Auch Träumchen werden wahr

Das könnte Träumchenfachmann Horst Lichter sicher bestätigen. Ich kann es auch.
Ich bin Kleinverleger. Die Chancen, mal richtig »abzuräumen«, sind klein, aber sie sind vorhanden; es dauert nur, vielleicht länger, als ich warten kann. Meine Träume als Kleinverleger sind nicht ganz so klein, aber je größer sie sind, umso unrealistischer ist die Erwartung, dass sie wahr werden.
Und dennoch …

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Aus der Haut …

… könnte man fahren, aber das hilft auch nicht. Für all die Dinge, die man tagtäglich zu tun hat – die man tun möchte (mit der Betonung auf »möchte«) –, ist einfach nicht genug Zeit. Es ist ja nicht nur der Beruf: Ich bin derzeit auf der Suche nach einer neuen, nach einer freiberuflichen Herausforderung (mit im Augenblick eher traurigen Ergebnissen); meine Frau hat einen Arbeitsweg von einer Stunde einfach, arbeitet 3 ½ Tage die Woche, manchmal 5, 6 Tage am Stück, und leidet unter einer absolut indiskutablen Organisation der Arbeitstermine (was sich wiederum auf mich und meine Verlagsarbeit, die da ja auch noch ihr Recht fordert, auswirkt). Das Haus, die Autos – und vor allem die Hunde, die ganz sicher als Letzte darunter leiden sollten, dass für nichts wirklich Zeit da ist.

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Vorwarnung: Tiny Stricker liest

Am 27.09.2019 veranstaltet das Münchner Literaturbüro (MLb) die 1960. Lesung. Lesen wird unser Autor Tiny Stricker. Er liest aus dem 1996 erschienenen Roman »Spaghetti Junction« – der in der Stricker-Werkausgabe von p.machinery noch nicht wieder erschienen ist – sowie aus dem jüngsten Werk »Spieler im Park«. Auch das ganz frische und noch unveröffentlichte Manuskript »London, Pop und frühe Leidenschaften« wird eine Rolle spielen.

Die Lesung findet am 27.09.2019 um 19.30 Uhr in den Räumen des MLb in der Milchstr. 4, 81667 München, statt. Der Eintritt (ab ca. 19 Uhr) ist frei.

Wir warnen rechtzeitig vor dem Lesungstermin noch einmal vor.

Wenig Worte

Nachdem meine Verlagsmannschaft – die aus mir, mir, mir, mir und mir besteht – schon das meiste Interessante zu dem neuen Buch der Werkausgabe Tiny Stricker, die ich bei p.machinery verlege, geschrieben hat, kann ich mich kurz fassen.

Bedanken möchte ich mich bei meiner Schwägerin Regina. Ich weiß, dass sie – und mein Bruder natürlich – nicht Reisefans, sondern dabei auch Englandfans sind. Und so war es naheliegend, dass ich nachfragte, ob die beiden die Stourhead Gardens schon besucht hatten, denn Tiny Stricker, der Autor, meinte, es wäre doch schön, das Buch mit Fotos dieses Parks aufzuwerten. Und ja, Bruder und Schwägerin hatten die Stourhead Gardens besucht, und ja, sie hatten Fotos gemacht, und ja, ich bekam sie zur Verfügung gestellt. Freu, hüpf.

Details zum Buch finden sich: hier. Im E-Book sind die Fotos übrigens nicht enthalten.

Der besondere Witz an der Geschichte mit den Fotos ist übrigens, dass ich schon mehrfach angeregt hatte, dass die beiden von ihren Reisen – in wirklich interessante Gegenden der Welt – einmal Reisebücher machen sollten. Das hätte mir auch für meine – inzwischen eingestellte – Reihe »ErlebnisWelten« gefallen. Bislang hat sich da nichts getan. Leider. Aber vielleicht habe ich mit diesem Buch hier dem Ganzen ein wenig nachgeholfen. Und meine Reihe »ErlebnisWelten« kann ich ja auch wieder aktivieren :)

Ganz ohne Zweifel

Im Dezember 2018 bin ich umgezogen – darüber wird noch zu berichten sein –, seit 01.01. bin ich arbeitslos – dito – und auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Viele Baustellen sind noch offen, viele Dinge laufen noch nicht rund und manchmal glaubt man, ein Fragezeichen zu sehen. Aber eines ist sicher:

Mein Verlag p.machinery besteht weiter. Und sein wohl wichtigstes Projekt, die SF-Werkausgabe Herbert W. Franke, wird auf jeden Fall weitergeführt. Ich möchte betonen, dass hieran kein Zweifel bestehen kann und soll.

Durch den Umzug gab es Verzögerungen. Überall. Bei allen Dingen. Und so ist der zwölfte Band der Werkausgabe, »Sirius Transit«, mit erheblicher Verspätung, aber schon im April 2019 erschienen. Was wegen solcher Verzögerungen erst jetzt berichtet werden kann. Das Buch jedenfalls ist in der bekannten Aufmachung als Hardcover und Paperback (mit der thomasfrankeschen Grafikausklappseite nur beim Verlag oder im Buchhandel zu bekommen!) verfügbar, und auch das E-Book ist auf dem Markt (noch von Bookrix, bald von uns via Bookwire).

Details zum Buch finden sich hier.

Beim Cover habe ich lange mit dem Kontrast zwischen Hintergrund und Schriftfarbe gehadert. Wir – Thomas als Titelbilddesigner und ich als Verantwortlicher – nähern uns dem Scheitelpunkt der Werkausgabe, ab der die Umschlaghintergründe wieder heller werden; das dürfte so ab Band 14 oder 15 der Fall sein. Bis dahin … Der Kontrast auf dem Umschlag dieses Buches erschien mir zu schwach. Der Aushänger belehrte mich eines Besseren, wenn man sich sicherlich auch mehr wünschen könnte. Aber nun haben wir dieses Konzept angefangen, und es jetzt abzurechen, das ist sicher nicht der richtige Weg.

Alter Schinken, neu gepökelt

Klingt das defätistisch? Wenn ja – so ist es nicht gemeint. Es geht um eine ganz simple Sache:

Im Programm meines Verlags p.machinery gab es eine Reihe namens »Action, Thriller, Mystery«. Zwölf Titel sind in der Reihe erschienen – und sie erwies sich letztlich als »nicht Fisch, nicht Fleisch«. Die Mischung hat nicht gezogen, die Bücher – an sich qualitativ durchaus wert, veröffentlicht zu werden – haben ihre Zielgruppe nicht gefunden, weil eben auch der Genremix aus Action, Thriller und Mystery nicht funktionierte, nicht funktionieren konnte. (Ich glaube nicht an Binsenweisheiten wie die, dass Genremixe in Büchern nicht funktionieren; SF-Romane mit Krimielementen funktionieren ja auch.) Und letztlich ist es auch nicht einfach, Manuskripte zu finden, die mich als Verleger schon ansprechen – unverlangte Einsendungen kamen gar nicht, wenn ich mich recht entsinne.

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Wie das Kind zum Bade

Die Idee, bei p.machinery ein Hörbuch – neudeutsch: Audiobook – herauszubringen, war nicht ganz neu. Am Ende blieben die Ideen meist in irgendeiner mentalen Ecke liegen; nicht wirklich unsichtbar, aber auch nicht sonderlich beachtet.
Als es dann endlich so weit war, hatten andere Menschen die ganze Arbeit gemacht:

Das Hörbuch »Feuer am Fuß« ist fast 15 Stunden lang. Dirk C. Fleck hat seinen eigenen Text im Studio von Idealism Prevails in Wien (https://www.idealismprevails.at) eingesprochen. Georg Bermuda Bremges (https://www.facebook.com/georg.bermuda) und Enrico Körbitz (https://www.facebook.com/enrico.korbitz) haben Musik beigesteuert. Und Heimo Rauter (https://www.sender.fm) hat den Schnitt bewerkstelligt.
Und fertig war die Kiste.

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Ungern

Ungern gebe ich es zu, aber mein Umzug im Dezember 2018 hat Opfer gefordert. Neben ganz sicher einigen Buchtiteln, die längst hätten veröffentlicht sein können, neben NOVA 27, das letztens ins Lager beim Schaltungsdienst Lange geliefert wurde, hat es auch den HALLER, die Literaturzeitschrift aus Monschau, mit seiner 16. Ausgabe erwischt. Mit dazu beigetragen hat auch der immense Umfang von 332 Seiten – der für HALLER-Verhältnisse außergewöhnlich ausgefallen ist – und die Tatsache, dass wir uns lange nicht ganz klar darüber waren, wie wir sowohl die Storys als auch die – erstmals im HALLER zu findenden – Gedichte adäquat präsentieren sollten.

Letztlich wurde ein Janusbuch daraus, ein Buch also, das man von beiden Seiten beginnen kann und einmal die Prosa, das andere Mal die Lyrik als quasi eigenständige Publikation findet. Und so hat das Buch auch zwei Titelbilder bekommen. Das Titelbild für die Prosa ist:

und das für die Lyrik wiederum:

wobei das Lyrik-Titelbild damit leben muss, den Barcode aufzunehmen (den nicht nur der Buchhandel, sondern auch der Schaltungsdienst für seine Arbeit benötigt).

Auch HALLER 16: WAHRE KUNST wird bei Amazon nur über den Marketplace (also mit den sittsam bekannten 3 Euro Aufschlag) zu bekommen sein. Hauptgrund waren hier die Bilder von Kai Savelsberg, die an Wirkung verlieren würden, würde man sie in Graustufen umwandeln (was für die Produktion via KDP für Amazon notwendig wäre, weil KDP keine Farbseiten in schwarz-weiße Buchblöcke einschießen kann); und der andere Grund ist die dringende Vermutung meinerseits, dass KDP mir sowieso nur wieder mitteilen würde, dass das Buch so nicht produziert werden könnte, weil immer ein Teil des Buches auf dem Kopf stünde und falsch paginiert sei … und so weiter und so fort. – Die Menschheit wird es verkraften. Immerhin ist das Buch mit dem Marketplace-Aufschlag immer noch in einem verkraftbaren und nicht zu teuren Preisbereich.

Alle Details zum Buch finden sich auf der Website des HALLER: hier.

Das Schöne am Verlegerleben

Das ist die Arbeit mit einem tollen Team, das sich mit zahlreichen E-Mails über zahlreiche Themen austauscht, die im direkten oder auch nur indirekten Zusammenhang mit einem Projekt stehen. Bei NOVA, dem jüngsten Imprint meines Verlages, ist das so. Da wird nicht nur die kommende Ausgabe diskutiert und nach und nach zusammengestellt, bis ich sie dann layouten darf, nein, da werden auch schon Pläne für die übernächste Nummer (die 28) und die Jubelnummer 30 gemacht.

NOVA 27 ist ein ziemlicher Brummer geworden: 290 Seiten (davon 18 Farbillustrationen) hatte NOVA, glaube ich, noch nicht auf den Rippen, nicht zuletzt, weil es früher einen Standardpreis gab, nach dem sich der Umfang zu richten hatte. Bei p.machinery ist das anders, und so kostet die Ausgabe 27 auch ein wenig mehr, als man das von NOVA bislang gewohnt war. Aber der Inhalt lohnt sich – mir selbst haben die Vorbereitungsarbeiten (Korrektorat), die Layouterei und die Fahnenkorrektur großen Spaß gemacht, obwohl – oder gerade weil – ich die Texte am Ende (bei der Fahnenkorrektor) schon recht gut kannte.

Ausführliche Details zur aktuellen Ausgabe 27 finden sich hier.

Rückkehr eines Fremdgängers

Es waren nicht wenige Titel, die ich von Axel Kruse in meinem Verlag p.machinery veröffentlichen durfte. Eine ganze Zeit sah es so aus, als hätten wir damals unseren ersten Stammautoren an Land gezogen. Und dann ging er fremd.

Bei Begedia hat er veröffentlicht, ebenso bei Atlantis. Beides Verlage, deren Eigentümer ich kenne – und mag. Und so ergab sich gar nicht die Frage, ob ich Axel wegen seiner Seitensprünge böse sein sollte. Wenn es dann überhaupt auch »nur« Seitensprünge waren …

Aber er kam jüngst dann doch wieder. Mit einem kleinen, aber feinen Büchlein, das einen »Remix« zu einer in einem älteren Titel (»Geschichten aus Joaquins Bar«) erschienenen Kurzgeschichte (»Rothenburg«) ebenso enthält, wie das Original, das die Grundlage der neuen Geschichte ist.

Und ich hatte die große Ehre, von diesem Werk auch ein Hardcover in einer ungewohnt hohen Auflage auflegen zu dürfen. Das Geheimnis: Axel Kruse ist Steuerberater und benutzt solche Bücher als Kundengeschenke. (Und von diesem Hardcover sind mir noch einige wenige Exemplare zum Verkauf geblieben.)

Details zum Buch: hier.