Final Payback am Ende des Gummiwegs

  • Payback – Zahltag (Director’s Cut): Den hatte ich auch schon mal vorliegen, und sogar schon, nachdem ich mit den HD1080p-DivX angefangen hatte, aber den ersten hatte ich mir nicht als »Director’s Cut« notiert, und den »Director’s Cut« kann ich als solchen nicht erkennen. Gut ist der Streifen trotzdem noch: Ein beinharter und sturschädeliger Mel Gibson kämpft sich durch die ihn umgebende (Unter-) Welt, um zu seinem Recht, seiner Rache und seinem Geld – »… es sind nur siebzigtausend Dollar!« – zu kommen. Schön.
  • The Final Cut – Dein Tod ist erst der Anfang: Robin Williams als Cutter, der die Erinnerungen Verstorbener aus in Chips gespeicherten Daten für die Begräbnisfeiern und damit für die Erinnerungen der Hinterbliebenen aufbereitet. Dumm ist, dass er selbst einen solchen Chip trägt – was er in diesem Job nicht dürfte. Komplexe Story, schön gemacht, ein eher ruhiger, nachdenklich stimmender Film, der auch ein wenig Grusel zu transportieren vermag.
  • Forrester – Gefunden!: Das war nach heutigem Stand wohl sein vorletzter Film, wenn mich die IMDb verarscht; aber egal: Sean Connery in einer gut zu so einem alten Mann passenden Rolle als seltsamem Griesgram mit Ängsten und komischen Gewohnheiten. Der gerät an einen Jungliteraten schwarzer Hautfarbe auf einem Elitecollege, und was sich zwischen den beiden mehr als völlig verschiedenen Männern anbahnt, ist am Ende, ganz am Ende, als Connerys Figur des William Forrester verstorben ist: Freundschaft. – Ein Film, der seine Wirkung bei mir erst beim zweiten oder dritten Mal richtig entfaltet hat; beim ersten Mal gab es einige Stellen, die ich eher dämlich fand, aber das gibt sich, wie gesagt.
  • Am Ende des Weges: Robert Duvall mag ich eigentlich selten; früher hat er meist eher eklige, nein, falsch … unangenehme Rollen gespielt. Hier hat er mir sehr gut gefallen. Da spielt er einen einsiedlerartig lebenden Mann, der sein Ableben planen und vorbereiten möchte, wozu auch eine Feier gehört – die er selbstverständlich miterleben möchte –, und zu der sollen alle Menschen eingeladen werden, die eine Geschichte über ihn zu erzählen haben. Ein ruppig-liebenswerter Streifen mit einem Robert Duvall, der zeigt, was zunehmendes Alter Positives mit einem Schauspieler und seiner Rollenauswahl anrichten kann.
  • Rubber: Ähm … hallo? Diesen Streifen kann man nur als – im positivsten Sinne – völlig durchgeknallt bezeichnen. In einer Art Vorwort bemerkt Stephen Spinella als Lt. Chad, dass es eigentlich in allem nur um eines geht: reine Willkür. Und dann findet sich eine Gruppe Menschen mit Ferngläsern ein, die beobachten darf, wie in einer amerikanischen Wüste ein felgenloser Reifen zum Leben erwacht, sich auf die – sprichwörtlich – Walz macht und dabei lernt, Lebewesen bis hin zum Menschen durch die Kraft seiner … ja, was? Egal … zu töten. Und auf seinem von den Menschen zunächst beobachteten Weg in die zivilisierte Welt nimmt er zunehmend auch menschliche Angewohnheiten an. Die Menschen indes, die ihn beobachten wollten, sterben bis auf einen Mann an einer Vergiftung, die ihnen vom Veranstalter der Beobachtungssession zugefügt wird; und der eine Mann, der überlebt, weil er die Nahrungsaufnahme verweigerte, wird zunehmend unangenehm. – Man kann diesen Film in einer Kurzbeschreibung nicht wirklich adäquat wiedergeben. Er ist schräg. Voll schräg. Die »blutigen« Szenen, die man zu sehen bekommt – und die wohl zur FSK 16 führten –, sind im Grunde harmlos, weil leicht als »theaterblutig« zu identifizieren. Und ansonsten sitzt man da und schaut und denkt nur: ›Ey, Leute, habt ihr mal die Telefonnummer von eurem Dealer?‹