Or-Dinge II, Sankt Peter-Ording, 08.06.

Motorradfahrer. Die Straße »Im Bad« im Ortsteil Bad ist eine Meile. Restaurants, Imbisse, Läden, viel Volk, viel Radler, dazwischen eine einspurige Einbahn für Auto- und Motorradfahrer. Während man im »Meat & Greet« sitzt, sieht man nicht nur die typischen Poser in ihren schwarz aufgehübschten Vianos oder den schwulen Cayennes immer wieder diese Straße entlang cruisen, nein, zur Freude aller gehören zu diesen Pappnasen, die immer wieder den gleichen Kurs fahren – zu welchem Zweck auch immer – diese Motorräder mit acht oder zwölf Zylindern, die nur zwei Mal in der Minute takten, dafür aber mit der Lautstärke von B-52-Bombern im Abwurfanflug. Und an der richtigen Stelle – tolle Ische oder halbtote Rentnerin in der Nähe – zieht man mal die Kupplung und lässt hören, auf wie vielen Trommeln man trommeln könnte, wenn man Ahnung von Rhythmus, Musik schlechthin, hätte. – Das Problem bei dieser Art von Motorrädern ist, dass man nicht zu hoffen braucht, dass die irgendwo umfallen. Das geht technisch nicht. Die Arme des Fahrers sind so weit ausgebreitet, dass das Motorrad zwar kippen kann, aber nicht wirklich umfällt. Dagegen wirken auch die gespreizten Beine, die unter anderem auch dazu dienen, dass genügend Frischluft an die dicken Eier kommt, die der supercoole Biker mit sich rumfahren lässt. – An einem Pfingstsonntag laufen »Im Bad« vor allem Familien mit Kindern rum, Rentnerpärchen, und ein paar Einheimische. Sich auf so einer »Meile« so produzieren zu wollen – und damit mehr als unangenehm aufzufallen -, ist wirklich armselig. Nicht peinlich, nein. Armselig.

Continue reading

Or-Dinge I, Sankt Peter-Ording, 08.06.

Radfahrer. Geht man von der Strandbar »54° Nord« Richtung Ort, gibt es zwei mit Holzbohlen belegte Wege über den Sand: der linke ist für Radfahrer, der rechte für Fußgänger. Die Beschilderung ist eindeutig. Ganz eindeutig. Auch später, wenn beide Bohlenwege zusammen laufen und von Radfahrern und Fußgängern gemeinsam genutzt werden sollen. Da steht, dass Radfahrer abzusteigen haben. – Ich glaube nicht, dass ich erwähnen muss, welche Gruppe der Beteiligten größtenteils zu dumm war, den richtigen Weg zu wählen bzw. die richtige Entscheidung zu treffen.

Continue reading