Nichts für Ungeduldige

Fuji Fotobuch

Erster Teil des Tests des Fujidirekt-Angebots war der Download der Software. Neben der Software für Mac OS X – die mangels Mac bei mir entfiel – gibt es eine Windows-Version und ein Gadget für Vista.

Das Vista-Gadget ist eindeutig nicht empfehlenswert. Zum einen ist die Beschreibung des Vorgehens irreführend, weil schlicht falsch, denn bei meinen Vistas startet man die Sidebar nicht über Start -> alle Programme -> Sidebar – da findet sich nämlich nichts dergleichen –, sondern über ein Icon in der Taskleiste. Darüber hinaus wird das Gadget nach dem Download dann zwar in der Liste der zur Verfügung stehenden Minianwendungen angezeigt, lässt sich jedoch in der Sidebar nicht aktivieren. Es bleibt schlicht unsichtbar. (Der Versuch, mit Drag & Drop zu arbeiten, erzeugt ein ansonsten tot und unbeweglich immer schön im Vordergrund herumliegendes Bildchen des Icons in der Auflistung der Minianwendungen. Weg bekommt man diesen Geist nur mit einem Neustart.)

Die Software für Windows – eine Exe-Datei, was ich heutzutage nicht mehr so modern finde – ist schnell heruntergeladen und ebenso schnell installiert. Nach dem ersten Start wird ein Update (für Produkte und Preise) nachgeladen, das nicht sehr groß sein kann.
Das Programm stellt in einem Startfenster alle Fujidirekt-Produkte über Reiter zur Verfügung. Große Beschreibungen gibt es dabei nicht. Wo sinnvoll kann man weitere Informationen über Zusatzbuttons abrufen. So z. B. beim »Fotobuch«, wo man eine Tour machen kann, Produkt- und Preisinfos abruft oder bestehende Fotobücher noch einmal bearbeiten kann.
Die Software startet, wenn man ein Produkt auswählt, einen Assistenten und der entwickelt sich zunächst zu einer Zumutung. Er ist langsam, hakelig und ganz eindeutig fehlerhaft. Ich wollte ja ein FUJIFULM Fotobuch testen, wählte also ein solches – und zwar das FUJIFILM Fotobuch brillant –  aus und startete den sogenannten Editor. Der hat Ähnlichkeiten mit einem Explorer: links der Verzeichnisbaum, rechts werden die Fotos angezeigt. Die Größe lässt sich mit einem Schieberegler anpassen, was auch nötig ist, denn der Fotobuch-Assistent für die Seitengestaltung, den man hier sieht, lässt sich nicht vergrößern und ist auf meinem 26“-Display etwa so groß wie eine A6-Postkarte.
Die Fotodateien sind unter Umständen nicht klein, denn man möchte ja die Fotos mit einer vernünftigen Auflösung in seinem Buch wiederfinden. Daraus folgt, dass es dauert, bis die Vorschauen geladen sind, und das macht die ganze Geschichte langsam. An der Hardware kann es nicht liegen: der Testrechner war ein QuadCore mit 3 GHz, 8 GB RAM unter einem 64-Bit-Vista, dazu SATA-Festplatten mit 10k U/min.
Problematisch ist, dass die Dateinamen in diesem Assistenten nur angezeigt werden, wenn man – geduldig – mit der Maus über die Bilder fährt. Wenn man also vorher mit Windows-Bordmitteln oder einer anderen Software schon Bilder ausgesucht hat, dann nutzt einem das wenig. Ganz problematisch ist, dass das Programm recht zäh reagiert, wenn man ein Bild auswählen will; manchmal muss man zwei, drei Mal hinklicken. Auch die Markierung »Fotos hinzufügen« führt nicht sofort zu einer Reaktion; manchmal vergehen fünf, sechs Sekunden. Dieses Verhalten gemeinsam mit einem Fehler macht die Software im Grunde untauglich – irgendwann, wenn die Software errechnet hat, dass man mehr als 50 % des zur Verfügung stehenden Platzes belegt, rastet das Programm mitunter einfach aus und markiert alle Bilder, die in dem Verzeichnis lagern, um mit der Fehlermeldung zu enden, dass soundsoviele Bilder nicht hinzugefügt werden konnten, weil das Maximum von 255 Seiten – das man, glaube ich, gar nicht bestellen kann – erreicht sei. Da nutzt es dann auch wenig, dass man sich die »übernommenen Bilder« anzeigen lassen kann; hier kann man die Auswahl immerhin für alle Fotos in einem Rutsch entfernen – und dann von vorne beginnen.
Schön wäre es, wenn Fuji nicht nur an diesem Assistenten nacharbeitet – oder ihn gleich wegläßt –, sondern auch eine andere Vorgehensweise empfiehlt. Dann wenn man vorausplant, dann kann das durchaus funktionieren. Und zwar so:

Man stellt sich in einem eigenen Ordner die Fotos zusammen, die man für das FUJIFILM Fotobuch auch wirklich verwenden möchte. Das geht ja mit »copy & paste« ganz leicht.
In dem Fotobuch-Assistenten zur Seitengestaltung geht man dann zunächst auf »Seiten-Gestaltung« und wählt das Grundlayout aus, das man verwenden möchte. Da gibt es zahlreiche Möglichkeiten, von Einzelbildern pro Seite bis hin zu »Smart page« genannten Layouts, bei der die Seiten zwar automatisch, jedoch individuell für jede Innenseite layoutet werden, was möglicherweise auch nicht schlecht aussieht. (Eine Vorschau gibt es hier nicht, eine Bearbeitungsmöglichkeit auch nicht.)
Hat man diese Einstellung vorgenommen, kann man unter »Fotos« – immer noch im Fotobuch-Assistenten – mit STRG+A alle Fotos in dem vorbereiteten Wunschverzeichnis markieren, mit »Fotos hinzufügen« eben hinzufügen und sieht sogleich nicht nur den schon erreichten Umfang – z. B. 16 von 24 Seiten –, sondern auch eine Preisangabe, was so ein Fotobuch – hier mit 24 Seiten – kosten würde.
Danach geht man mit »weiter« weiter.

Und wie das dann en detail aussieht, werde ich morgen ausprobieren. So leicht gebe ich nicht auf :)

[Hinweis: Dies ist ein Produkttest als Onlinebotschafter – www.onlinebotschafter.com]