Fliegen töten

Wir haben ein Fliegenproblem. – Ich bin Tierfreund. Ich mag Tiere. Ich rette Wespen, die sich ins Haus verirrt haben, bevor sie auf einer der Klebeflächen für die Fliegen verrecken. Ich habe sie sogar schon gerettet, als sie draufklebten. Ja, das geht, ob man’s glaubt oder nicht. Bienen sowieso. Alle Fluginsekten, im Grunde. Und auch andere Insekten. Ohrenkneifer letztens. Kellerasseln weniger. Wenn man die findet, sind sie meist schon hinüber. Keine Ahnung warum. Spinnen sind bei uns zugelassene Mitbewohner, zumal ihre Netze und Weben zahlreicher sind als sie selbst. Oder sie sind unsichtbar. Egal. – Nur Fliegen, die erleiden bei mir nur ein Schicksal. Sie sind zu blöd, ein Zimmer, das sie durch ein winziges Loch geentert haben, durch ein offenes Fenster wieder zu verlassen. Sie sind zu blöd, irgendwo rumzufliegen, wo sie nicht stören. Sie sind sogar zu blöde, sich auf die kleinen Klebeflächen zu setzen und dort zu verrecken. Sie sind zahlreich – wie haben halt Landwirtschaft mit Viehhaltung in der Nachbarschaft –, sie sind dumm, sie nerven. Also werden sie erschlagen. Interessanterweise würde ich eine Wespe, eine Biene, eine Hummel, eine Motte, nichts dergleichen auf diese Art und Weise vom Leben zum Tode befördern. – Nur Fliegen. Wenn die nicht so dämlich wären, würde sich ihr Schicksal in meinem Hause möglicherweise herumsprechen. Aber sie sind ja dumm. Dämlich. Blöde. Und dann eben tot.

P.S.: Und außerdem bekacken die Scheißviecher meinen weißen VW Passat. Sie sind sogar so blöd, so klein zu sein, dass ich sie nicht teeren, federn und vierteilen kann. Nur erschlagen. Mist.

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