Wind und Weigerung. Über Windparks, nicht nur in Dithmarschen, ebda., 02./03.06.

Ich finde Windräder faszinierend. Sie fesseln den Blick, wie sie sich mehr oder minder schnell im Wind drehen – und oft frage ich mich, wie leicht die Naben der Rotoren laufen müssen, wenn ich als Mensch den Eindruck habe, dass es doch fast windstill ist. Sie sind lautlos, selbst wenn man darunter steht, hört man sie praktisch nicht. Nur ab und zu und nur bei einigen der Rotoren ist ab und zu ein Aggregat zu hören, von dem ich annehme, dass es die Nabe eine Idee weiter nach rechts oder links in den Wind dreht. Die Windräder haben etwas Psychedelisches an sich. Man kann sich hinstellen und sie endlos lange anschauen. Man könnte mit einem Kumpel oder zweien bei einem Kasten Bier Wetten abschließen: schnell hinschauen, welches Windrad ist schneller oder langsamer, das ist meines, das ist deines, ja, deines ist schneller, du hast gewonnen, Prost! Man kann Überlegungen anstellen, warum das eine Rad rotiert, während sein Nachbar stillsteht. Man kann theoretisieren, ob für den Start eines Windrades Energie aufgewendet werden muss oder ob ein Windstoß ausreicht, um sie anlaufen zu lassen.
Ich finde Windräder faszinierend.

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