Schwachsinn zum Frühstück: Die Krankenschwesterin

Ohne weitere Worte:

„Ich brauch nicht Vater, Mutter, Bruder / Ich will ein schneeweißes Luder / Die ist schöner, blonder, fester / Denn sie ist ’ne Krankenschwester.“ Das Schlagerduo Klaus & Klaus besang sie zuerst, der Ballermann-Barde Mickey Krause legte sie neu auf: die Krankenschwester. Seit dieser Woche hat die „KrankenschwesterIN“ Einzug im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gehalten. In der Lokalzeit Südwestfalen des WDR-Fernsehens war einem VDS-Freund eine Merkwürdigkeit aufgefallen. Bei einem Bericht über eine Feuerwehrfrau sprach der Moderator vom Hauptberuf der Frau: Sie sei „Intensivkrankenschwesterin“. Der Beobachter vermutete zunächst einen harmlosen Versprecher, wie er auch dem besten Moderator passieren kann. Ein paar Augenblicke später wiederholte dieser die „Intensivkrankenschwesterin“ jedoch. 1 x ist ein Versehen, 2 x ist Absicht. Die bissigen Kommentare zu dem kurzen Video, das der VDS anschließend mit der Frage „Hey, @WDR, was ist denn eine ‚Intensivkrankenschwesterin‘?“ hochlud, ließen nicht lange auf sich warten: „Ist eine männliche Krankenschwester eine Krankenbrüderin?“ fragte @Juliuskujira1, @dchackethal spekulierte „Muesste es nicht ‚Krankenschwesternde‘ sein?“, und @foersterjoerg ist sich sicher: „#Intensivkrankenschwesterin Ideologie frisst Hirn.“ Der WDR antwortete auf den Tweet, dass es sich um einen Versprecher gehandelt habe. Amüsant ist jedoch, dass auch die Moderatorin einer anderen WDR-Sendung von einer „Krankenschwesterin“ sprach, und selbst Kanzler Olaf Scholz dieses Wort benutzte. (twitter.com/VDS_weltweit, derwesten.de, twitter.com/Michael77720627, twitter.com/PenelopeeDream, welt.de)

Aus dem VDS-Infobrief vom 14.08.2022.

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