Stellenweise doch peinlich

Tanja Bern, Tanya Carpenter, Guido Krain
DIE DRACHENBURG
Kaffeepausengeschichten, Band 10
TextLustVerlag, Ettlingen, 2013, Broschur, 60 Seiten, ISBN 978 3 943295 66 5

VORBEMERKUNG

Drei bekannte Namen aus der Szene der fantastischen Literatur sollten Garant für gute Unterhaltung sein. Richtig?

WORUM GEHT ES?

In Tanja Berns »Kupferhaars Drache« will Claire ihren Drachen befreien, in Tanya Carpenters »Der Fluch der Drachenburg« geht es genau darum, und in der eindeutig der Fantastik (und nicht nur der Fantasy) zuzuordnenden Geschichte »Gier und Neugier« von Guido Krain geht es unter anderem um eine Zeitreisegeschichte.

WAS GEFIEL NICHT?

Tanya Carpenters Geschichte hat mich nicht angesprochen, ohne dass ich genau sagen könnte, warum. Sie war … nicht schön, sie las sich nicht angenehm, nicht rund, irgendwie hakelig und ösig … ich weiß es nicht. Oder doch …
Möglicherweise lag es auch daran, dass der Drachengenitiv nicht funktionierte: »Nur ein Herz, das ebenso stark ist wie das des Drachen, …« (Seite 37), das erinnerte mich spontan an diesen grauenhaft synchronisierten Streifen mit Dennis Quaid, dessen Titel »Dragonheart« ich eigentlich längst verdrängt haben wollte … Aber gut; der größte Teil der Deutsch sprechenden Menschheit glaubt ja auch, dass das Apostroph in »Die Träne des Phönix‘« falsch ist.

WAS GEFIEL?

Demgegenüber war Tanja Berns Text der herausragende Punkt dieses Trios. Die Geschichte ist sehr schön, sehr gefühlvoll ge- und beschrieben, die Figur der Claire ist ihr rundherum gelungen.
Guidos Story gewinnt vor allem durch die nicht ganz gewöhnliche Kombination von scheinbarer Fantasygeschichte mit dann doch deutlich erkennbaren SF-Elementen. Wobei seine Formulierungen eher die Fantasy-Richtung repräsentieren.

ZU EMPFEHLEN?

Nicht uneingeschränkt, obwohl Tanja Berns Geschichte die Anschaffung auf jeden Fall lohnt und auch Guido keine Enttäuschung bereitete.

Stellenweise doch peinlich

Tanja Bern, Tanya Carpenter, Guido Krain
DIE DRACHENBURG
Kaffeepausengeschichten, Band 10
TextLustVerlag, Ettlingen, 2013, Broschur, 60 Seiten, ISBN 978 3 943295 66 5

VORBEMERKUNG

Drei bekannte Namen aus der Szene der fantastischen Literatur sollten Garant für gute Unterhaltung sein. Richtig?

https://www.beckinsale.de/ressources/2013/drachenburg.jpg

WORUM GEHT ES?

In Tanja Berns »Kupferhaars Drache« will Claire ihren Drachen befreien, in Tanya Carpenters »Der Fluch der Drachenburg« geht es genau darum, und in der eindeutig der Fantastik (und nicht nur der Fantasy) zuzuordnenden Geschichte »Gier und Neugier« von Guido Krain geht es unter anderem um eine Zeitreisegeschichte.

WAS GEFIEL NICHT?

Tanya Carpenters Geschichte hat mich nicht angesprochen, ohne dass ich genau sagen könnte, warum. Sie war … nicht schön, sie las sich nicht angenehm, nicht rund, irgendwie hakelig und ösig … ich weiß es nicht. Oder doch …
Möglicherweise lag es auch daran, dass der Drachengenitiv nicht funktionierte: »Nur ein Herz, das ebenso stark ist wie das des Drachen, …« (Seite 37), das erinnerte mich spontan an diesen grauenhaft synchronisierten Streifen mit Dennis Quaid, dessen Titel »Dragonheart« ich eigentlich längst verdrängt haben wollte … Aber gut; der größte Teil der Deutsch sprechenden Menschheit glaubt ja auch, dass das Apostroph in »Die Träne des Phönix‘« falsch ist.

WAS GEFIEL?

Demgegenüber war Tanja Berns Text der herausragende Punkt dieses Trios. Die Geschichte ist sehr schön, sehr gefühlvoll ge- und beschrieben, die Figur der Claire ist ihr rundherum gelungen.
Guidos Story gewinnt vor allem durch die nicht ganz gewöhnliche Kombination von scheinbarer Fantasygeschichte mit dann doch deutlich erkennbaren SF-Elementen. Wobei seine Formulierungen eher die Fantasy-Richtung repräsentieren.

ZU EMPFEHLEN?

Nicht uneingeschränkt, obwohl Tanja Berns Geschichte die Anschaffung auf jeden Fall lohnt und auch Guido keine Enttäuschung bereitete.