Raum machen: Das unbekannte Land

Books on Demand ist ein deutscher Anbieter mit einer deutschen Website, alles ist deutsch. CreateSpace ist ein amerikanischer Laden, ein amerikanischer Ableger von Amazon (und es dauert ein Weilchen, bis man als durchaus regelmäßiger amazon.de-Nutzer wirklich realisiert, dass amazon.de einfach nur ein Ableger ist, ein Zugeständnis dieser Amazon-Amis an den deutschen Markt, den Deutschen einen Shop zu bieten, in dem sie sich sprachlich daheim fühlen können).
Mein Englisch ist nicht bemerkenswert, aber es funktioniert. Ich kann mich verständlich machen und ich kann verstehen, was man mir sagt, was ich lese. Zur Not gibt es leo.org und den Google Translator.
Aber die Seiten von CreateSpace sind so schwierig gar nicht. Nicht, wenn man sich wirklich die Zeit nimmt, sich hineinzulesen. Man lernt viele neue Begriffe: »spine« (Buchrücken), »trim size« (das Endformat nach dem Beschnitt), »bleed« (Beschnittzone), »safe zone« (der Bereich, in dem sich alle Elemente der Seite befinden sollten, die nicht angeschnitten werden dürfen; das ist genau der Bereich, den BoD jahrelang verheimlichte); und auch den anfangs etwas ungewohnten Umgang mit Zoll- bzw. Inch-Maßangaben (1“ = 2,54 cm) lernt man schnell.

Am Ende stand als erste grundsätzliche Erkenntnis, dass Bücher in den USA letztlich genauso hergestellt werden wie in Deutschland. Nur eben in Englisch.

Raum machen: Go West!

Früher war Books on Demand. Die Gründe, warum ich mich von Books on Demand verabschiedet habe, habe ich hier schon beschrieben.
Einige Tage hat mich die Frage beschäftigt, wie ich weitermachen soll. Eine reine Zusammenarbeit mit einer Druckerei – wie dem derzeit favorisierten Schaltungsdienst Lange (www.sdl-online.de) – hätte neben der vollständig wegfallenden Vertriebsunterstützung (ich müsste alles selber machen!) noch einen weiteren gravierenden Nachteil: die Vorfinanzierung. Ein Grund, der mich seinerzeit dazu veranlasste, mit BoD zu arbeiten. Ein Grund, der auch heute noch seine Wirkung hat, denn als ehemaliger Privatinsolvenzler (mit einem garantiert miserablen SCHUFA-Scoring bis 31.12.2014) ist es schwierig, große Sprünge zu machen. (Ganz unabhängig von der Frage, ob ich mich für meine Verlegertätigkeiten überhaupt verschulden wollte. Was vermutlich nicht der Fall ist.)
Am Ende gab es eine Mail von einer (zukünftigen) Autorin (das Buch ist noch in der Pipeline), die selbst schon mit CreateSpace (www.createspace.com) gearbeitet hat und fand, dass das gut funktionierte. Sie beschrieb kurz, worum es ging, wie es gehen konnte, und –

Ich beschloss schließlich, es einfach auszuprobieren. Mit wenigstens einem Buch. Einfach so. Was konnte es schon schaden? Die wichtigen Exemplare konnte ich immer noch beim Schaltungsdienst drucken lassen, wenn es hart auf hart käme.
Und so war es ein kleines Büchlein von einer Deutschen, in der Schweiz lebend, von Heike Henzmann, die als Anna Veen sechzehn knuffige, ganz tolle, weil höchst amüsante Geschichten um »Doris Hauser«, ihren Hund, ihren Thomas und dessen Hund, und das ganze Umfeld geschrieben hatte, mit spitzer, versierter Feder, so war es also dieses Büchlein, das ich auserkor, den Anfang mit CreateSpace zu machen – und möglicherweise auch das Ende, wenn es nicht gehen sollte.

Raum machen: Verlegen jenseits von BoD

… oder auch nicht? Man wird sehen. In diesen Tagen ist das erste von mir verlegte Buch erschienen, das ich nicht mehr mit Books on Demand, Norderstedt, auf den Markt gebracht habe. Dieses Buch erscheint über CreateSpace, einen Ableger von Amazon – und wie sich das beim ersten Mal abgespielt und entwickelt hat, davon werde ich ab morgen hier berichten (vielleicht in mehreren Teilen).

Das Buch selbst ist dieses hier:

Sechzehn sprachlich ausgesprochen ausgereifte Geschichten, die mir auf Anhieb über alle Maßen gefallen haben. Sie handeln episodenhaft von Doris, ihrem Hund, und Thomas und seinem Hund, von zwei Menschen, die grundverschiedener nicht sein können, die sich begegnen und … Lesen! Lohnt sich! Echt jetzt!

Leistung verdient Schutz? Nein. So nicht.

Früher nannte man es Rechtsschutz, den Schutz eines Rechtes. Heute nennt man es Schutzrecht. Leistungsschutzrecht. Das Recht, etwas zu schützen. Nicht das Recht auf Schutz. Und es ist zweifelhaft, ob es das Recht auf den Schutz einer Leistung – welcher denn überhaupt? – so wirklich gibt. Nach dem sogenannten »Leistungsschutzrecht«, einem Gesetz, das im juristischen Sprachgebrauch sicher ganz anders heißt, das aber meint, gibt es das vermutlich nicht. Oder nur für bestimmte Berufsgruppen. Nutznießer. Und Opfer.

Mein Verlag hat sich diesbezüglich festgelegt. Das war einfach, denn mein Verlag besteht aus mir und sonst niemandem. Und es war einfach, weil mein Verlag ein gutes, immer wieder gern durchaus verehrtes Vorbild hat, was viele journalistische Angewohnheiten angeht, die ich anderenorts vermissen muss: den Heise-Verlag.

Bei Facebook habe ich geschrieben: »Und ich als Verleger und Eigentümer von p.machinery möchte noch ganz persönlich hinzufügen, dass ich Verlage, die das Leistungsschutzrecht für richtig und wichtig halten und auf seine Durchsetzung pochen (werden), für weltfremd und rückständig halte. Es gibt sicherlich gute Gründe, Geld verdienen zu wollen und zu müssen. Aber nicht so. Nicht auf Wegen, für die das Internet nicht gedacht war und ist, für die es nicht gemacht wurde und wird. Geld verdienen zu wollen, indem man Gebühren dafür erhebt, was man ansonsten verboten hat, das ist old fashioned. Und Schlimmeres.« Und bezogen hat es sich auf diesen Link auf meiner Verlagsseite.

Routine für den Verein

Und wieder wurde eine Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN für den SFCD e.V. fertiggestellt:

ANDROMEDA NACHRICHTEN 241
ISSN 0934-3118, SFCD e.V., Murnau, April 2013, 100 Seiten A4, EUR 8,00
Bezug: Andreas Kuschke, SFCD-Archiv, jaktusch[at]sfcd.eu

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Der Inhalt:

Jörg Hugger: Drei Engel im Himmel; Jörg Hugger: Stromausfall beim JahresCon; Dieter von Reeken: Neuerscheinung (Sun Koh); Roger Murmann: Convention Corner; Jürgen Lautner: Spacedays Revolutions; Jürgen Lautner: Singularitäten im tiefen Westen (DortCon 8.–10. März 2013); Karl E. Aulbach: Fantasy; Hermann Urbanek: LiteraTour; Sven Klöpping: »Ihr sucht Gott – aber ihr werdet ihn nicht finden …!« – Interview mit Rainer Erler; Jörg Krömer: Cinema; Gerd Frey: eGames; Ralf Boldt, Robert Hector: Perry Rhodan; Robert Hector: Science; Klaus Marion: Neues aus der Asimov-Kellerbar; Reissswolf: National, zusammengestellt von Michael Baumgartner; Reissswolf: International, zusammengestellt von Michael Baumgartner; Reissswolf: Sachbuch, zusammengestellt von Michael Baumgartner; Reissswolf: Magazine, zusammengestellt von Armin Möhle; Reissswolf: Fanzines, zusammengestellt von Armin Möhle; Reklamation, Kurzgeschichte von Martin Ott; Fleisch für die Welt, Kurzgeschichte von Florian Heller; Impressum; Inhalt