Beinahe ins Auge

Gerd Frey kenne ich recht lange. Nicht sehr gut, aber sehr lange. Gerne erinnere ich mich an seinen Besuch mit Ralf Lorenz in Bayern, kurz, nachdem die innerdeutsche Grenze gefallen war, es aber noch die DDR gab. Nach einer Sightseeingtour beim Schloss Linderhof fuhren wir über die landschaftlich reizvolle Strecke nach Reutte weiter – und beim Überfahren der grünen Grenze nach Österreich fiel den beiden Noch-DDR-Bürgern ein, dass sie gar kein Visum für Österreich hatten … Und Gerd Frey ist seit Jahren Redakteur der Sparte »eGames« in den ANDROMEDA NACHRICHTEN des SFCD e.V., die auch auf mein Konto gehen.
Aber das ist hier nicht das Thema.

Das Buch, das in diesen Tagen unter dem Titel »DER ÜBERGANG. Transition & Evolution 2.0« erschienen ist, ist nicht neu. Es gab wohl schon eine Printversion in Liebhaberauflage (zehn Stück oder so), und es gibt ein E-Book, das bei Droemer Knaur erschienen ist (und im April 2019 durch das aktuellere E-Book meines Verlages ersetzt werden wird).
Das Manuskript lag jahrelang auf meiner Festplatte. Im Nachhinein kann ich die Hemmung, das Buch in Angriff zu nehmen, nur am steifen, ungelenk wirkenden und irgendwie wenig attraktiven, ursprünglichen Titel »Transition: Evolution 2.0« festmachen, der so gar nichts auszusagen schien.
Dieses Jahr gab es dann eine günstige Gelegenheit. Ich konnte das Manuskript zwischendurch in die Mangel nehmen – und war überrascht. Die Geschichte muss den Vergleich (siehe Buchrückseitentext) mit »Solaris« und »2001« wahrlich nicht scheuen. Es ist ein richtig feines Stück deutscher Science-Fiction, eine Geschichte, die ich so lange nicht gelesen habe.
Und jetzt, wo das Buch herauskommen wird, ist mir klar, dass das beinahe ins Auge gegangen wäre. Es hätte gereicht, wenn Gerd Frey sich für einen anderen Verlag entschieden hätte …
Aber so ist nun alles gut.

Details zum Buch: hier.

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