Or-Dinge I, Sankt Peter-Ording, 08.06.

Radfahrer. Geht man von der Strandbar »54° Nord« Richtung Ort, gibt es zwei mit Holzbohlen belegte Wege über den Sand: der linke ist für Radfahrer, der rechte für Fußgänger. Die Beschilderung ist eindeutig. Ganz eindeutig. Auch später, wenn beide Bohlenwege zusammen laufen und von Radfahrern und Fußgängern gemeinsam genutzt werden sollen. Da steht, dass Radfahrer abzusteigen haben. – Ich glaube nicht, dass ich erwähnen muss, welche Gruppe der Beteiligten größtenteils zu dumm war, den richtigen Weg zu wählen bzw. die richtige Entscheidung zu treffen.

Ortsverwaltungen. In Sankt Peter-Ording gibt es mehrere Möglichkeiten, mit dem Auto bis auf den Strand zu fahren. Dort kann man zu bestimmten Zeiten parken, man muss sich an die StVO halten, darf höchstens 30 km/h fahren, das Fahrzeug darf nicht mehr als 3,5 Tonnen wiegen, die Fahrzeuge müssen in parkplatzüblichen Formationen (!) abgestellt werden, das Übernachten ist nirgendwo und in keinem Fahrzeug erlaubt (ausdrücklich auch nicht in Wohnmobilen und ähnlichen Fahrzeugen), und Zelte dürfen auch nicht aufgebaut werden. Es ist also nicht wirklich ein Vergnügen, dort sein Auto zu parken, es sei denn, man ist wirklich so ein faules Schwein, dass man mit der Karre auch zum Kacken aufs Klo fährt. – Was mir angesichts dessen völlig unverständlich ist, ist, warum Hunde auf der Sandbank nicht frei laufen dürfen. Brütende Vögel gibt es dort jedenfalls nicht; und wenn doch, werden sie auch von Autos beim Brüten gestört. Und Möwen, die Kim gerne jagt, sind ja mancherorts auch eher Ungeziefer als schützenswerte Natur. Ach, die Hunde kacken irgendwo hin? Ach, und Autos haben nie undichte Kühler, Ölwannen, Bremsleitungen oder lecken auch nie an irgendwelchen anderen Stellen? Ach, und Autos produzieren auch gar keine Abgase? (Meine Hunde jedenfalls produzieren keine.) – Letzten Endes verstehe ich den Sinn dieser Strandparkerei nicht. Ich finde, man sollte das abschaffen, einen weiteren gebührenpflichtigen Parkplatz irgendwo im Ortsinneren bauen und die fetten, faulen Bonzenschweine, die mit ihren Dreckskarren gerne bis vorne hin fahren wollen, dazu zwingen, ihre Zivilisationsgeschwüre durch ein paar hübsche Spaziergänge – am besten mit so viel natürlich dringend benötigtem »Strandgut« wie möglich – abzuarbeiten. Und alternativ dafür Hunden den Freilauf wenigstens in eingegrenzten Bereichen erlauben.