Hunde, Kinder, Widrigkeiten

Der Vorteil von Hunden gegenüber Kindern ist, dass sie nicht jammern und quengeln. Die Hunde. Andererseits ist das ein Nachteil, denn dadurch weiß man nicht immer und oft nicht gleich, dass ihnen was fehlt und was ihnen fehlt.

Susi ist heute morgen um zwanzig vor fünf wach geworden und ins Bett gekommen. Aus der Nacht zuvor habe ich gelernt, dass sie dann raus will. Allerdings nicht mit mir, sondern nur mit Frauchen. Draußen lief sie dann rum und graste. Jedenfalls sah es so aus. Später wiederholte sich das immer wieder. Und sie kümmerte sich nicht nur um Graskonsum, sondern auch darum, an einer neuen Stelle zu buddeln.
Der Stuhlgang sah nicht gut aus, meinte Frauchen. Rötlich, oder braun. Sie nahm keine Leckerlis, auch nicht das große nach dem ersten Gassigang. In ihrem Bauch grummelte es hörbar.
Mittags wirkte sie beim Gassigang unmotiviert, schnüffelte bei Weitem nicht so viel und intensiv wie sonst, lief auch nicht vorne weg. Wie sonst.
Beim Treffen mit der Bürgermeisterin und ihrer Luise (oder Louise?) legte sie sich hin. Auf die Seite. Das ist kein gutes Zeichen. Auf dem Heimweg setzte sie ein kleines Häufchen ab. Flüssig, schwarz (Blut?), nicht viel, aber begleitet von einem Mordsfurz.

Und Naomi auch. Die spuckte ihr Morgenleckerli mittags aus. In zwei gelblich-grünen Portionen. Und ihr Minihäufchen sah auch nicht so gut aus (nachdem sie vor dem Gassigang im Garten noch eher festen Kot abgesetzt hatte).

Schöne Geschichte, nicht wahr? Genau richtig für diesen Blog, für die Öffentlichkeit.
Heute gibt es Diät. Für Susi und Naomi. Für Susi auf jeden Fall kein Abendessen; bei Naomi muss ich dann schauen. Und für Susi morgen dann die berühmte Morosche Möhrensuppe.

Wie gesagt. Hunde haben Vorteile. Aber am Ende fehlt halt doch nur das Jammern und Quengeln.

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