Samstagverdorben in Winnert

Es ist Samstag, morgens, 7 Uhr. Sonnig. Wenig Wind. Ein Wetter, König zu zeugen. Und doch.

Der Gassigang bleibt nicht ungetrübt. Statt daheimzubleiben und Mutti zu vögeln, orgelt ein Volvo-V40-Fahrer durch den Ort, zwei Mal, drei Mal, natürlich mit überhöhter Geschwindigkeit. Klar – mit so einer hässlichen Karre möchte ich auch nicht länger als nötig gesehen werden.

Was die A6- und A8-Zuhälter offensichtlich auch so sehen, obwohl die ja wohl der Meinung sind, ihre Karren sähen toll aus. Tun sie aber nicht. Toll aussehen. Sie sehen eben aus wie Zuhälterkarren – und irgendwie habe ich das Gefühl, damit dem rechtschaffenen Zuhälter mit dem pinkfarbenen Chevy unrecht zu tun – und so brettern die Fahrer auch durch den Ort, möglicherweise zum nächsten Termin mit ihren Pferdchen.

Am Ende bleiben vom morgendlichen Gassigang nur die beiden hübschen Haufen der Mädels und die Bürgermeisterin und ihre Luise, die sich immer mindestens so freut wie meine beiden, wenn wir uns begegnen. Und die Windräder im Sonnenlicht, diesem unvergleichlichen Sonnenlicht …

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