Liest Ebay meinen Blog?

Vermutlich nicht. Ich gebe auch zu, dass ich Ebay niemals meinen nach und nach wachsenden Groll mitteilte. Das ist ja eh fast nicht möglich, da man diesen kommunikationsfeindlichen Konzern nicht wirklich erreichen kann. Aber fast könnte man meinen, dass man dort meinen Blog gelesen hat. Denn heute morgen erhalte ich eine Mail, die man – Ebay – schon gestern um 20.12 Uhr geschickt hat. In den »Verkäufer-News April 2010« wird unter dem Titel »Die Pflicht, kostenlosen Versand anzubieten, wird ersetzt« mitgeteilt:

»Seit 2009 müssen Verkäufer in einigen Kategorien kostenlosen Versand als erste nationale Versandart anbieten, da überhöhte Versandkosten besonders oft ein Grund für eine schlechte Kauferfahrung sind. Käufer haben den kostenlosen Versand sehr positiv aufgenommen, Verkäufer hingegen berichteten von Auswirkungen auf ihre Angebote.
Damit sich der Verkauf auch weiterhin lohnt, werden die geltenden Bestimmungen zum kostenlosen Versand zurückgenommen und ab 08. Februar 2010 durch eine Obergrenze bei den Versandkosten ersetzt.
Käufer freuen sich über Angebote mit kostenlosem Versand, und wenn Verkäufer diesen anbieten, werden sie weiterhin in den Suchergebnissen weiter oben angezeigt.«

Das ist doch mal schön, oder? Nutzt aber nicht wirklich etwas. Denn gerade, wenn ich z. B. betagtere Hardware anbiete, schlagen auch die Versandkostengrenzen zu. Es liegt ja nahezu in der Natur der miniaturisierenden Sache, dass das erwähnte Digital Album mit seinen läppischen 10 GB heute als MicroSD-Karte zu bekommen ist, die freilich für EUR 1,45 Briefporto (Maximum) zu verschicken ist, was bei dem alten 10-GB-Hobel einfach nicht drin war. Punktum.
Für mich bleibt es beim Abschied von Ebay.