Unklare Vorgeschichte

Es ist nicht ganz klar, welche Schwierigkeiten Rainer Schorm und Jörg Weigand hatten, dieses Buch an den Mann zu bringen – wobei Mann als »Verlag« zu verstehen ist. Die wenigen Informationen, die mir vorliegen, lassen jedoch den Schluss zu, dass diejenigen potenziellen Verleger, die angesprochen wurden, den möglicherweise vorhandenen Schwanz eingezogen haben, als ihnen nicht nur das Thema, sondern auch der Inhalt des Buches klar wurde. Oder sie hatten von vornherein keine Eier.
Fakt ist, dass »Weiberwelten« eine Sammlung ziemlich böser Satiren zum Thema »Gender Mainstreaming« und dessen Auswüchsen ist. Was die verschiedenen Autoren in diesem Werk beschreiben, zeigt die in Deutschland grassierende sprachliche Vollidiotie von halb- und vollamtlich bestellten Sprachbehinderten und der Gender-Mainstreaming-Lobby, die hinter den Verantwortlichen steht, um sicherzustellen, dass auch die letzte sprachliche Dummheit umgesetzt und zur Regel gemacht wird (*).

Ich habe mit solchen Themen kein Problem. Und nicht nur das – ich finde, es wird viel zu wenig darüber geätzt, was dumme Menschen meinen, im Namen angeblicher und längst unnötiger Gleichberechtigung mit unserer guten deutschen Sprache anzustellen. Dieses Buch ist nicht nur gut. Es ist für Freunde böser Satiren höchst amüsant. Und es ist wichtig. Lauter gute Gründe, mir keine Gedanken um meinen eigenen Schwanz und meine eigenen Eier zu machen.

Details zum Buch: hier.

(*) Letzter zweifelhafter Scherz in dieser Thematik war die Meldung, dass der Rat der deutschen Rechtschreibung sich mit der Frage auseinandersetzen wolle, ob man das Gendersternchen in den Duden einführen wolle. Die B5-aktuell-Podcastmeldung dazu findet man hier; das Verlagsstatement p.machinerys zum Thema hier.

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