Japan, Folgen: Journaille

Und neben den Bürgern gibt es noch diese Sonderform davon, die Journalisten. Ich halte nichts von Journalisten. Die meisten, die ich persönlich kenne, die meisten, die ich aus ihrem Werk heraus kenne, sind Abschaum, Dreck, ein Sch***haufen von Quotengeilheit, der jeglicher Beschreibung spottet. Es gibt einige ganz wenige Vertreter dieser Gattung Mensch – die eigentlich keine Gattung Mensch ist –, die darüber hinaus noch mehr darstellen. Aber die kann ich an einer Hand abzählen. Die meisten anderen ekeln mich an.
Und neben dem, was sie tun, diese Journalisten, dieses Verbreiten von Halb- oder sogar meist Nullwahrheiten, denn was haben sie alles vor laufender Tagesschau-Live-Kamera nicht zu sagen, weil sie wieder nichts wissen und nicht wissen, warum sie nichts wissen, weil sie eigentlich auch nicht wissen, wo sie überhaupt sind, was sich überhaupt abspielt, weil sie als Korrespondenten nicht nur austauschbar sind, sondern auch ausgetauscht werden, mal hier, mal dort, mal live, mal über Telefon mit Bild, mal mit miserabler Handydigitalkamera übermittelt … Es ist so jämmerlich, dass sich die wenigen wirklichen Journalisten, die es in der Menschheitsgeschichte jemals gegeben hat, im Grabe umdrehen müssten, denn da liegen sie längst, so lange gibt es schon keine wirklichen Journalisten mehr, sondern nur noch Quotenjäger, Schmierenschreiber, öffentliche Flachwichser, die ihre Ahnungslosigkeit zum allgemeinen Abrubbeln der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.
Umgeben von diesem Bürger, diesem ahnungslosen Viech, das wirklich jede Sch***e frisst. Es spielt keine Rolle, ob sie stinkt. Das einzige Kriterium ist, dass sie nicht wegrennt, wenn der Bürger reinbeißt.