Unglaublich II: Fliegentöten

Wir leben in einer landwirtschaftlich geprägten Gemeinde. In nächster Nachbarschaft haben wir zwei Landwirte mit Rindviechbeständen. Und das wirkt sich im Sommer auf die Zahl der Fliegen aus, die durch geöffnete Türen und Fenster ins Haus einfallen, um sich dort aus völlig unverständlichen Gründen darauf zu verlegen, zu nerven.
Ich töte pro Tag zwischen 40 und 60 Fliegen. Die verschiedensten Abwehrmethoden – Klebefolien an den Fenstern, die klassischen Fliegenfänger an der Zimmerdecke, ein Insektenvorhang vor der Tür zum Garten, eine Insektenfalle mit Strom – nutzen nicht wirklich etwas. Vor allem, wenn eine Tür geschützt wird, alle Fenster jedoch völlig ungesichert offen stehen.
Und die ultimative Methode, Fliegen zu töten, habe ich auch noch nicht gefunden. Insektenspray wirkt zu langsam, geht als Aerosol in die Atemluft und legt sich auf Monitore und andere Gegenstände. Am Ende bleibt nur die klassische Fliegenklatsche und die Tonne für Altpapier oder Kunststoff, um die Leichen zu entsorgen.
Und die Viecher nerven einfach nur. Sie sind zu dumm, um wahr zu sein, und sie nerven. Eine Spinne – und wir haben reichlich Spinnen im Haus – erweist sich noch als nützlich; nicht nur, weil sie auch Fliegen verspeist, wenn sie welche in ihrem Netz fangen. Aber Fliegen sind einfach nur dumm, und mir ist nicht klar, was sich die Schöpfung dabei gedacht hat, solch konzentrierte Dummheit mit Flügeln zu versehen.

Ich mag Tiere. Ich mag auch Insekten. Spinnen, Bienen, Wespen, Hummeln sowieso, Schmetterlinge natürlich auch. Sie alle haben irgendetwas Nützliches zu bieten. Fliegen möglicherweise auch – aber das, was sie an Positivem mitbringen, wird durch ihre nervtötende Dummheit mit tödlicher Konsequenz überlagert.
Schlimm. Aber nicht zu … paatsch!

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