Misslungene Einmischung

Im Flensburger Tagblatt fand sich eine Meldung (leider hinter einer Bezahlschranke, siehe hier) über einen Berliner Anglistik-Professor auf Abwegen. Im VDS-Infobrief vom 23.01.2021 war dazu zu lesen:

Rassistischer Ortsname

Über die knapp 1.000 Einwohner zählende Gemeinde Mohrkirch im Landkreis Schleswig-Flensburg liest man selten in der überregionalen Presse. Nun dürfen sich die Dorfbewohner dem Vorwurf ausgesetzt sehen, der Name ihres Dorfes habe einen rassistischen Beiklang. Zu dieser Vermutung kommt der Berliner Anglistikprofessor Anatol Stefanowitsch, weil das Wort »Mohr« im Namen vorkommt, welches seiner Meinung nach rassistisch ist. »Der Mann hat wahrscheinlich gegoogelt und ist dann auf uns gestoßen«, mutmaßt Mohrkirchs Bürgermeister Michael Haushahn im Flensburger Tageblatt. Stefanowitsch liegt gleich doppelt falsch: Der Name des Dorfs geht zurück auf das dänische Wort mår (Marder).

Tja, vielleicht sollte der abwegige Anglizist nicht auf fremden Äckern marodieren, deren Kartoffeln er nicht versteht.

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