Gespaltene Zunge

Anne Rademacher (Hrsg.)
HAUNTED HOUSES / SPUKHÄUSER
Englische Gruselgeschichten
dtv|zweisprachig, Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv), München, 2012, Taschenbuch, 141 Seiten, ISBN 978 3 423 09511 2

VORBEMERKUNG
Und wieder bin ich zu spät ‹seufz›. Eine Idee, die ich auch schon hatte. Tja.

WORUM GEHT ES?
Fünf englische Spukgeschichten, von Namen, die man kennt, Klassiker, die man kennen sollte: M. R. James’ »Lost Hearts« / »Verlorene Herzen«, H. G. Wells’ »The Red Room« / »Das rote Zimmer«, Sakis »The Open Window« / »Die offene Terrassentür«, Joseph Sheridan Le Fanus »An Authentic Narrative of a Haunted House« / »Die wahre Geschichte eines Spukhauses« und Roald Dahls, »The Landlady« / »Die Wirtin«.
Am Ende folgt noch ein Autoren- und Quellenverzeichnis, dem auch die Übersetzer zu entnehmen sind.

WIE IST DER STIL?
Klassisch. Und nicht jedermanns Fall. Wenn man sich jedoch bemüht, können die fünf Geschichten auch dem ihren Zauber und Reiz entfalten, der gewöhnlich anderes zu goutieren pflegt. Und das Buch hat ja noch einen »Witz«, der es reizvoll macht.

WAS GEFIEL NICHT?
Grundsätzlich gibt es an Klassikern natürlich nichts auszusetzen. Immerhin kann man bei diesem Buch recht hübsch und vor allem recht einfach beurteilen, ob einem die Übersetzungen gefallen. Und sie lesen sich … passend. Sofern ich das mit meinen ganz sicher nicht muttersprachlichen Englischkenntnissen beurteilen kann.

WAS GEFIEL?
Die Idee. Die ich, wie gesagt, auch schon hatte. Auf den linken Seiten findet sich der englische Text, rechts die Übersetzung. Und das durchgehend. Damit wird das Buch insgesamt recht dünn (nämlich 141 Seiten durch 2), aber das macht nichts, denn den Zugewinn erlangt man durch die Möglichkeit, sein Englisch im grundsätzlichen Verständnis durch die direkt gegenübergestellte Übersetzung einfach und ohne großen Aufwand – wie z. B. das sinnlose Wälzen von Dictionarys – zu prüfen und zu erweitern.

ZU EMPFEHLEN?
Ja. Ich würde sagen, sehr sogar, wenn es um die Frage geht, ein solches Buch auch einmal im Schulunterricht – vor allem im Englischunterricht – zu verwenden.