Serienfieber IV: Begeisterung statt Verzweiflung

Desperate Housewives
(Marc Cherry, USA, 2004–2012)
www.imdb.com/title/tt0410975

Ich habe es schon mehrfach vermerkt: Ich liebe diese Serie. Seitdem ich vor Jahren ein ganzes Wochenende mit der ersten Staffel zubringen durfte – Premiere sendete sie im Block, bevor die zweite Staffel startete –, bin ich ein Fan.
Es hat eine ganze Weile gedauert, bis die siebte Staffel auch zu leihen war, aber vor einigen Wochen war es dann so weit. Die ersten drei Discs sind schon da gewesen und über die Mattscheibe geflimmert (einmal vier, beim zweiten Mal gleich acht Folgen am Stück); die nächsten drei Discs stecken vermutlich im Briefkasten.
Die Faszination der Serie ist schwer zu beschreiben. Neben den Figuren – die man ja inzwischen bestens kennt – und der Handlung an sich – nachbarschaftliche Intrigen ebenso wie unverbrüchliche Freundschaften –, ist es auch immer noch die Präsentation: Die Geschichten werden eigentlich alle von einer Toten erzählt, von Mary Alice Young, die sich in der ersten Folge der ersten Staffel das Leben nahm.
Um das ganze Drumherum der Serie habe ich mich nie gekümmert, weshalb ich auch nicht mitbekommen habe, warum die Serie nach der siebten Staffel eingestellt wurde. Es ist natürlich anzunehmen, dass es die Einschaltquoten waren – wie so oft. Die Masse der Menschen neigt wohl dazu, auch bei den faszinierenden Dingen irgendwann Langeweile zu empfinden. Ich finde es schade. Ich würde mich auch auf weitere Staffeln ganz sicher freuen wie ein Schnitzel auf die Pommes …