Warum die Firma Amazon in Deutschland auch auf anderen Gebieten verliert und fürderhin nur noch über amatschon.de erreichbar sein sollte –

Wenn ich einen Geldscheißer im Keller stehen hätte, würde ich die Domain amatschon.de auf mich registrieren und sie dauerhaft auf eine der bekannten Amazon-Domains umleiten. Andererseits …

Als Kunde von CreateSpace, dem PoD-Ableger von Amazon, habe ich inzwischen verstanden, dass es eine besondere Form von Dummheit im Netz gibt. Eigentlich hat es mit Books on Demand angefangen, aber da kam die Dummheit, die den Mitarbeitern vorschrieb, mit thematisch unpassenden Textbausteinen zu arbeiten und ihre eigene Identität geheimzuhalten, von oben, aus einer Geschäftsleitung mit Geschäftsführern, die klassisch ihr Geld damit verdienen, ihre Dummheit erfolgreich zu instrumentalisieren. Bei CreateSpace liegt die Dummheit anders: auf einem Stapel von Vorschriften, bedingt durch eine Produkthaftungsparanoia, die dem typischen US-Amerikaner möglicherweise schon mit der Muttermilch injiziert oder jedenfalls doch aufoktroyiert wird.
Der Deutsche an sich leidet an einer ganz anderen Form von Dummheit – richtigerweise: an einem ganzen Strauß ganz anderer Dummheiten –, und eine davon ähnelt der der amerikanischen Vorschriftengläubigkeit, mit dem Unterschied, dass es für die deutsche Variante keinen anderen Grund gibt – als einfach nur Dummheit.

Ich habe bei Amazon – konkret: amazon.de – jede Menge Bücher im Programm. Die, die ich über Books on Demand noch herstellen lasse, im normalen Amazon-Programm. Die, die ich über CreateSpace machen lasse, auch. Und ein paar Titel, die ich nur über den Marketplace vermarkte.
Im Falle von Books on Demand gibt es das Problem, dass die von der Norderstedter Firma übermittelten Daten offensichtlich nicht »gehärtet« sind, das heißt: der Empfänger, hier Amazon, ist in der Lage (und gewillt), diese Daten zu verändern, anzupassen, vulgo: zu versauen.
Mein Verlag, ein kleiner zwar, aber mit derzeit rund 60 aktiven Titeln nicht ganz unbedeutend, heißt p.machinery. Mit kleinem p, einem Punkt und einem ohne Leerzeichen nachfolgenden m. Ganz vollständig: p.machinery Michael Haitel. Aber vor allem: p.m…, nicht P. M… oder irgendwas anderes als p.m…
Ameisenfickerei? Aber freilich! Aber es sind meine (!) Ameisen, und welche meiner (!) Ameisen ich wie ficke (!), das entscheide ich (!). Und sonst niemand.
Amazon in Person von amazon.de sieht das freilich anders. Da gibt es ein Buch, zu dem ich ein Update der Autorenvita erbeten wollte, aber den richtigen Punkt nicht fand (konnte ich auch nicht, das entpuppte sich per Nachfrage als besondere Website, die nur Autoren wissen dürfen, wie es scheint). Bei der Gelegenheit fiel mir die Schreibwiese meines Verlages auf: P.Machinery M. Haitel.
Ich regte eine Änderung auf p.machinery Michael Haitel an. Was nicht ging. Nicht genug Platz.
Also: p.machinery M. Haitel. Als Entgegenkommen.
Antwort von Amazon:

Guten Tag,
vielen Dank, dass Sie das Katalog-Eingabeformular genutzt haben, um uns Informationen zu diesem Produkt mitzuteilen:

Titel spielt hier keine Rolle
ASIN: auch nicht

Die folgenden Vorschläge wurden angepasst und verarbeitet und werden innerhalb der nächsten zwei bis drei Werktage auf der Website erscheinen:

Während unserer Recherchen zu Ihrem Vorschlag haben wir abweichende korrekte Informationen gefunden oder festgestellt, dass der derzeitige Wert nicht unseren Formatvorgaben entspricht. Wir haben unseren Katalogeintrag entsprechend angepasst. Diese Änderung wird innerhalb der nächsten zwei bis drei Werktage auf der Website erscheinen.

Verlag
Derzeitiger Wert: P.Machinery M. Haitel
Ihr Vorschlag: p.machinery M. Haitel
Neuer Wert: P. Machinery Haitel

Wir wissen es sehr zu schätzen, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Korrekturen vorzuschlagen, und uns damit helfen, die Qualität unserer Katalogdaten für unsere Kunden zu verbessern.

Danke, Amatschon, du größtmögliche Versammlung von Matschhirnen. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass ich für eure Dummheit nicht auch noch bezahlen muss.

P.S.: Ich habe sogar einen Beweis für die Dummheit von amatschon.de. Wenn ich einen Titel über CreateSpace einstelle, fragt mich CreateSpace noch dem Namen des Publishers. Ich gebe wahrheitsgemäß an: p.machinery Michael Haitel. CreateSpace übernimmt auftragsgemäß – sogar ohne Diskussionen – p.machinery Michael Haitel. Und amatschon.de bildet bei den entsprechenden Titeln ab … na? Was? Genau … p.machinery Michael Haitel.