Unbeweisbare Rechenfehler

Walter-P. Brunner
IM STERNZEICHEN DES LÖWEN
Eine radiästhetische Hypothese der Menschheitsgeschichte

Ancient Mail Verlag Werner Betz, Groß-Gerau, Juni 2011, Paperback, 135 Seiten, ISBN 978 3 935910 85 9

VORBEMERKUNG
Das Buch gehört in meine Malta-Sammlung, wie sich zeigte, wobei ich nicht sicher bin, ob mich das glücklich machen oder in tiefste Verzweiflung stürzen sollte.

WORUM GEHT ES?
Der Klappentext bringt Licht in den sich bald verfinsternden Geist:

»Der Autor versucht mit diesem Buch etwas Licht in die geschichtliche und zeitliche Zuordnung von historischen Bauten und Artefakten zu bringen.
Dass dabei der Konflikt mit den festgesetzten Meinungen der Schularchäologie vorprogrammiert ist, ströt den geübten Radiästheten keineswegs. Vielmehr versucht er auf diesem Weg Paläontologen, Archäologen und Altertumsforscher zum Dialog, zu mehr Transparenz und zur Zusammenarbeit zu ermuntern.
Über die Radiästhesie erlangt er seine Kenntnisse zur Sintflut, Malta, Atlantis, Ägypten, Israel, Syrien bis in die Türkei und schöpft seine Erkenntnisse aus jahrelangen Erfahrungen mit der Materie, kombiniert mit seinen radiästhetischen Messungen vor Ort.«

Wow! – Aber tatsächlich vermittelt der Autor kein lückenlos durchgängiges, aber durchaus umfangreiches Behauptungswissen auf Grundlage seiner von ihm für richtig erachteten Grundtheorie einer Menschheit, die schon vor der Sintflut existiert haben soll.

WIE IST DER STIL?
Leidlich, wie bei solchen Autoren häufig der Fall. Autoren, die schreiben können und solche Themen verarbeiten, heißen Berlitz und von Däniken und haben einen Haufen Kohle mit ihren Werken verdient. Walter-P. Brunner (d. i. Walter Paul Brunner) wird das wohl nicht tun.

WAS GEFIEL NICHT?
Es ist schwer, hier einen Anfang zu finden.
Nicht gefallen hat mir natürlich das fehlende Korrektorat, das fehlende Lektorat und das fehlende Layout. Aber in dieser Hinsicht zeigt der Ancient Mail Verlag zumindest Konsequenz im Nichthandeln.
Größtes Manko ist auch das für solche Autoren typische Herumgehacke auf arrivierten Wissenschaftlern und deren Erkenntnissen. Selbstverständlich ist die C14-Methode zur Altersbestimmung völlig untauglich; natürlich ist sie nicht perfekt, aber sie liefert immerhin Anhaltspunkte, wenn sie auch mit umso größerer Vorsicht zu genießen sind, je älter ein untersuchtes Objekt ist. Aber die radiästhetische Methode, die Brunner nicht mal kurz beschreibt – er verweist auf existierende Literatur – liefert völlig beweisfreie Ergebnisse: »Ich habe mit meinen radiästhetischen Messungen herausgefunden, dass das Objekt XYZ so und so alt ist – e basta!« Die Methode ist nicht einmal daran gebunden, dass man ein Objekt des begierlichen Wissens in Händen hält; nein, der Autor empfiehlt sogar, falls man in einer unruhigen Umgebung seine »Messungen« durchführen müsste, einfach Fotos zu machen und die »Messungen« dann in aller Ruhe daheim durchzuführen. Und nirgendwo finden sich Beweise, Messunterlagen, Referenzdaten, es werden nicht mal wirkliche Vergleiche gezogen, nichts miteinander in Bezug gesetzt, sieht man davon ab, dass der scheinbar zentrale Angelpunkt, um den sich letztlich alles dreht, die (angebliche) Sintflut 21343 und 21342 vor Christus zu sein scheint.
Und am meisten hat mich das dumme Zeug geärgert, das Brunner über Malta schreibt. Nicht nur, dass er von einer Landbrücke zwischen Malta und Tunesien faselt – die es ganz sicher gegeben hat, als das Mittelmeer komplett trockengelegt war –, auch die Annahme, Malta könne die Reste von Atlantis darstellen, ist wie die meisten Atlantistheorien völlig an den Haaren herbeigezogen.
Des Autors Vorgehen ist einfach und fast schon clever. Man legt alle relevanten Ereignisse so weit in die Vergangenheit, dass die C14-Methode definitiv nicht mehr funktionieren kann, postuliert eine Sintflut mit einem genauen Datum – es fehlt eigentlich nur die Uhrzeit des Anfangs und des Endes – und behauptet, dass die gesamte Menschheit damals untergegangen ist, und es bis ca. 12000 vor Christus gedauert hat, bis sie sich wieder aus der Finsternis erhoben hat.
Dass die biblische Sintflut auch in Wirklichkeit stattgefunden hat, ist für mich unzweifelhaft Fakt. Ich persönlich halte mich daran, dass es am wahrscheinlichsten ist, wenn die damalige Menschheit vorrangig – aber nicht ausschließlich – im vorderen Orient ansässig war, dass die Sintflut nichts anderes darstellt als das Volllaufen des Mittelmeerbeckens; und dass fantasievolle Schriftsteller seinerzeit gleich noch den Untergang eines fantastischen, nun aber nicht mehr beweisbaren Reiches Atlantis hinzudichteten, auch das passt zu sogar heute noch üblichen Handlungsweisen von Journalisten und anderen Schreiberlingen.
Aber dass seinerzeit die gesamte Menschheit – bis auf wenige Ausnahmen, es musste ja danach irgendwie weitergehen – untergegangen sein soll, halte ich einfach für Blödsinn. Berücksichtigt man das Alter und die frühe Entwicklung ostasiatischer Hochkulturen, so dürften diese durch ein volllaufendes Mittelmeerbecken kaum in irgendeiner Weise beeindruckt worden sein.

WAS GEFIEL?
Nichts.

EIN PAAR ZITATE GEFÄLLIG?
Wie immer sind diese Zitate bzgl. Tipp- und Rechtschreibfehlern nicht verändert; auch evtl. Hervorhebungen stammen aus dem Buch, es sei denn, es ist anders vermerkt.

Die teilweise erschreckend auseinanderklaffenden Jahreszahlen gegenüber der klassischen Schularchäologie bewogen mich dann allerdings dazu, dieses Werk unter dem Titel „Im Sternzeichen des Löwen“ und dem Untertitel „Eine radiästhetische Hypothese der Menschheitsgeschichte,“ gemäß meinen Recherchen und Auswertungen festzuhalten. Dabei geht es hier vor allem um die Zeit vor und unmittelbar nach der Sintflut. Um die schockierende Tatsache etwas abzuschwächen, dass ich eigentlich in das Zeitalter des Paläolithikums eingreife, beschloss ich mich für den oben genannten Titel, da dies rückdatierend in die Zeitepoche zwischen 40’000 – 30’000 vor unserer Zeitrechnung eingreift.
(Prolog, S. 7)

[…] Zudem ist der ernsthaft bemühte Radiästhet oftmals von anderen Besuchern in seinen Recherchen gestört und abgelenkt. Eine volle Konzentration ist deshalb kaum gegeben. Wo immer möglich, sollte man deshalb alles fotografisch festhalten. […] Die in aller Ruhe „im stillen Kämmerlein“ durchgeführten Recherchen und Messungen werden umso schneller zum Erfolg führen.
Man konzentriere sich an Ausgrabungsstätten und in Museen möglichst auf das Allerwesentlichste. Auch lohnt es sich, wiederholte Besuche der anvisierten Ziele zu unternehmen, sofern dies möglich ist. Dies ist sinnvoll und hilft die mentale Aufnahme von Schwingungen zu festigen.

(Prolog, S. 8)

Max Planck hatte es bewiesen, dass alle Materie eine effektive Schwingung hat. Deshalb ist es auch kaum erstaunlich, dass wir nur wenig Brauchbares über wissenschaftliche Erklärungen des Phänomens der Radiästhesie finden.
(Was ist Radiästhesie, S. 11)

Alles beruht auf Schwingungen. Jeder Stein, Pflanze, Lebewesen, alle Metalle und Elemente, kurzum, alles beruht auf dem Potential der Schwingungen, welche unveränderlich, bis zur kompletten Zerstörung beziehungsweise der entsprechenden Umwandlung, Gültigkeit haben.
(Der genetische Code, S. 11)

Um nochmals Max Plank zu zitieren: „Materie an sich gibt es nicht. Es gibt nur den unsichtbaren, unsterblichen Geist als Urgrund der Materie, den ich mich nicht scheue, Gott zu nennen.“ Dies ist bereits reinste Esoterik.
Leider wird bei den Wissenschaften aller Zweige die Radiästhesie in die Ecke des Aberglaubens abgedrängt. Zumindest wird diesem Zweig insofern keine Bedeutung beigemessen, da die Resultat oft nicht belegbar oder wiederholbar sind. Dabei sollte jeder Lehrstuhl in den Universitäten sich mit der Esoterik ernsthaft auseinander setzen. […]

(Der genetische Code, S. 12)

Er (Jacques Bergier, Anm. d. Rez.) vertritt die Meinung, dass die Intelligenz, wenn sie ein gewisses Niveau erreicht hat, unweigerlich zur geheimen Wissenschaft mutiert.
(Der genetische Code, S. 13)

[…] Die C14-Methode kann im besten Fall einen annähernden Hinweis zur Datierung geben, wenn alle Parameter stimmen, und die Datierungen 14’000 Jahre möglichst nicht übersteigen. Selbst da müssen Abweichungen von über 20% des Effektiven als gültig angesehen werden.
Selbstverständlich ist daselbst zuzugestehen, dass auch die Radiästhesie Abweichungen unterworfen sein kann, jedoch niemals in diesem Ausmaß. Eine Abweichung von 5 – 10% kann gegebenenfalls in Betracht gezogen werden. Dies vor allem dann, wenn gewisse Fragmente oder ganze Steinquader ersetzt oder ausgetauscht wurden. […]

(Fragwürdige Datierungen, S. 16 f.)

Damit sei aufgezeigt, dass die Radiästhesie immer Bestandteil der baulichen Vorhaben war und erst durch das fundamentalistische Gebaren der meisten Weltreligionen oder durch Diktaturen und Potentaten zum Erliegen gebracht wurde. Wenn früher alle Sakralbauten nach radiästhetischen Gesetzmäßigkeiten gebaut wurden, so wurden diese Erkenntnisse spätestens mit der katholischen Inquisition und der Reformation durch Luther, Calvin und Zwingli massiv zerstört. Denn, so war der Tenor, dies sei Teufelswerk.
[…]
Das Entscheidende an der Radiästhesie ist, dass diese wunderbare Wissenschaft weder von den Ägyptologen noch von den Archäologen wahrgenommen wird. Sie verbannen diese unisono als Hokuspokus in die Kiste der Märchen. […]

(Radiästhesie und Vergangenheit, S. 18)

Nochmals möchte ich hier zusammenfassend festhalten und klarstellen, dass jegliche Datierung von historischen und prähistorischen Bauten, basierend auf irgendwelchen Spuren von Samen, Körnern, Knochen, Holz- oder Essensresten usw. nicht erfolgen darf, da diese eine schlüssige Folgerung auf das Alter der Anlagen nicht zulässt. Würden sich die buddelnden Damen und Herren frühzeitig genug intensiv mit der Radiästhesie auseinandersetzen und sich diese Kenntnisse zu nutzen machen und würden sie diese Gesetzmäßigkeiten erkennen und akzeptieren, so wären sie sicher immer wieder bass erstaunt über die relative Genauigkeit solcher Messungen. […]
(Radiästhesie und Vergangenheit, S. 23)

Die vom Autor erarbeitete radiästhetische Datierung legt sich auf den Zeitraum von 21‘343 – 21‘342 BC fest.
(Zweites Kapitel, Die Sintfluten, S. 27)

Oder war es eine von Intelligenzien entfachte kriegerische Auseinandersetzung mit High-Tech Waffen, welche noch weit wirksamer waren als das gesamte atomare Arsenal der Gegenwart?
(Was ist schon geschehen?, S. 28)

[…] Somit mussten dabei jeweils links und rechts der Landbrücke von Malta, welche von Italien über Sizilien bis nach dem heutigen Libyen/Tunesien reichte, zwei vom Niveau her recht unterschiedliche Binnenseen existiert haben. […]
(Was ist schon geschehen?, S. 30)

[…] Mit der einströmenden Wucht (der Sintflut, Anm. d. Rez.) verschlangen die Wassermassen auch höher gelegene Orte und die Landbrücke von Malta wurde mit Sicherheit komplett überspült, so dass jegliches Leben ausradiert wurde. Auch drang die Flut mit Sicherheit weit in die Wüste Sahara und auch bis ins Niltal ein, wie man an Erosionsspuren und Sedimentablagerungen feststellen konnte. Dies zeigt sich in Ghar Dalam in Malta auf eindrücklichste Weise. […]
(Was ist schon geschehen?, S. 31)

Die bekannte Höhle von Għar Dalam entstand definitiv nicht durch eine Sintflut biblischen Ausmaßes.

[…] Auch wurden die meisten Tempelanlagen in Malta im Jahre 21‘343/2 BC zerstört oder zumindest nicht mehr benutzt. […]
(Was ist schon geschehen?, S. 31)

Die Tempelanlagen Maltas waren zu dieser genannten Zeit wohl nur in der Fantasie des Autors schon erbaut.

Sämtliche Megalithbauten fielen der Zerstörung im Jahre 21343/2 BC, der mutmaßlichen Sintflut, anheim! Gleichzeitige tektonische Höhenverschiebungen und ein gigantischer Vulkanausbruch waren, wie Ablagerungen beweisen, hierfür mitverantwortlich.
Da ich mich aber lieber auf Fakten berufe und mich nicht auf Traumreisen begeben möchte, verbleibe ich lieber auf dem Boden, oder besser gesagt an der Schwelle der Realität zum Irrealen. Deshalb schließe ich hiermit meine Gedanken zur Sintflut.

(Wir können es nicht wissen, sondern nur vermuten!, S. 37)

Megalithbauten in Malta
Gemäß Schularchäologie Jungsteinzeit bis max. 5‘000 BC

Radiästhetische Datierungen:

Megalithbauten                      Dauer der Bauzeit
Tarxien Tempel-Anlage               34‘283 – 34‘258 BC
Hal Saflieni Hypogäum „Heiligtum“   25‘260 – 25210 BC
Ganze Anlage[1]                     25‘300 – 25‘200 BC
Kordin III                          26‘468 – 26‘439 BC[2]
Hagar Qim                           34‘246 – 34‘212 BC
Mnajdra                             34‘926 – 34‘898 BC
Ta Hagrat M’garr[3]                 27‘853 – 27‘836 BC
Ta Cenc                             34‘573 BC
Gharb                               33‘468 BC
Ggiantija[4]                        32‘623 – 32‘597 BC

(Drittes Kapitel, Malta, S. 39)

[1] Gemeint ist die ganze Anlage des Hypogäums von Hal Saflieni.
[2] Wo sind Kordin I und II in dieser Auflistung?
[3] Die Ortschaft schreibt sich Mgarr; der gemeinte Ort ist der auf der Hauptinsel.
[4] Richtige Schreibung: Ġgantija.

Die vom Autor hier präsentierten Jahreszahlen entbehren wirklich jeder vernünftigen Grundlage. Schon seine Behauptung, die Megalithtempel (Maltas) seien durch die Sintflut – wann auch immer sie stattgefunden hat – zerstört worden, ignoriert völlig den heutigen Zustand der Ruinen.

Wenn wir über Malta sprechen, so wirft sich sofort die Frage auf, war da früher das ehemalige Atlantis, welches einst für die übrige Welt fast sang- und klanglos im Meer versank? Wenn – ging es dann wirklich so sang- und klanglos unter? Bei meinen radiästhetischen Untersuchungen in Malta war ich aufgrund des Alters der Megalithbauten gezwungen, mich ein wenig mit der historischen Vergangenheit auseinander zu setzen.
Nehmen wir die minimalen noch vorhandenen Schriften zu Hilfe, so finden wir doch noch einige Hinweise, dass es Atlantis gewesen sein könnte. Leider gingen de wirklich glaubwürdigen Texte vor unserer Zeitrechnung entweder verloren, wurden verbrannt oder mutwillig zerstört. […]

(Malta oder Atlantis? Trotzdem etwas Geschichte, S. 40)

Der zuvor zitierte Passus wird dann mit einer umfangreichen Auflistung fortgesetzt, welche Bibliotheksbestände wann von wem zerstört wurden, gefolgt von der neuerlichen Feststellung politischer und religiöser Gründe dafür, dass die alten Unterlagen nicht mehr existieren.
Aber:

Beim genauen Durchlesen dieser vielen Überlieferungen und mannigfaltigen Übersetzungen und Interpretationen müssen sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sehr viele Fehler eingeschlichen haben. Die radiästhetischen Messungen und die großen Jahreslücken von historischen Bauten zwischen rund 22‘000 Jahren BC und 12‘000 Jahren BC sprechen dafür. – […]
(Solon und Psonchis, S. 43)

[…] Wir haben nur noch drei halbwegs intakte Volksgruppen, welche seit mehr als 60‘000 Jahren zusammenhängend existent sind und die uns aus der Vergangenheit etwas erzählen können. Es sind dies die Dogon aus dem Südwestsudan, dem heutigen Mali, […]
(Indogene Völker, das Erbe des vergangenen Wissens!, S. 48)

Nicht nur, dass der Sudan nicht unwesentlich südlicher reicht als Mali – zwischen beiden Ländern liegen noch so unwesentliche Territorien wie Niger und Tschad.

[…] Da die radiästhetische Auswertung ergab, dass beinahe alle Megalithbauten in den Jahren 21‘343 – 21‘342 BC zerstört wurden, so entspricht dies wiederum dem oben erwähnten Zeitfenster der globalen Katastrophe. […]
(Malta, S. 50)

Auch ist nur wenigen Eingeweihten bekannt, dass Malta alleine mit einem unterirdischen Tunnelsystem von ca. 120 – 160 km Länge durchsetzt ist. Ein Tunnelsystem, keineswegs auf natürliche Weise entstanden. Diese Tunnels sind meist so eng, dass ein erwachsener Mensch kaum in der Lage wäre, diese zu durchkriechen.
Da aus Sicherheitsgründen das Betreten und Bekriechen diese Systeme strikt verboten ist, sind meines Wissens auch praktisch eine Nachforschungen und Vermessungen gemacht worden. […] Es ist mit Sicherheit anzunehmen, dass das gesamte unterirdische Tunnel- und Röhrensystem in direktem Zusammenhang mit den bisher entdeckten Megalithbauten einst gestanden hat. Diese Tatsache (!! – Anm. d. Rez.) lässt vermuten, dass die gesamten Anlagen verbunden waren oder teilweise immer noch sind, und dass dadurch mit Hilfe der geo-elektromagnetischen Felder sowie den tellurisch-kosmischen Schloten unterirdisch von Anlage zu Anlage unter Ausnutzung dieser Kräfte die vorhandenen Wassermassen einst verschoben und genutzt werden konnten. […] Viele Kilometer dieses unterirdischen Tunnel- und Röhrensystems sind nicht ausgetrocknet und stehen unter großem Wasserdruck. Beim heutigen Bau von Tiefgaragen stieß man mancherorts auf dieses wasserführende System, das so hohen Druck aufwies, dass die Öffnungen nur mit großer Mühe abgedichtet werden konnten. Dass die maltesische Regierung hier nur wenig Anstrengung zeigt, dieses einwandfreie Süßwasser zu nutzen und lieber auf das Entsalzen von Meerwasser zurück greift, mag vermutlich mit dem Mangel an Fachleuten auf dem Gebiet der Hydrologie zu tun haben.

(Das große Tunnel- und Röhrensystem auf Malta, S. 53 f.)

Im Gegensatz zu den beiden Stätten M’neijdra – womit Mnajdra gemeint ist, Anm. d. Rez. – und Hagar Qim sind die Stätten von Ta’Cenc und Ghard noch fast im Urzustand. […]
Der Megalithbau von Gharb 33‘468 BC hat durch seinen natürlichen Erhalt, alles noch in situ, Energiezentren von 365‘000 BE
(Bovis-Einheit, Anm. d. Rez.).
(Weitere megalithische Bauten und Reste auf Malta und Gozo, S. 61)

In Gharb, einer Siedlung im Westen Gozos, gibt es keinen Megalithbau.

Ein weiteres Überbleibsel eines einstigen prähistorischen Megalith-Bauwerkes von 31‘860 BC ist noch im Innenhof des Hotels Dolmen in Quwara (Buggibba) an der Nordostküste von Malta zu besichtigen.
(Weitere megalithische Bauten und Reste auf Malta und Gozo, S. 61)

Tatsächlich handelt es sich hierbei eben um einen Dolmen, daher auch der Name des Hotels »New Dolmen« in Qawra (Buġibba ist der Nachbarort). Der lag im Übrigen ursprünglich nicht an seinem heutigen Standort, sondern wurde im Rahmen des Hotelbaus verlegt; ein Aspekt, den der Autor hätte beklagen müssen, hätte er ihn überhaupt recherchiert.

Im Folgenden befinden wir uns in Ägypten, wo es sich – natürlich – vorrangig um die Cheopspyramide und die Sphinx dreht:

Alte Ägypter waren verbraucht und von eingeschränkter Lebenserwartung. Zudem haben allzu viele Völker das Niltal erobert und bewohnt, als dass man diese alle als Ägypter bezeichnen könnte. Bei der Klärung der Frage, welche Gruppe denn die „Alten Ägypter“ repräsentieren, sind natürlich wieder einmal die emotionalen Gefühle gefragt. Meiner Meinung nach dürften sich die Bewohner etwa vom 1‘600 – 12‘000 BC als „die alten Ägypter“ bezeichnen und dies wäre mit den Vorstellungen der Archäologen in etwa identisch. Die Erbauer jedoch, waren junge kräftige und dynamische Individuen, welche ich als Bewohner dieser Region bezeichnen möchte, vorausgesetzt ich folge der Theorie, dass nur menschliche Wesen diese Bauten erstellten.
(Es waren mit Sicherheit nicht die „Alten Ägypter“, S. 83)

[…] Bedenken wir doch, dass die heutige Planung eines Projektes fast ein Drittel der Bauzeit in Anspruch nehmen kann. Deren approximative Zeitdauer wie oben beschrieben, wurde ebenfalls im radiästhetischen Zeitraum ermittelt.
(Wann wurde dann hier der homo sapiens in das Geschehen involviert?, S. 84; Hervorhebung durch d. Rez.)

Es wäre denkbar, dass diese Intelligenzien die Technik der Steinlevitation in irgendeiner Art beherrschten. Mit den heutigen bekannten Mitteln zu einer solch präzisen Einfügung sähe ich lediglich eine Möglichkeit in der Überflutung der Gänge und Kammern, in der Annahme, dass ein hohler Steinquader in der Größe von 4 m x 2,5 m x 2,5 m bei einem gewissen Niveau zu schwimmen beginnt, so dass man ihn bequem schieben und platzieren könnte. […]
(Das Serapheum, ein rätselhaftes Bauwerk, S. 87)

Auf der Suche nach den einstigen Kulturen, von welchen uns wohl bisher die deutlichsten Zeichen in den Bauten des Gizeh-Plateaus, dem Osireion und dem Serapheum übermittelt wurden, kam ich zu dem Entschluss, mich auf die weitere Suche in die Zeitepochen vor der von mir angegebenen radiästhetischen Sintflut von 21‘343/2 BC vorzuwagen.
(Auf weiteren Spuren des Löwen. Der mesopotamische Halbmond, S. 90)

Der Nimrod-Berg ist ein historisches Objekt, welches viel weiter zurück reichen muss, als dies die liebe Schularchäologie haben möchte. So wird der gesamte Berg schlicht und einfach dem Kummagenischen Reich zugeordnet, weil – man höre und staune – da eine leserliche Inschrift von König Antiochos dem I., welcher von den Beiden es auch immer gewesen sein mochte, gefunden wurde, […]
(Das Gebiet des Nimrod-Berges, S. 91; Hervorhebung durch d. Rez.)

Die Löwenskulptur, […] steht zeitlich gesehen in Zusammenhang mit der Sphinx und dem Gizeh-Plateau in Ägypten. Auch deshalb alleine schon dürfte eine Kohäsion dieser Verbindung gegeben sein. […] und bringt etwas mehr licht in das Dunkel der Geschichte, denn just in dieser Epoche stand wieder das Sternzeichen des Löwen im östlichen Zenit.
(Die lange Geschichte des Nimrod-Berges, S. 97; Hervorhebungen durch d. Rez.)

[…] Wann das Hethiterreich zu existieren begann, kann bis heute nicht nachweisen werden, sondern lediglich bis wann es existierte. […] Die Errichtung erfolgte 34‘260 BC, also zu einem Zeitpunkt, als das hethitische Großreich noch nicht existierte. […]
(Die Hethiter, S. 99 f.)

Es überraschte mich bei der Lektüre, dass man weiß, wann das Hethiterreich nicht existierte, aber nicht, wann es zu existieren begann.

Folgen wir den Theorien von Zecharia Sitchin, so wäre da zur Götterzeit eine außerirdische Raketenstation gewesen. […], ist schon alleine aus den Fakten herauszusehen, dass zu keiner Zeit in der Antike, die man zurück verfolgen kann bis zum Jahr ca. 13‘000 BC je eine Kultur oder ein Volk die Fähigkeit besessen haben könnte, mittels der Technik der Anti-Gravitation und modernen Steinbearbeitungstechniken, solche Riesensteine nicht nur hoch präzise zu schneiden, sondern auch zu transportieren und passgenau zu platzieren und zwar so, dass nicht mal ein Blatt Papier dazwischen geschoben werden konnte. […]
(Baalbek. Tempelplateau Jupitertempel und Bacchustempel. Fundament, S. 110)

[…] Es zeigt auch hier wieder, wenn man sich die Berichte der Archäologen zu Gemüte führt, dass in allen Schriften immer mit wenn und könnte argumentiert wird, d. h. nur mit vagen Mutmaßungen ohne diskutierbare Fakten und Standpunkte, wenn andere Ergebnisse einfach nicht angehört und schon gar nicht diskutiert oder in Betracht gezogen werden.
(Baalbek. Tempelplateau Jupitertempel und Bacchustempel. Fundament, S. 111)

Hier wurde 1986 bei sehr niedrigem Wasserstand der Überrest eines alten Fischer – und Transportbootes gefunden, das gem. Altertumsforscher in die Zeit Jesus datiert wurde (schön wär’s) Jahr: Null.
(GINOSAR [Kibbuz]. Am See Genezareth, S. 115

Es gibt kein Jahr Null. Das erste Jahr der christlichen Zeitrechnung nach Christi Geburt war das Jahr 1.

Gehen wir davon aus, dass tatsächlich Außerirdische unseren Planeten als Außenstation für ihre Forschungen benutzt haben könnten, so wurde (alles) bis auf die letzte Schraube demontiert und wieder mitgenommen. […] Dies ist mit Sicherheit der Grund dafür, dass wir bis heute keine konkreten und eindeutigen Einrichtungsgegenstände und Maschinenteile irgendwelcher Art gefunden haben. […]
(Sechstes Kapitel, Der Zerfall von Produkten und Artefakten. Alles ist vergänglich, S. 117)

In einem Epilog geht es um die Himmelsscheibe von Nebra:

Seit jener Zeit blieb das von Gott Ptah gegebene Original verschwunden und kam bis zum heutigen Tag nicht mehr zum Vorschein. Es ist denkbar, dass es in den Archiven auf dem Planeten Nibiru eingelagert ist.
(Epilog, Eine radiästhetische Legende über die Himmelsscheibe von Nebra, S. 123)

Mit der Verbreitung des Christentums in Europa und dem Zerfall des römischen Reiches, kam die Scheibe in Gewahrsam der Templer. Diese brachten sie zum Schutz vor weiteren Kriegswirren in die Gegend von Nebra. Das eigentliche Ziel wäre wohl das heutige Tschechien gewesen, das damals als eigentliche Hochburg unter dem größten Einfluss der Templer und später der deutschen Ritter stand. Die Zerstörungswut gegen alles nicht christliche Gut von Karl dem Großen zwang die Hüter der Himmelsscheibe wohl, diese in der Gegend von Nebra in Sicherheit zu bringen. Sie war also bis zum Schluss im Besitz des Templerordens. Durch die massiven Verfolgungen der Templer geriet die Himmelsscheibe um 1024 n. Ch. in totale Vergessenheit.
(Epilog, Eine radiästhetische Legende über die Himmelsscheibe von Nebra, S. 126)

Ich vermute, der Autor hat letztlich auch die Templer gependelt und ihr radiästhetisches Alter auf die Zeit vor der Sintflut verlegt; die arrivierte Information, dass die Templer 1118 gegründet worden seien, ist natürlich falsches Wissen von Historikern.

ZU EMPFEHLEN?
Nein.

NOCH WAS?
Brunner hält sich ja mit konkreten Beschreibungen zurück, so dass ich die Wikipedia bemühte, um mir ein wenig Hintergrundinformation zur Radiästhesie zu verschaffen.
Radiästhesie (auch Radioästhesie, lat. radius, »Strahl«, griech. aisthanomai, »empfinden«) ist die Lehre von so genannten Strahlenwirkungen auf Organismen. Die Untersuchung der Strahlen und deren Auswirkungen geschieht mittels einer paranormalen Strahlenfühligkeit bzw. Strahlenempfindlichkeit, die feinfühlige Menschen nach Annahme ihrer Anhänger besitzen sollen. Die dabei postulierten Strahlungen sind ebenso wenig nachgewiesen wie deren Wahrnehmung durch Lebewesen. Die Radiästhesie wird, wo sie wissenschaftlichen Anspruch erhebt, den Parawissenschaften oder Pseudowissenschaften zugeordnet. Abzugrenzen ist die Radiästhesie von der belegten und messbaren Wirkung ionisierender und teilweise auch nichtionisierender Strahlung auf Organismen. [Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Radiästhesie]
Alles klar, oder?