Bonk!

Heute hatte ich meine erste Amsel in der Hand. Oder Drossel. Jedenfalls kein Fink. Und für einen Star war sie zu klein. Egal. Schwarz war sie, und deutlich größer als ein Spatz.

»Bonk!« ist das Geräusch, wenn ein nicht zu kleiner Vogel vor eine Fensterscheibe fliegt. Der Flugverkehr in und über unserem Garten ist recht intensiv. Vorrangig sind es Sperlinge, Spatzen, Finken – aber immer wieder sind auch größere Kaliber darunter. Und ganz selten, aber doch immer wieder macht es »Bonk!«

Ich gehe dann immer raus und schaue, ob ein Vogel dort liegt. Und heute lag dort einer. Wie gesagt, schwarz. Er hatte keinen gelben Schnabel, der Vogel, deshalb denke ich, es war eine Drossel.

Sie ließ sich in die Hand nehmen und saß dann auf meinem Zeigefinger. Ich streichelte über ihren Rücken, keine Reaktion. Ich prüfte ihre Flügel, indem ich sie vorsichtig auseinanderzog; sie zog sie wieder zurück und legte sie an. Offensichtlich waren sie unverletzt.

Trotzdem versuchte sie nicht, davon zu fliegen. Vermutlich war sie benommen. Als sie leicht zu flattern begann und offensichtlich unruhig wurde, setzte ich sie auf den weißen Kunststofftisch hinter dem Haus. Dort stand auch ein Futterhäuschen, frisch gefüllt. So wird sie nicht verhungern, dachte ich.

Eine Weile saß sie dort und ich überlegte, ob ich sie vielleicht zum Tierarzt nebenan bringen sollte. Aber als ich dann mit den Hunden zum Kimmischwimmi – Kims physiotherapeutisches Schwimmvergnügen – fuhr, war sie verschwunden. Ich schaue noch nach, ob sie irgendwo lag, aber offensichtlich war sie dann doch wieder fit gewesen und davon geflogen.

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