Wertvolles aus Hundesteuer

So was kriegt man mit der Post: so was. Ich nehme an, das wird aus Hundesteuern finanziert. Ich nehme nicht an, dass die Besitzer(innen) von Pferden ein solches Schreiben erhalten; Pferde sind ja nie krank, und Fleischlieferanten fressen ja auch nicht die Pferdescheiße von Wanderwegen oder meinen Stiefelsohlen. Ich nehme auch nicht an, dass die Eigentümer von Rinderherden einen solchen Brief bekommen, vor, während oder nachdem sie ihre Rinderherde vom Stall zur Weide oder zurück getrieben und vergessen haben, die Hinterlassenschaften ihrer Milchlieferanten zu beseitigen. Und ich nehme an, dass die reine Interpretation von Gesetzen und deren Inhalten in der Bekanntmachung auf der zweiten Seite des Schreibens niemandem auffallen. (Ich musste mich immerhin vergewissern, dass es ein »Landesstraf- und Verordnungsgesetz zum Schutz von Feld und Flur« nicht gibt; der »Schutz von Feld und Flur« ist nur ein Teil dieses Gesetzes, und sein Inhalt ist deutlich anders formuliert, als das, was einem hier mitgeteilt wird.)

Jedenfalls ist es sinnlos, dass einem so was mitgeteilt wird. Ich weiß als Hundebesitzer, der sich bemüht, seine Hunde ebenso zu erziehen wie sich selbst, was bestimmte Dinge (z. B. die Beseitigung hündischer Hinterlassenschaften) angeht, dass es mehr als genug Hunde besitzender Arschlöcher gibt, die auf die Erfüllung einer solchen sinnvollen Pflicht nur scheißen – sic! -, und das ganz unabhängig von so einem Schreiben. Das Geld für so eine Briefaktion jedenfalls wäre – wenn man schon Tieren Gutes tun will – sinnvoller eingesetzt, würde man sie in das Budget von Tierheimen stecken.