Nette kleine Hörner

Der Digitalfernseher Philips Cinema 21:9 ist schon ein beeindruckendes Gerät. Ich schaue ab und zu mal im Netz nach aktuellen Preisen. Gesehen habe ich ihn live schon, in einem Mediamarkt. Da war er nicht wirklich beeindruckend, weil die Umgebung nicht die richtige war, in der ich ihn mir vorzustellen versuchte. Er ist mir von der Diagonale her eigentlich auch eine Idee zu klein. Beeindruckend ist es allerdings in der Tat, endlich Kinofilme im vollen Format und ganz ohne schwarze Balken anschauen zu können.
Im Augenblick ist er mir eh noch zu teuer. Und der alte funktioniert noch. Bei meinem heutigen kleinen Preischeck bin ich allerdings auf die Philips-Seite gestoßen, auf der man unter dem Titel „Parallel Lines“ fünf kleine Filme präsentiert bekommt, die auf einem PC-Bildschirm natürlich nicht so gut kommen, aber für mich auch insofern interessant waren, als es in den fünf Streifen, die einen immer gleichen Dialog bebildern, um ein Einhorn geht. Neben einem Trickfilm gibt es auch einen kleinen SF-Streifen: „Das Geschenk“ von Carl Erik Rinsch.
Wer sich die Streifen anschauen möchte, sollte neben etwas Geduld – wegen dem erst spät zu überspringenden Intro – auch etwas Bandbreite mitbringen. Die Filme findet man hier; technische Daten, wenn man sich dafür interessiert, hier.


 

Edit 20.05.2016: Der Link zu den technischen Daten funktioniert nicht mehr.

Schlafstörungen I

Irgendwie finde ich den Weg nicht ins Bett. Mei. – Bei der spätnachmittäglichen Arbeit sah ich »War, Inc.«, ein Streifen mit John & Joan Cusack (und anderen, natürlich), von dem ich eigentlich dachte, ich kännte ihn, aber … Pustekuchen. Das war ein völlig schräger und abgedrehter Streifen, und ich habe mich so köstlich amüsiert, dass ich beinahe nicht zu meiner Arbeit kam. Seufz. Den werde ich mir nochmal in aller Ruhe anschauen müssen, um dann auch eine ordentliche Rezension abliefern zu können.

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Drei Finger für ein Glas

Und ein Nachtrag zu »Inglourious Basterds« (und ja, das ist ein Spoiler, verdammich!). Eine Szene geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Die drei Basterds und die von Hammersmark sitzen unten in der Kneipe, dieser Sturmbannführer mit am Tisch. Der Wirt versucht eine zwicklige Situation zu entschärfen, indem er fragt, wer noch was trinken möchte. Der Sturmbannführer lädt ein. Die von Hammersmark will beim Schampus bleiben. Zwei der Basterds wollen ein Glas des besonderen Whiskys. Der Sturmbannführer will frische Gläser. Es gibt ein bisschen Hin und Her, bis einer der Basterds die Hand hebt, und mit den Fingern anzeigt, dass sie drei Gläser wollen (und es auch sagt).
Meine Freundin: »Jetzt hat er sich verraten.«
Ich: »Genau.«
Und einige Szenen später wird das im Plot selbst auch so bestätigt.
Warum? Der Ami hob die rechte Hand und zeigte die Drei mit dem Zeigefinger, dem Mittel- und dem Ringfinger. So hat er sich verraten, der Tropf.

Tarantino, typisch?

INGLOURIOUS BASTERDS
(Quentin Tarantino, USA/Deutschland 2009)

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Tarantino hat für mich ein bisschen was Magisches an sich. Ich kann mich an keinen seiner Filme, die ich gesehen habe, erinnern, weil er mich enttäuscht hätte. Andererseits haben alle seine Filme Elemente, die mir eindeutig nicht gefallen. In »Pulp Fiction« war es das Gehabe zwischen Travolta und Thurman, in »Kill Bill« dieser sinnlos übertriebene Einsatz künstlichen Blutes – sinnlos nicht im dramaturgischen Sinne, sondern sinnlos in seiner Künstlichkeit –, in »Death Proof« war es diese manchmal machodämliche Art des von Kurt Russell gespielten Stuntman Mike, und in »Inglourious Basterds« war es einfach die Musik, die mich wieder zu der Erkenntnis zurück führte, dass Tarantino einfach einen kranken Musikgeschmack hat.

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Neustart mit Schmackes

SHERLOCK HOLMES
(Guy Ritchie, USA/Deutschland 2009)

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Sherlock Holmes war nie meine Figur. Obwohl ich bekennender Krimi-Fan bin, habe ich nie eine Holmes-Story oder gar einen Holmes-Roman gelesen. Das, was ich im Laufe meines Lebens an Filmen zu sehen bekam, erzeugte in mir eher noch den Wunsch, mich eben nicht mit dieser Figur und den Geschichten um ihn herum auseinanderzusetzen. Da war mir Heinz Drache in den Wallace-Krimis lieber, und die gute alte Miss Margret Marple-Rutherford erschien mir sympathischer, gewitzter, geradezu genialer als jeder Holmes, den ich jemals zu sehen bekam. (Was zugegebenermaßen, wie ich heute weiß, auch am Zusammenspiel zwischen Holmes und Watson lag, doch dazu später noch ein paar Worte).

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Grantiger Rassismus

Gran Torino
(Clint Eastwood, USA 2008)

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Bei diesem Titel erwartet man möglicherweise eine Rennfahrergeschichte. Auf jeden Fall eine Geschichte, in deren Mittelpunkt – nicht nur für den beinharten Fan – das Auto steht, und an zweiter Stelle erst sein Fahrer. Aber Clint Eastwood, der hier den grantigen alten und rassistischen Walt Kowalski spielt, ist Garant nicht nur für Besseres, sondern vor allem auch für Anderes.

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Glühende Gelassenheit

Firefly
(Joss Whedon, USA, 2002, TV-Serie)

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Serenity
(Joss Whedon, USA, 2005)

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Weihnachten ist rum. Silvester ist auch überstanden. Welche Freude. Die letzten Vorräte, die noch verblieben sind, weil wieder zu stolz und mit zu großem Sicherheitsspielraum für alle Eventualitäten produziert wurde, werden sich nach und nach dezimieren. Und dann – Diät …

Am 26.12.2009 haben wir – meine Freundin und ich – die Gelegenheit genutzt, uns »Firefly« zu geben, eine TV-Serie, die, glaubt man diversen Menschen, die sie vor uns gesehen haben, Kultstatus besitzt und sehr gut sein sollte. Nun …
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Klaus, der Topf, und sein Halbsudfilm

Harry Potter and the Half-Blood Prince
(David Yates, USA 2009)

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Ich bin keiner von diesen beinharten Harry-Potter-Fans, die beim zweiten Kinobesuch mit der Freundin die ganze Zeit fachsimpeln, was im Film nicht mit dem Buch übereinstimmt, wie die psychologische Situation der magischen Maus in Szene 04718 war, bevor die Briefeule sie fraß, und was angeblich so toll an Alan Rickman in einer für meinen Geschmack völlig überbewerteten Schauspielerleistung sein soll. Ich kenne nicht eines der Bücher, obwohl meine Freundin sie hier herumstehen hat, irgendwo hinter mir, wo sie mich im Augenblick, da ich dies schreibe, vermutlich argwöhnisch beobachten. Harry Potter könnte mir eigentlich am Allerwertesten in beliebigem Abstand vorbeiziehen – wenn mir die Filme nicht gefallen würden.

HP 6 Movie Poster
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