Folgerichtig

Ich fand Ralph Alexanders erstes Werk in meiner p.machinery, »Das Stoffuniversum«, schön, lesbar, interessant und  durch die besondere Form der Verarbeitung eines in der SF altbekannten Themas – des Wechsels zwischen Universen und Dimensionen – veröffentlichungswürdig. Und das zu einer Zeit, da ich mir geschworen hatte, nicht mehr mit Agenturen zusammenzuarbeiten.
Ralphs Erstling hat inzwischen Furore gemacht. Immerhin hat er den Deutschen Science-Fiction-Preis (DSFP) 2024 als besten Roman gewonnen – was vielleicht nicht beweist, dass ich großartige Ahnung von großartiger (SF-) Literatur habe, aber immerhin, dass ich mit meinem Geschmack nicht allein da stehe.
Der neue Roman – »Das zweigeteilte All« – war für mich quasi ein Muss, und es entwickelt sich insofern besonders, als er zunächst nicht als »SF pur« erscheint, sondern wie ein »Near-Fiction«-Roman erscheint. Aber er hat es in sich, weiß dann doch zu überzeugen – und am Ende wird das Ganze Universum dieses Werkes noch durch Fragmente – Kurzgeschichten – aufgefüllt und abgerundet.
Wenn mein Geschmack schon beim »Stoffuniversum« nur durch Zufall oder eigentlich gar nicht funktioniert hat – ein DSFP-Komiteemitglied fand den Roman sterbenslangweilig –, dann ist das sicherlich auch beim »zweigeteilten All« der Fall. Was mich optimistisch stimmt.

Neumüller, Ralph Alexander, DAS ZWEIGETEILTE ALL

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