Pariser Linien im Terminal

  • Micmacs – Uns gehört Paris! Ein Film, den ich mir noch mal anschauen muss. Hauptfigur Bazil (Dany Boon) hat seine Familie durch Waffen verloren, verliert seinen Job und gerät in eine Clique seltsamer Gestalten, die gemeinsam mit ihm den Kampf gegen die Hersteller der Waffen aufnehmen, die ihm seine Familie raubten. Ein Film von Jean-Pierre Jeunet, in der Machart der »Amélie«, und deshalb nicht nur leicht mehr als einmal ansehbar, sondern auch notwendigerweise mehrfach zu goutieren, damit man all die Facetten und Feinheiten auch wirklich goutieren kann.
  • Quarantäne 2 – Terminal: Wie Teil 1, nur diesmal auf einem Flughafen spielend – und mit weniger nervender Kameraführung. Die Story ist als Wiederholung und (eher marginale) Fortsetzung des ersten Teils in Ordnung, die Bilder wiederum nichts für empfindliche Zuseher.
  • Burlesque: Was für ein geiler Film! Ich habe zugegebenermaßen eine Weile gebraucht, bis mir klar war, wer die Hauptdarstellerin war – nämlich Christina Aguilera. Und was für eine geile Musik! Und was für ein geiles Weiß-der-Henker-noch! Ich habe mir den Streifen gleich zwei Mal nacheinander reingezogen, und er liegt immer noch auf der Festplatte meines Arbeitsplatz-PCs, denn die ersten zwei Mal waren nicht das letzte Mal, dass ich den Streifen gesehen habe. – Wer auf tolle Musik steht (das Burlesque-Thema wird im Laufe des Films in immer moderneren Stilen verarbeitet; am Ende des Films gehen dann die Lautsprecher kaputt), ist hier richtig; wer eine immer noch ansehnliche und stimmlich unvergleichliche Cher sehen möchte, gehört hierher; und wer Christina Aguilera mal schauspielern, tanzen und singen sehen möchte, der hat einen Termin. (Geiler Film. Der letzte Streifen mit einer ähnlichen Thematik, der mich so begeistert hat, war »Coyote Ugly«.)
  • La Linea 2 – Drogenkrieg in Mexiko: Der Originaltitel lautet »Across the Line – The Exodus of Charlie Wright«; unter dem genannten deutschen Titel findet man den Streifen z. B. in der IMDb nicht. Insofern bin ich mir auch nicht im Klaren, ob es sich wirklich um die Fortsetzung von »La Linea« handelt (ich kenne den vermeintlich ersten Teil nicht); andererseits spielt auch in diesem Film Andy Garcia einen Drogenboss, so dass der Fortsetzungscharakter denkbar wäre. Egal. – Es handelt sich um einen typisch amerikanischen Gangsterfilm mit vielen (vermeintlichen) Hauptfiguren (von denen manche früher sterben, als es sich für Hauptfiguren gehört), mit vielen Schauplätzen, reichlichen Verstrickungen und letztlich einem zwar actionhaltigen, aber letztlich zu realistisch choreografierten Plot, der den Film zu einem Film für Genrefans macht, die auch auf Mafiastreifen aller Art und Ausprägung stehen. Nicht mein Ding.
  • Gantz – Spiel um dein Leben: Die japanische Variante von »Cube« vielleicht. Nicht ganz, gut, aber die Handlung geht in die Richtung. Zwei Jungs werden von einer U-Bahn überfahren, sterben aber nicht, sondern werden irgendwohin geschleudert, wo eine Kugel namens »Gantz« ein Spiel spielt, bei dem man entweder mitspielt oder aber stirbt. Eine Weile ist der Film ganz nett, aber er wird schnell langweilig, weil er – im Gegensatz zu »Cube« – die selben Plotelemente immer nur in unterschiedlichen Farben wieder aneinander reiht, während bei »Cube« – jedenfalls im ersten Teil – wenigstens eine Handlungsentwicklung vorhanden war.