Vatertag ist Maltatag

Am Donnerstag, den 13. Mai, ist Vatertag. Wie schön. Ich habe einen Sohn und kann daher Vatertag feiern, wie sich das gehört. Und diesmal wird es ein besonderer Vatertag.

Ein englisches Frühstück wird es wohl nicht geben. Meine Holde ist inzwischen zwar ganz gut darin, die Zutaten zusammen zu bringen und auch zu verarbeiten, um den Anschein eines englischen Frühstücks erwecken zu können, indes: es bleibt immer die Restsicherheit, dass es sich eben doch nicht um ein wirklich authentisches Frühstück auf Malta handelt. Und so wird es wohl so aussehen, dass wir es ganz anders machen und statt dessen im Griesbräu zu Murnau die eine oder andere Weißwurscht verzehren und mit einem guten Weißbier aus der hauseigenen Brauerei herunterspülen werden.

Um 17.20 Uhr dann gibt es Fußball. Deutschland und Malta spielen ein Testspiel gegeneinander. Wie schön. Auch wenn ich kein Fußballfan bin und nicht nur demzufolge nicht viel Ahnung habe, so bin ich mir doch sicher, wie die Chancen Maltas stehen, gegen Deutschland zu gewinnen. Aber man soll ja nicht unken, denn immerhin kotzen Pferde ja auch mal vor einer Apotheke. Wenn immerhin ein Ehrentreffer drin wäre, wäre für mich das Spiel gerettet.
Was die Statistiken angeht, so zeigt sich im Internet, daß die Deutschen Malta nicht immer haushoch geschlagen haben; siehe z. B. unter fussballdaten.de. Und auf der gleichen Seite findet sich noch mehr Infomaterial zur maltesischen Mannschaft.
Wie auch immer: Das Spiel werde ich mir nicht entgehen lassen. 13.05.2010, ARD, 17.20 Uhr.

Um 21.00 Uhr geht es dann noch einmal nach Malta. Oder vielleicht auch nicht. In einer Doppelfolge einer neuen Staffel von »Ihr Auftrag, Pater Castell« (Folge 11, »Die Jesustafel«) spielt ein kleiner maltesischer Junge (Aidan Aquilina, also immerhin ein echter Malteser) eine Rolle, der allerdings nach Rom entführt wird – wo dann wohl auch der Hauptteil der Folge spielt:
»Die INRI-Tafel, eine der wohl kostbarsten Reliquien der katholischen Kirche, ist verschwunden – und das vier Tage, bevor der Vatikan sie öffentlich ausstellen möchte. Kurz darauf wird der Dieb, der renommierte deutsche Materialwissenschaftler Dr. Guido Böll, der die 2000 Jahre alte Kreuzschrift im Auftrag des Vatikans auf ihre Echtheit untersuchen sollte, tot auf Malta gefunden. Ein kleiner maltesischer Junge entpuppt sich als wichtiger Zeuge – und wird von seinem Arzt, Dr. Camillieri, nach Rom entführt. Marie Blank und Pater Castell ermitteln zunächst auf Malta – doch ihre Spurensuche führt sie immer tiefer hinein in den Vatikan. In Rom befindet sich Kardinal Scarpia in einem Wettlauf gegen die Zeit: Gelingt es ihm nicht, die INRI-Tafel vor dem Beginn der Ausstellung sicher in den Schoß der Kirche zurückzuführen, ist es um sein Ansehen geschehen – zumal er versucht, das Verschwinden des Heiligtums selbst vor seinem engsten Stab geheim zu halten. Doch manch einer der Kardinäle und Gardisten um Scarpia herum scheint besser informiert zu sein, als dieser glaubt – und möchte eine öffentliche Ausstellung der Kreuzschrift vor den „Ungläubigen“ dieser Welt um jeden Preis vermeiden. Ein Gardist wird ermordet, Kardinal Scarpia selbst schwebt in höchster Gefahr.«

Wieviel Malta in diesem Filmchen zu finden sein wird, wird sich zeigen. Immerhin hat sich diesbzgl. ja einiges verändert. Hat man in »Pulp – Malta sehen und sterben« (USA, 1972) mit Michael Caine noch allenfalls Schnipselchen von Malta  erahnen können, so konnte man in »Wickie und die starken Männer« (Deutschland, 2009) ja ordentliche Happen der Dwejra Bay goutieren – wenn auch mit einem dank Tricktechnik schwer veränderten Wachturm und einem final zusammenbrechenden Azure Window.