Quartalssäufer vorm Automaten

Leergutautomaten sind sensible Wesen. Menschen, die ihr ordentliches und gepflegtes Leergut zurückgeben möchten, auch. Und es gibt Menschen, die sich nicht zwischen beide stellen sollten. Hofft man.

Aber die Hoffnung stirbt nicht immer zuletzt, sondern gleich. Vorm Leergutautomaten. Da sammeln sich die Menschen, die drei Monate lang Aludosen und Plastikflaschen leer saufen und dann mit einem Transporter ankommen, dessen Inhalt vier Einkaufswagen füllt. Und dann stehen sie da mit ihrem leer gesoffenen Hirn und drücken immer wieder die gleiche Dose in die Öffnung, glotzen den Schriftzug an, der sie informiert, dass die Marke nicht zum Marktangebot gehört oder die Dose nicht leer ist. Und sie drücken die Dose wieder in die Öffnung, und noch einmal und noch einmal und immer wieder. Bis die Elektronik aufgibt.

Eine Konservenstimme bittet dann einen Mitarbeiter zum Leergutautomaten. Der kommt auch, sogar recht fix, öffnet den Automaten einmal, schließt ihn wieder, der Computer, der dahinter steckt, bootet und das Spielchen geht wieder von vorne los. Diese Dose … in die Öffnung … wieder, wieder, wieder und wieder. Und immer wieder.

Darf man solche Menschen eigentlich in den Kopf schießen – wieder, wieder, wieder und wieder? Und bekommt dann doch mildernde Umstände?

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