Bilder, Laufen lernend: Tapper aufm TV

Und wenn’s die Bilder erstmals zum Fernsehgerät geschafft haben, stützen sie sich glückselig und erleichtert ab – und hinterlassen: Tapper.

  • Terminator Salvation – The Machinima Series: Hallo? Wer fickt hier denn wen? Wenn ich diese Schweinescheibe hätte kaufen müssen, hätte ich jemanden töten müssen. Das ist unglaublich. Da geht irgendjemand hin, zockt auf seinem 0815-TFT ein 4711-Computerspiel, zeichnet das auf und unterlegt das mit irgendwelchen passenden Dialogen, und das wird dann als Film verkauft? – Mann. Mann, Mann, Mann, Mann. Die Optik ist grottenmies, pixelig, stufig, das ist Pentium-II-Niveau, wenn es hochkommt. Die Handlung ist dämlich, die Dialoge sind dämlich, die Connor-Figur sähe gut aus, wäre sie real und von einer Schauspielerin wie der Headey gespielt, der ganze Film ist eine dermaßen dämliche Scheiße, dass ich abgebrochen habe. – Die Machinima Series bestehen anscheinend – ich habe das nicht recherchiert, weil ich mit dem Kotzen aufhören wollte – aus Strips von 10 bis 15 Minuten Länge. Die DVD fängt einfach irgendwo an, zwischendurch kommen motivationslos irgendwelche Trailer oder Vorspänne, dann geht es weiter. – Ich habe nach rund vierzig Minuten aufgegeben und mir überlegt, ob nicht das Spannendste an dem Teil wäre, das blöde Stück einfach zu löschen.
  • Der fantastische Mr. Fox: Animation. Nach meinen Infos ist das Stück komplett am Computer entstanden, jedoch wurde Stop-Motion-Technik simuliert. So sieht es jedenfalls aus. Dass der Streifen auf meiner Liste landete, liegt an den Namen der Stimmen: George Clooney, Meryl Streep, Bill Murrey, Willem Dafoe, Owen Wilson usw., lauter dicke Dinger. – Der Film selbst ist eben eine Animation, was ohne Action nicht so mein Ding ist, und Action gibt es nicht, jedenfalls nicht viel. Die Handlung ist schräg und ein klein wenig zu abgedreht, um wirklich amerikanisch zu sein. Mag man glauben. Eine amerikanische Produktion ist es trotzdem. Nach einer Geschichte von Roald Dahl. Was vielleicht eine Erklärung ist, warum der Film so seltsam wirkt. – Mein Fazit? Keine Ahnung. Unentschieden, würde ich sagen.
  • Ein Fall für die Borger: Bei dem Film fiel mir das Fazit leichter: Geil :) Die Borger (im Original heißt der Film »The Borrowers«, d. h., »Borger« wird nicht amerikanisch, sondern deutsch ausgesprochen und kommt von »borgen«, »leihen«) sind ein winziges Volk, das neben uns in den Wänden und den Zwischenböden unserer Wohnungen und Häuser lebt. John Goodman spielt in dem Film den bösen Immobilienfuzzi, der eine Familie aus ihrem Haus vertreibt, und damit eigentlich den Auslöser liefert, dass Borger und Menschen erstmals nicht nur Kontakt zueinander finden, sondern sich auch gegenseitig unterstützen, um das Unrecht zu beseitigen. – Ein niedlicher Film, dramaturgisch toll gemacht, aber ansonsten einfach nur niedlich.
  • O Brother, Where Art Thou?: Clooney, Turturro, Nelson. Dazu Goodman und die Hunter. Das waren die Namen, die mich angezogen haben, den Film anzuschauen. Ich werde ihn noch mal anschauen müssen, denn ich habe ihn eigentlich nicht verstanden. Das ist kein Stück für zwischendurch – und so habe ich ihn das erste Mal gesehen –, sondern was für einen ordentlichen Fernsehabend. – Was mir in Erinnerung blieb: Clooney ist gut wie immer, Turturro harmloser als angekündigt.
  • Die Überlebenskünstler: Robin Williams und Walter Matthau in einer älteren Komödie (1983 – hey, das sind 27 Jahre!). Eigentlich kein sonderlich toller Film, jedenfalls nicht nach meinem Geschmack, sieht man davon ab, dass Matthau den Coolen supercool spielt, und dass Williams den durchgeknallten Militärgewaltfreak ganz ausgesprochen glaubwürdig rüberbringt – bis klar wird, worum es wirklich geht :)

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