wäre das vielleicht eine witzige Idee für eine Kurzgeschichte. Aber die Namen haben etwas zu tun, wenn in den nächsten Wochen der (vorgezogene) dreißigste Band der »SF-Werkausgabe Herbert W. Franke« erscheinen wird. Neben sensationellen Storys aus Herberts Anfangszeiten – vor dem sittsam bekannten »grünen Kometen« – haben die Herausgeber der Werkausgabe, Ulrich Blode und Hans Esselborn, auch Storys zusammengestellt, die noch nicht in einem Buch zusammengefasst erschienen sind. Darunter befindet sich auch die Geschichte »Das Gutenberg-Konzil«, die diesem Sonderband den Titel geben wird.

Heute habe ich die Vorbereitungsarbeiten fürs Layout, vor allem das Korrektorat, vorangetrieben.

Erledigungsmeldungen

  • Der erste Buchblock – traditionell zur Fahnenkorrektur bestimmt – der Anthologie »Das Alien tanzt Walzer« ist fertig und wurde heute an Ellen Norten, die Herausgeberin, zur Begutachtung – und gerne auch Fehlerauffindung – gemailt. Das war das Buch, das ich letztens »aus lauter Verzweiflung« zu layouten begonnen habe.
  • »AntiquaRiot 2«, mein Beitrag zur FAN 130, ist auch fertig, an den OH gemailt, ausgedruckt und für die Post vorbereitet.
  • Meine Frau hat mir ja wieder nichts erzählt. Deshalb war mein erster Alleintermin bei der Hundephysio Andrea eine Überraschung. Einen Gummianzug in meiner Größe für den Pool gibt es nicht – aber Andrea erwartet auch nicht zwingend, dass die Kunden mit dem Hund ins Wasser gehen. Sie macht das auch. Das allerdings ist echte Arbeit für Kim gewesen – denn Frauchen mit ihrem Laissez-faire- und Spieltriebbefriedigungsstil ist halt doch eine andere Hausnummer. Bei Andrea wird richtig gearbeitet. Und Kim hat das wie immer toll gemacht.
  • Morgen ist ScanDay.
  • Und ich hoffe, der Telekomiker, der hoffentlich morgen auch wirklich erscheint, findet den Fehler, der mir die Geschäftsbeziehung zu Vodafone derzeit ziemlich verdirbt. Aber das ist keine Geschichte für heute.

STORY CENTER: Storys im Zentrum

Die »Reihe« STORY CENTER hat eine lange Tradition. Die erste Ausgaben, die mir vorliegt, ist ein STORY CENTER EXTRA aus dem August 1995, zusammengestellt und herausgegeben von Jürgen Thomann, und dem Vorwort ist zu entnehmen, dass diese Ausgabe eine Art »Reboot« des zuvor schon existierenden STORY-CENTER-Projektes darstellte.

2006 wurde STORY CENTER, zuletzt betreut von Arno Behrend, endgültig eingestellt – jedenfalls was die direkte Beschäftigung des SFCD mit dieser Reihe anging. Ich übernahm den Namen und die Idee für meinen Verlag p.machinery, und 2009 ging es mit »Das Wort« (AndroSF 4) und »Boa Esperança« (AndroSF 5) weiter – und gleich erfolgreich, denn Matthias Falke konnte mit der Titelstory »Boa Esperança« den Kurzgeschichten-DSFP 2010 gewinnen.

In den nachfolgenden Jahren erlahmte dann die Erscheinungsfrequenz – aus den unterschiedlichen Gründen. Die ursprünglichen Jahresausgaben ließen sich nicht durchhalten, sodass die Angabe einer Jahreszahl entfiel. Und zwischendurch gab es längere Pausen, bis 2020 gleich drei STORY CENTER erschienen: »NUMMERN« (AndroSF 110), »KALTES KLARES WASSER« (AndroSF 114) und nun »PYROMANIA. DAS WELTENBRENNEN« (AndroSF 112).

Und es ist noch nicht zu Ende, denn mit »Das Erz der Engel« liegt noch eine zur Veröffentlichung bereite Anthologie vor, an der sich Detlef Klewer mit bekannt geschickter Hand ausgetobt hat.

Aber im Augenblick ist erst einmal die »PYROMANIA« im Zentrum der Aufmerksamkeit.