Zelluloidfetzen II

Und noch ein paar Streifen, darunter auch ein paar feine Teile.

  • Lara Croft – Tomb Raider 2 – Die Wiege des Lebens. Wenn ich den zweiten Teil gesehen habe, gefällt mir immer der erste besser; und umgekehrt. Keine Ahnung, warum das so ist, weil eigentlich beide Tomb-Raider-Filme mit der unvergleichlichen Angelina Jolie einfach tolle Filme sind, tolle Spieleverfilmungen vor allem, wenn man das so betrachten möchte. Wie gesagt, für mich ist der andere Teil immer besser. Mehr als ein guter Grund, die Filme immer abwechselnd und immer wieder anzuschauen.
  • X-Men 3 – Der letzte Widerstand. Der Showdown. Das X-Men-Trio hat mich anfangs eigentlich nicht sonderlich begeistert, vermutlich habe ich meine Abneigung gegen Patrick Stewart zu sehr einfließen lassen. Nachdem ich die drei Teile mehrmals gesehen habe, ist es nicht mehr so wild – Stewarts Rolle ist relativ leicht zu ignorieren, wenn man daran denkt, dass die eigentlichen Handlungsträger ganz andere Figuren sind. – Auch der dritte Teil hat schöne Aspekte, schöne Figuren, aber er hinterlässt bei mir so ein wenig Bedauern. Nicht, dass ich sonderlich auf Endlosserien stehe, im Gegenteil; aber dass hiermit Schluss ist – von den Prequels abgesehen –, das ist doch schade.
  • Desperate Housewives, Season 2, Box 1, Disc 1, Ep 1–4; Disc 2, Ep 5–8; Disc 3, Ep 9–12. Zu dieser meiner kranken Leidenschaft äußerte ich mich schon. Im Augenblick habe ich auch nur die Scheiben noch mal »gesichert«, nachdem die ersten »Versuche« in dieser Richtung asynchron waren. Ich denke, ich werde bei Gelegenheit mal ein persönliches Desperate-Housewives-Wochenende machen.
  • Auf Herz und Nieren. Eine feine kleine deutsche Komödie, die von Leuten gemacht wurden, die britische Streifen à la »Bube, König, Dame, Gras« geschaut und verstanden haben. Die Schauspieler sind scheinbar unbekannt, jedenfalls in den Hauptrollen. Dafür sind die Nebenrollen bekannt besetzt: Udo Kier, Burt Reynolds, Huub Stapel, Xavier Naidoo, Axel Schulz, Volker Lechtenbrink. Und mehr. – Die Story ist die über die Notwendigkeit, zu überleben, und sich für oder gegen eine Freundschaft zu entscheiden. – Wirklich ein schönes Stück deutschen Films.
  • Terminator 1. Toller Film, das wissen wir alle. Ein Schwarzenegger, bevor er anfing, ganze Sätze zu sprechen. Aber trotzdem. – Was grottig war, war diese DVD-Version. Nicht genau erkennbar, aber da waren Schnitte drin, die den Film möglicherweise FSK-6-geeignet machen sollten. Szenen, bei denen ich letztlich nicht verstehe, warum sie überhaupt geschnitten wurden, denn im Großen und Ganzen war der Film so wild nicht, und das, was auf dieser Scheibe, die ich hier hatte, vorlag, machte jedenfalls keine FSK-16- und nicht mal eine FSK-12-Klassifizierung nötig. – Nachdem der Film in der Originalfassung (ungeschnitten) inzwischen wohl komplett vom Index genommen wurde, habe ich die Hoffnung, vielleicht doch noch mal eine Version zu sehen zu bekommen, die nicht so rüde zerschnippelt wurde.
  • Alarmstufe: Rot 2. Neben Teil 1 für mich der einzige Seagal-Streifen, der ernstzunehmen war und ist. Alle anderen seiner Streifen sind Opa-Präsentationen mit Hektoschnitt. Und wie es sich bei einem zweiten Teil gehört: der erste Teil war besser.
  • Im Winter ein Jahr. Karoline Herfurth ist eine ansehnliche Schauspielerin, mit vielfältigen Fähigkeiten, wie mir deucht. Der Film hier ist einerseits einer von diesen Streifen, die man früher als »Problemfilm« bezeichnete, andererseits gut verdaulich. Schöne Unterhaltung mit ordentlichem Tiefgang, ohne auf den Magen zu schlagen. Und die Herfurth schaut gut aus.
  • In den Schuhen meiner Schwester. Cameron Diaz ist eine meiner Schauspielerinnen, unzweifelhaft. Toni Collette eigentlich nicht. Aber in diesem Film passen die beiden Hauptdarstellerinnen so hervorragend zusammen, dass es einfach passt. Die Geschichte zweier grundverschiedener Schwestern, die über die vom Vater verleugnete Großmutter zueinander finden – feines Kino zum Zuschauen.

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