Sprachschmarrn

Heute morgen gab’s also wieder einen VDS-Infobrief. Heute wurde über ein Plakat am Hauptbahnhof der Stadt Hof gelästert – zu Recht. Da steht: »Fränkische Gemütlichkeit to go: Grüß Gott in der Wärschtlamänner«. Das ist nichts für Ortsfremde. Denn zum einen wird verheimlicht, wo man überhaupt ist – in Hof eben –, und zum anderen möchte wohl kaum jemand – nicht einmal von den Ortsansässigen – Gott in den »Wärschltamännern« grüßen. »Wärschtlamänner« sind Würstchenverkäufer mit Bauchladen, in Hof anzutreffen. Und dann »Gemütlichkeit to go«. Mit der Vermutung des VDS-Infobriefs, »Hof gibt sich traditionell dialektfreundlich, aber natürlich auf der Höhe der Zeit. Leider auf Kosten der deutschen Sprache« stimme ich nur teilweise überein. Ich glaube eher, dass das ein gemeinschaftliches Versagen von Ideengeber, Druckerei und dem das Plakat installierenden Personal ist. Ich hätte da auf jeden Fall schon mal lektoriert.
Quelle dazu: frankenpost.de.

Auch im Pott ist’s nicht besser: In Bochum wurde eine »Protected Bike Lane« geschaffen, um Rad- und Autofahrer sicherheitshalber voneinander zu trennen. »Protected Bike Lane«. Wirklich? Das schreit förmlich nach einer »definitely complete lobotomy«. Oder hat die längst stattgefunden?
Quelle dazu: bochum.de.

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