Westried 60: Was hat es bislang gebracht?

Nichts.

Die Geschwindigkeitsanzeigen in Murnau-Westried stehen nun seit Anfang August (siehe auch hier) – und sie standen auch noch, als ich am 01.11. aus meinem Jahresurlaub zurückkehrte (ich hatte ernsthaft angenommen, dass die Anzeigen nicht so lange stehen würden – aber gut …).

Gebracht haben sie nach meinen Beobachtungen praktisch nichts. Es wird gerast, wie eh und je.
In den frühen Morgenstunden der Hauptverkehrszeit.
In den Abendstunden der beginnenden Dämmerung.
In der ganzen Nacht.
Je dicker die Autos, umso ignoranter die Fahrer gegenüber den Anzeigen.
Je M (München), STA (Starnberg), TÖL (Bad Tölz-Wolfratshausen), WOR (Wolfratshausen) das Kennzeichen, umso blinder die Fahrer.
Busfahrer und LKW-Fahrer reagieren praktisch überhaupt nicht auf die Anzeigen.

Und heutzutage muss ich mir nicht mal mehr vorwerfen lassen, ich könne die Geschwindigkeit eines Rasers nicht einschätzen.
Ich kann das.
Ich stelle mich vor die Anzeige in Richtung Bad Kohlgrub, die in nächster Nähe zu dem Haus steht, in dem ich wohne, und wende ihr den Rücken zu. Wenn der Raser kommt, sage ich „70!“ und drehe mich um. Meistens ist die angezeigte Zahl noch höher.
Und allenfalls jeder Zwölfte bemüht die Bremse, um wenigstens nach der Passage des 60er Schildes doch noch zu verzögern.

Was haben die Anzeigen also bislang gebracht? Für mich die Erkenntnis, dass sie nichts bringen – und dass die Gemeinde Murnau oder – weil die Gemeinde ja nicht zuständig ist – jedenfalls der Landkreis Garmisch-Partenkirchen wertvolle Einnahmen verliert, weil man nicht die Chuzpe hat, ordentliche Blitzanlagen aufzustellen, die die Raser Geld kosten.
Solange das nicht geschieht, bleibt die Staatsstraße 2062 in Murnau-Westried eine Rennstrecke für ignorante Vollidioten. (Und ich überlege gerade, ob es da einen Zusammenhang mit den Zuständigen für diesen Umstand gibt …)