Überflogen: Ich will nicht auf den Eiger

Emil Kostadinov
EIGER. TRAUM UND WIRKLICHKEIT
Selbstverlag, Dreieich, 2009, Paperback, 219 Seiten, ISBN 978 3 00 027973 7

Ich bin kein Bergsteiger. Das vermutlich nicht mehr lieferbare Buch – jedenfalls findet man es nicht mehr im Web – wurde mir als Verleger angeboten, nachdem ich Bergsteiger-Texte von Matthias Falke in der Reihe »ErlebnisWelten« veröffentlicht habe.
Aber der Eiger ist nichts für mich.

Der Text ist ein beständiger Dialog zwischen Emil, dem Autor auf dem Umschlag, und Ignat. Beide gemeinsam haben den Eiger bestiegen, und der Dialog ist eine Mischung aus einem Quasi-Gespräch und einem Tagebuch. Der Stil ist weitgehend in Ordnung, hätte aber stellenweise ein besseres Lektorat, vor allem aber ein deutlich besseres Korrektorat vertragen können. Ein hinsichtlich des Umgangs mit der deutschen (Schrift-) Sprache ausgeprägter Präzisionsscheißer und Ameisenf***er wie ich findet zu viele Holpersteine, um eine wirkliche Freude an dem Text zu finden.
Die Bilder sind häufig farbig, aber auch »nur« Schwarz-weiß, und sie nutzen nicht immer die Möglichkeiten, die sich im Buchdruck auf hochwertigem, bilderdruckähnlichem Papier geboten hätten. Das geht so weit, dass manche Bilder zu sehr an Briefmarken erinnern, um einen wirklich zu erfreuen.

Ich weiß nicht, ob geplant ist, das Buch noch einmal herauszubringen. Wenn ich die E-Mail-Adresse Emils wiederfinde, werde ich ihm mitteilen müssen, dass das Werk für meine »ErlebnisWelten«-Reihe nicht geeignet ist. Nicht aus Qualitätsgründen. Sondern aufgrund des Themas. Bergsteigen ist schon sehr speziell, und Matthias Falke kraxelt nicht nur auf Bergen rum, sondern auch in den Gegenden drumherum. Insofern …