Das generische Femininum

oder

Die Forderung nach sprachlicher Gleichberechtigung des Mannes

Im gesamten Universum der Genderunfugler hackt man ständig auf dem generischen Maskulinum herum, dieser Errungenschaft, die bewirkt, dass mit »dem Bürger« alle Geschlechter gemeint sind: Männer, Frauen, Kinder, Transen, Diverse, Sonstige, Alleanderen. Genderunfugler sind der Ansicht, die Argumentation pro generischem Maskulinum sei eine Ausrede, das stimme nicht, das müsse geändert … nein, gegendert werden.

Übersehen wird dabei zum einen die Historie, nein, sie wird sogar als Argument genau dafür angeführt, wie frauenfeindlich das generische Maskulinum sei. (Man wartet förmlich darauf, dass sich die Diversen, Sonstigen und Alleanderen melden und fragen, warum das generische Maskulinum nur frauen-, nicht jedoch diversen-, sonstigen- und alleanderenfeindlich sei. Aber diese Gruppen haben möglicherweise ganz andere Probleme. Oder einen funktionierenden Intellekt.) Bis zum ersten Auftreten der Genderseuche hat das Deutsche mit dem generischen Maskulinum wunderbar funktioniert und mit dessen Hilfe literarische Meisterwerke – nur als Beispiel – geschaffen, die zur Weltliteratur gezählt werden. (Ich verkneife mir die Beispiele. Die großen deutschen Autoren, von Goethe, Schiller über Mann bis Brecht und Konsalik, sie alle sind freilich schuldig.)

Die Genderunfugler übersehen auch, dass sie allen – nicht nur sich selbst – den Blick auf das eigentliche Problem versperren: Mit ihrem Blödsinn schafft es keiner, Frauen zu einem gleichen Gehalt für gleiche Arbeit zu verhelfen. Mit Verbrechen an der deutschen Sprache findet keine Frau einen Job, der vermeintlich Männern vorbehalten ist – sei es in typischen Männerberufen, z. B. im Handwerk, sei es in den Vorstandsetagen von Aktiengesellschaften und Konzernen. (Und wohlgemerkt: Hier geht es nicht nur um Frauen, sondern auch um die Diversen, Sonstigen und Alleanderen.) Das einzige, was die Genderspinner schaffen, das ist, das Texte unleserlich werden und niemand mehr versteht, worum es eigentlich geht.

Aber das alles ist nicht das wirkliche Problem. Das wirkliche Problem ist die Männerfeindlichkeit der Genderei (zur Frauenfeindlichkeit verweise ich auf den Beitrag »Auf den G-Punkt« vom gestrigen Tage). Da wird immer nur auf dem generischen Maskulinum herumgehackt – und niemand interessiert sich für die Ungerechtigkeit des generischen Femininums, das nicht nur totgeschwiegen, sondern gerade von Genderhonks vermutlich in seiner Existenz bestritten wird. Und doch ist es »die Sonne«, »die Wahrheit«, »die Zukunft«, »die Möglichkeit«, »die Gelegenheit« und letztlich »die Tatsache« – und natürlich vieles mehr –, die dem Manne sprachlich vorenthalten werden; und von den grundsätzlich femininen Pluralen sei hier gar nicht die Rede (weil hier der Genderfuzzi erkennen könnte, dass Genus eben doch nicht Sexus ist!).

Und so fordere ich die Herstellung der sprachlichen Gleichbehandlung des Mannes, indem ich im kommenden Sommer meinen Sonnenbrand dem Sonne!r zu verdanken habe und ich in dem Zukunft!er den Möglichkeit!er erhalte, den Wahrheit!er als Tatsach!er betrachten zu dürfen. Und bei diesem Gelegenheit!er möge uns Männern das Ausrufezeichen als Gendersternchen dienen dürfen.

2 Replies to “Das generische Femininum”

  1. Das „Das“ ist die Geheimwaffe der Antigenderisten. Denn mit dem „Das“ sind alle und niemand gemeint. Jederzeit. Und immer hübsch dran denken: „die Schwein*in“ nur richtig mit Ständergernchen, „der Schwein!er“ indes nur mit Punktpimmel.

  2. Wir nennen den Kater der Nachbarn, der uns hin und wieder besucht, mittlerweile „Katzer“, weil wir ihn anfangs für eine Katze hielten, nun aber nach dem Gespräch mit unseren Nachbarn feststellen mußten, daß er eigentlich ein Eunuch ist. Armes Schwein! (Weshalb heißt es eigentlich „das“ Schwein? Wir sollten dieses Wort aus der deutschen Sprache entfernen oder es aufteilen in „die Schweinin“ und „der Schweiner“, denn wer von den Genderspacken will sich schon der Worte „die Sau“ [das darf man nicht sagen, weil es häßlich konnotiert ist!]und „der Eber“ [was auch immer damit gemeint ist] bedienen?). Ja: wenn wir darüber nachdenken, ergeben sich Probleme über Probleme …

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