[Kim] Das Ende ist da oder »She’s dead, Jim«

Andrea, unsere Hundephysiotherapeutin, bei der Kim so oft schwimmen war – zuletzt am Tag ihres Todes –, meinte, dass Kims Blick leer geworden sei. Die Tierärztin, die abends dann bei uns war, stellte fest, dass Kim überhaupt nicht mehr wirklich reagierte. Sie lag da, in unserer Diele – das war der Raum mit dem meisten Platz drumherum –, regungslos fast.
Sie bekam eine Spritze zur Beruhigung, zum Einschlafen. Sie wirkte schnell. Die eigentlich tödliche Spritze Pentobarbital war ein Riesenteil und die Tierärztin versicherte uns, dass die Dosis reichte, um auch größere Hunde in den Hundehimmel zu schicken. Kim würde nicht leiden – und tat es auch nicht, denn nach nicht einmal drei Minuten hörte ihr Herz zu schlagen auf.

Es war vorbei.

Durch geöffnete Fenster ließen wir ihre kleine Seele gehen; das ist so ein Brauch, die Fenster zu öffnen. Wir ließen ihren Körper in der Diele liegen, damit Naomi und Susi Abschied nehmen konnten, was sie nicht wirklich taten, nicht so, wie wir das vielleicht erwartet hätten. Hunde machen das vermutlich einfach anders.
Für die Nacht legten wir sie in den Hauswirtschaftsraum, weil es dort kühl war.

Kim war gegangen, obwohl ihr Körper noch da war.

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