Adèle und die Machete deiner Träume

  • Hunt to Kill: In der IMDb stehen zwei Taglines: »Vengeance belongs to one man.« Und: »Survival of the baddest.« Damit ist eigentlich alles gesagt. Der Streifen ist so ein bisschen wie »Predator« ohne Schwarzenegger, ohne Aliens, ohne Qualität und ohne Spannung.
  • Ich sehe den Mann deiner Träume: Beziehungskisten, von vorne, hinten, links und rechts. Ich fürchte, diesen Film habe ich nicht verstanden. Das gibt es halt manchmal. Kismet.
  • Adèle und das Geheimnis des Pharaos: Man nehme einen beliebigen »Indiana Jones« und »Die wunderbare Welt der Amélie«, mixe beides miteinander im Penthouse von Luc Besson irgendwo auf dieser Welt, und heraus kommt dieser Film. Eine durchaus solide Mischung aus Hintergrundgeschichte und – actiongeladener – Vordergrundhandlung, die einem leider allzu oft viel zu oft zu bekannt vorkommt. Sehr gefallen hat mir allerdings Louise Bourgoin als Adèle, und die Bessonsche Dramaturgie mit den Erzählereinsätzen im Off à la »Amélie«.
  • Disneys Eine Weihnachtsgeschichte: Das alte Scrooge-Ding ist nicht totzukriegen, und das ist gut so. Diese Version hier ist die … mir fällt der Fachausdruck nicht ein: Realaufnahmen nachgezeichnete Animation mit Jim Carrey in einer Totalmaske (man erkennt ihn eigentlich in der deutschen Version nur an seiner Synchronstimme, und auch das erst recht spät). Der Film ist sehr düster und damit der Buchvorlage von Dickens wohl sehr angemessen. Bei dieser Geschichte habe ich anfänglich immer so ein wenig den Drang, doch nicht weiterzuschauen, aber das gibt sich dann doch. Und auch hier war ich am Ende nicht unerfreut über das, was ich sehen durfte.
  • Machete: Danny Trejo mal in einer Hauptrolle, Robert de Niro in einer Nebenrolle. Auch okay. Ach, und Jessica Alba. Und Steven Seagal – immer noch bewegungsfähig. Und, mein Gott, Don Johnson. Und Lindsay Lohan. Und … Ich bin mir nicht sicher, ob der Film einfach nur schlecht ist oder eine gut gemachte Verarschung auf irgendwas, was mir nicht liegt. Ein paar Szenen – aber nur wenige – waren ja ganz nett, aber dieses ständige Machetengehacke hat mich am Ende eher an eine Metzgerei erinnert, als an einen Film.