Einzelnd in der Apotheke

Seit Beginn der Seuche sieht man das ja überall. Die Böden von Supermärkten, Läden und auch Apotheken sind vollgeklebt mit Absperrfolien, Verkehrszeichen mit Richtungspfeilen und Verhaltenshinweisen.
In einer Apotheke in Husum entdeckte ich gestern einen etwa DIN A4 großen Aufkleber an mehreren Stellen, laut dessen Text der potenzielle Kunde aufgefordert wurde, an diesen Stellen »einzelnd« zu warten – »bis der nächste frei ist«.
Man kann nun überlegen, wer mit dem »nächsten«, der eigentlich groß geschrieben werden müsste, gemeint sein könnte. Faszinierender ist die offensichtliche Unfähigkeit von Menschen offensichtlich deutscher Mundart – ein Türke oder Grieche würde niemals »einzelnd« sagen –, einen Text, den man drucktechnisch vervielfältigen möchte, Korrektur zu lesen. Noch faszinierender finde ich die Unfähigkeit von Menschen, die solche Texte drucktechnisch vervielfältigen, einen Blick darauf zu werfen und dem Auftraggeber einen Tipp zu geben. Ich hege bisweilen die Vermutung, es könnte sich bei Menschen, die solche Fehler entdecken und vor dem Unfall beheben, um »Einzelndfälle« handeln.

P.S.: Ich habe absichtlich kein Foto gemacht.

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