Beweisbarkeit und Glaube, zwischen Heide und Husum, 02.06.

Zwischen Wesselburen und der Halbinsel Eiderstedt liegt das Eidersperrwerk. Die Straße dorthin trägt den lyrisch anspruchsvollen Namen L305. Die sollte ab dem 02.06. renoviert werden und war deshalb zur Sperrung vorgesehen. Damit die ansässige und anwesende Bevölkerung nicht völlig dumm starb, gab es entsprechende Hinweisschilder. Auch für eine entsprechende Umleitung über die B5 Richtung Tönning.
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Ausschreibung HALLER 11: Lebensräume

Mein Lebensraum – Flüchtlingslager, Slum, Villa, der Burj Khalifa, das Haus am See? Ein Zimmer, eine Zelle, ein Garten? Urwald oder Steppe? Eine Marskolonie?
Lebensraum ist ein Begriff, der ebenso privat ist, wie gesellschaftlich relevant, der missbraucht wird für geopolitische Übergriffe. Der Angst macht, denn wo wir über ihn lesen, ist er meist »bedroht«.
Tiere und Pflanzen sind ihres Lebensraums beraubt worden oder wurden als blinde Passagiere in neue Lebensräume verpflanzt.
Lebensräume –
Wo und wie leben wir morgen? Was ist unser Platz im Leben? Wo lebe ich? Wo will ich sein? Welches Biotop erschaffe oder zerstöre ich? Wo ist menschenwürdiges Wohnen möglich oder nicht mehr möglich? Welchen Raum beanspruchen mein Körper, meine Gedanken und Träume? Wo ist der Sitz meines Lebens?

Bitte senden Sie bis 15. September 2014 in jeweils eigener Datei

  • Ihre unveröffentlichte Kurzgeschichte zum Thema »Lebensräume«
  • Ihre Vita mit Adresse
  • Ihr Foto (jpg)

an info@literaturzeitschrift-haller.de.

Umfang: 1 – 20 Normseiten (oder nach Absprache). Dateiformat: DOC, DOCX. Formatierung: Times New Roman 12, keine Fettschrift, keine Unterstreichung, keine Sperrung, keine Zeilennummerierungen, keine Spalten-, Abschnitts-, Seitenwechsel.
Voraussichtlich erscheint Haller Nr. 11 im Dezember 2014. Alle Autoren, deren Text in der aktuellen Ausgabe veröffentlicht wird, erhalten ein Freiexemplar.

Mit Ihrer Einsendung erklären Sie sich bereit, Ihre Texte bei einer Lesung zu präsentieren bzw. ihre Texte zum Vortragen durch einen Vortragskünstler zur Verfügung zu stellen.

Nicht mondän, Husum, 02.06.

In irgendeinem Reiseführer las ich, Husum gälte als nicht mondän. Das ist vermutlich richtig, und ich vermute ebenso, dass es auch gut so ist. Immerhin zeigte sich Husum uns an diesem Tag nicht als die »graue Stadt« des Theodor Storm, wenn sie auch einen irgendwie flachen Eindruck hinterließ. Möglicherweise lag dies an falschen Ansprüchen bei unserem Besuch, denn ich hatte einen Reiseführer zur Hand, dessen Stationen wir quasi abarbeiteten, was möglicherweise einfach keine gute Idee war.
Wir sahen die üblichen Sehenswürdigkeiten. Das »Schloss vor Husum«, von außen. Den Schlosspark von innen, nervig wegen zahlloser Krähen, die ich als Verantwortlicher jedenfalls lustvoll einzeln und auf grausamste Weise massakriert hätte. (Wer das einmal gehört hat, was da abgeht, könnte mich ohne ein weiteres Wort der Erklärung verstehen.) Nervig auch wegen Leuten, die ich, so wie sie aussahen, ohne Prozess eingesperrt hätte; jedenfalls vorsichtshalber.


Das Schloss vor Husum

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